1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Wenn „Donatello“ über die Kilometer wacht

Pfaffenhofen

02.05.2016

Wenn „Donatello“ über die Kilometer wacht

Ein Euro für jeden Kilometer: „Donatello“ hat es im Griff.
Bild: Uta Wittke

Die Pfaffenhofer Firma Newtec richtete zweiten Spendenlauf aus. Dabei kam ein ganz besonderer Automat zum Einsatz.

„Sloffline“ nennt sich die Schülerfirma des Gymnasiums. Ihr Ziel: Eine App zu entwickeln, die Handynutzer mit Punkten und Belohnungen zu größerer Selbstkontrolle im Umgang mit dem Smartphone motiviert. Mobilfonfreie Zeiten sollen sich positiv auf Sozialverhalten und schulische Leistungen auswirken. Die Idee der zwölf Gymnasiasten, das Handy öfter mal abschalten zu lassen, wirkte sich offenbar nicht abschreckend aus. Zahlreiche Mitschüler unter den Läufern ließen die Euros nur so purzeln. Die Sloffline-Mitglieder gingen selbst mit gutem Beispiel voran und legten für ihr Projekt teilweise bis zu 20 Kilometer zurück. Um Zeiten ging es bei dem Safety Run allerdings nicht, nur um die erlaufene Strecke. So zog die bunte Mischung an Läufern vom Profi bis zum Spaziergänger in langen Reihen über die Pfaffenhofer Feldwege. Die fünfjährige Paulina Neff etwa hatte es sich nehmen lassen, ihren Bruder Felix, ein Mitglied der Schülerfirma, zu unterstützen. Gemeinsam mit Mutter Elke legte die kleine Weißenhornerin fünf Kilometer zurück. Eher gemütlich und mit Blick für die Blumen am Wegesrand, wie die Mutter lächelnd berichtete.

Entspannt waren auch die Kollegen Thomas Hartner und Melissa Riedel aus Ulm unterwegs. Die beiden Zoll-Mitarbeiter trainieren normalerweise mit einer Firmenlaufgruppe und hatten sich in Pfaffenhofen zu zehn Kilometern auf den Weg gemacht. Vollkommen frei von Wettbewerbsgedanken waren allerdings nicht alle Läufer: Der siebenjährige Matteo Pittner aus Beuren gab auf seiner Fünf-Kilometer-Runde darum tüchtig Gas: „Ich war als erster von den Kindern, die mit mir gestartet sind, im Ziel“, sagte er stolz. Er war in Sachen „Safety Run“ schon ein alter Hase. Gemeinsam mit Mutter Andrea und Schwester Romina war Matteo schon letzten September beim ersten Sponsorenlauf gestartet. „Das Wetter war damals furchtbar, aber die Stimmung war toll“, erinnerte sich Mutter Andrea.

Diesmal passten zum Glück Stimmung und Wetter. Newtec-Mitarbeiterin Birgit Nonnenmacher, Hauptverantwortliche für die Organisation, war vom Andrang der Läufer begeistert. Mit dem neuen Termin im Frühjahr soll Konkurrenz zu anderen Laufterminen wie etwa Marktlauf und Einsteinmarathon vermieden werden. „Und fünf Kilometer schafft man auch nach der Wintersaison locker“, sagte Nonnenmacher. Nach Vorstellung des Unternehmens soll der Lauf zur festen Einrichtung werden. „Wir sind offen für alle regionalen Projekte, bei denen es um einen guten Zweck geht“, so Nonnenmacher. Ein Zusammenhang zum Thema Sicherheit sei schön, aber nicht zwingend.

Die Firma für Automotive, Rüstungs- und Medizintechnik hatte ihre Kompetenzen für die Laufveranstaltungen kreativ eingesetzt. „Donatello“, ein von den Ingenieuren entwickelter Automat, zählte die gelaufenen Kilometer und ließ jeweils einen Euro auf eine Spendenwaage fallen. Vor allem die jüngsten Läufer beobachteten begeistert, wie der Münzberg wuchs, je mehr Läufer unterwegs waren.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Ulm - Ulmer Münster - Münsterplatz
Ulm / Barcelona

Plus Verliert Ulm bald seinen wichtigsten Rekord?

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen