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Ulm

13.11.2019

Wie Tische, Stühle und Schirme in Ulm aussehen dürfen

Foto: Alexander Kaya (Archivfoto)

Die Stadtverwaltung in Ulm hat einen Katalog mit Gestaltungsgrundsätzen für die Innenstadt ausgearbeitet. Zuletzt hatte es Ärger mit einem Wirt gegeben.

Liegestühle, Ledermöbel und Biertischgarnituren sind verboten, Sonnenschirme in schrillen Farben auch. Auf Markisen und Pflanzkübeln darf keine auffällige Werbung angebracht sein, bei den Kübeln gilt zudem eine Mengenbeschränkung. An diese und ähnliche Regeln müssen sich die Wirte in der Ulmer Innenstadt künftig halten.

Die Ulmer Stadtplaner haben sogenannte Gestaltungsgrundsätze festgelegt, um das Zentrum attraktiv zu halten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass man den Gastronomen ohne schriftlich festgelegte Vorgaben schwer verständlich machen könne, an welche Regeln sie sich halten müssen. Ein Beispiel: Im August hatte die Stadt wegen dreier beleuchteter und tulpenförmiger Schirme vor der Bar Reischmanns in der Wengengasse einen Bußgeldbescheid verschickt.

Ulm: Regeln für Sonnenschirme, Stühle und Markisen in der Altstadt

Bei den Sonnenschirmen gelten zwei Zonen: Eine umfasst den Bereich rund um das Rathaus, die Neue Mitte, den Münsterplatz und den Judenhof. Dort sind helle Farben und eine flach pyramidenförmige Grundform vorgeschrieben, Größe und Proportionen müssen sich an den umliegenden Gebäuden orientieren und Werbung ist nur sehr dezent und allenfalls als Eigenwerbung für das Lokal oder seine Getränkemarke erlaubt. Im restlichen Altstadtbereich sind zusätzlich Sonnenschirme mit schmalen, höchstens 15 Zentimeter herunterhängenden Volants erlaubt – also mit einem am Stoffende angenähten Besatz.

26 Seiten fasst das ausführlich mit Beispielbildern versehene Dokument mit dem sperrigen Titel „Gestaltungsgrundsätze Außenbewirtschaftung im öffentlichen Raum“, es enthält neben den Regeln zu den Schirmen auch Bestimmungen für Markisen, Tische und Stühle, Abtrennungen, Pflanzkübel, Pflanzen, Podeste und Heizquellen. Einheitliche Betonpflanzkübel können über die Stadt bestellt werden, als geeignete Bepflanzung sieht die Stadt zum Beispiel Buchsbaum, Olivenbaum, Zitrusbäume oder Oleander. Als ungeeignet gelten dagegen Pflanzen wie Thuja, Bambus oder Kirschlorbeer. Heizstrahler sind laut Gestaltungsgrundsätzen grundsätzlich verboten – aus Gründen der Energieeinsparung.

Plakatierungsverbotszone in Ulm wird ausgeweitet

Als störend empfinden die Stadtplaner nicht nur schrille Plastikstühle, sondern auch Werbeplakate. Um die Flut der Ankündigungstafeln einzudämmen, hat die Stadt schon vor zehn Jahren eine Plakatierungsverbotszone bestimmt, zu der Münsterplatz, Neue Mitte, Weinhof und der Bereich rund ums Rathaus gehören. Am Dienstagabend hat der Ulmer Bauausschuss einstimmig beschlossen, dass künftig auch Hafengasse und Judenhof samt ihrer Nebenstraßen zu dieser Zone gehören. Plakate für Veranstaltungen dürfen an sogenannten Kultursäulen angebracht werden. Eine dieser fünf Litfaßsäulen wird im Zug der Veränderung versetzt: Vom Weinhof an die Kreuzung Hafengasse/Breite Gasse.

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