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Ulm

06.11.2019

Wissenschaftsstadt: Wegweiser für 2,4 Millionen Euro

Stelen wie diese sollen Fußgängern und Autofahrern in der Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg in Zukunft Orientierung bieten. Rund 2,4 Millionen Euro gaben die Stadt Ulm und das Land Baden-Württemberg dafür aus.
Bild: Alexander Kaya

Ein neues System aus 300 Stelen soll in der Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg in Ulm Orientierung bieten. So funktioniert es.

Wer in der Wissenschaftsstadt auf dem Oberen Eselsberg unterwegs war, brauchte bislang gute Nerven – und das nicht nur wegen der umfangreichen Baustellen. Für Ortsfremde und gelegentliche Besucher war es dort nicht gerade einfach, sich zurechtzufinden. Das soll sich nun ändern. Insgesamt rund 2,4 Millionen Euro haben die Stadt Ulm und das Land Baden-Württemberg ausgegeben, um ein neues Wegeleit- und Orientierungssystem in der Wissenschaftsstadt zu installieren. Das System – in der Fachsprache Signaletik genannt – ist der erste einheitliche Versuch, Besucher an den richtigen Ort auf dem Oberen Eselsberg zu lotsen.

Die Schilder unterteilen die Wissenschaftsstadt in Quartiere, aus Sicht des Ulmer Amts für Vermögen und Bau Baden-Württemberg sind dadurch jetzt „begreifbare Einheiten“ des Oberen Eselsbergs ausgewiesen. Nötig geworden sei die Signaletik mit dem Bau der im vergangenen Dezember in Betrieb genommen Straßenbahnlinie 2 in die Wissenschaftsstadt samt der dazugehörigen neuen Haltestellen. Vor fünf Jahren haben das Amt und die Stadt Ulm einen Wettbewerb initiiert und ausgeschrieben. Der Entwurf des Designbüros Integral Ruedi Baur aus Zürich überzeugte die Fachjury, weil er aus Sicht der Experten die Basis für eine visuelle Identität bietet und somit für die gesamte Wissenschaftsstadt identitätsstiftend wirken könne, erläutert Wilmuth Lindenthal, Leiter des Amtes Ulm.

Straßenbahnlinie 2 in Ulm machte neue Wegweiser in der Wissenschaftsstadt erforderlich

Die Albert-Einstein-Alle, entlang derer sich die auch farblich unterschiedlichen, neuen Quartiere aufreihen, bildet das Rückgrat des neuen Wegeleit- und Orientierungssystems. Dieses besteht aus unterschiedlich großen Stelen, welche die Nutzer von den Haltestellen und Parkhäusern zu den Einrichtungen innerhalb der Wissenschaftsstadt und wieder zurück leiten. Zudem werden die bestehenden Wegebeziehungen zwischen den Quartieren ins System eingebunden. Dabei gibt es Beschilderungen für Fußgänger, Radler und Autofahrer.

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Inzwischen werden an rund 200 Standorten mehr als 300 Informationsstelen aus massivem Stahlblech aufgestellt, angeordnet an allen Weggabelungen und in Sichtweite zueinander. Die Stelen bestehen aus einer Trägerplatte aus massivem Stahl, auf der die übergeordneten, festen Informationen stehen, und einer aufgesetzten Aluminiumtafel mit den Detailinformationen. Letztere sind so gestaltet, dass zukünftige Änderungen einfach umgesetzt werden können. Teil der Signaletik sind auch spezielle Stelen für Veranstaltungshinweise und andere temporäre Beschriftungen. (az)

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06.11.2019

2,4 Millionen € für Hinweistafeln und Stelen in Zeiten von Google Maps, Navis usw. Aber anscheinend ist in der Wissenschaftsstadt die Zeit vor 10 Jahren stehen geblieben. Meiner Meinung ist das hier reine Verschwendung. Aber solange die Kohle sprudelt raus damit ...

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