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Blaustein
09:41 Uhr

Auf Acker gestrandeter Bundeswehr-Hubschrauber wird aufwendig repariert

Ein Bundeswehr-Hubschrauber war der Blickfang auf einem Acker südlich von Blaustein. Zahlreiche Spaziergänger wunderten sich über die Sikorsky CH-53.
Foto: Thomas Heckmann

Ein Fehler in der Technik zwang einen Bundeswehr-Hubschrauber bei Blaustein zur Landung auf einem Acker. Mehrere Tage stand die Maschine dort.

Ein großer Bundeswehr-Hubschrauber war am Dienstag und Mittwoch der Blickfang auf einem Acker südlich von Blaustein. Zahlreiche Spaziergänger wunderten sich über die Sikorsky CH-53, die rund 100 Meter vom Feldweg entfernt mitten im Acker stand.

Die Besatzung bemerkte während des Fluges am Montag eine Warnmeldung des Hydraulik-Systems und entschied sich für eine Sicherheitslandung. Auf dem großen Acker konnte der schwere Hubschrauber gefahrlos landen. Der Besatzung sei dabei nichts passiert und auch für Anwohner oder Passanten habe keine Gefahr bestanden.

Anschließend wurden Techniker zur Fehlersuche aus dem Heimatstützpunkt des Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim angefordert. Die Soldaten brachten nicht nur einen Lkw mit Strom, Diagnosegeräten und Ersatzteilen, sondern auch gleich zwei weitere Lastwagen, die Aluminiumplatten für einen Behelfsweg geladen hatten.

Militärischer Sicherheitsbereich: Bundeswehr-Hubschrauber muss auf Acker bei Blaustein landen

Nachdem die 100 Meter durch den Acker mit den Platten belegt waren, konnten alle notwendigen Hilfsfahrzeuge problemlos bis zum Hubschrauber fahren. Feldjäger spannten Flatterband um die Einsatzstelle und schilderten sie als militärischen Sicherheitsbereich aus.

Nachdem bis zum Abend der Hubschrauber noch nicht wieder startklar war, blieben die Feldjäger über Nacht, mit einem mitgebrachten Lichtmastanhänger konnte alles ausgeleuchtet werden. Die Reparatur wurde am Mittwoch fortgesetzt. Den Flurschaden erstattet die Bundeswehr dem Landwirt.

Doch auch am Donnerstag stand die Maschine noch vor Ort. Techniker versuchten seit Tagen vergeblich, den Ausfall zu beheben, so ein Sprecher der Luftwaffe am Vormittag. Ein Transport des großen und schweren Hubschraubers über die Straße sei sehr aufwendig. Deshalb sei es weiter das Ziel, die Maschine wieder flugfertig zu machen. Am Nachmittag dann waren die Techniker schließlich erfolgreich und der Hubschrauber konnte wieder in Laupheim landen.

Der Vorfall komme für die Luftwaffe nicht überraschend, sagte der Sprecher. In den vergangenen Jahren habe es immer mehr Ausfälle bei dem in die Jahre gekommenen Hubschrauber-Modell gegeben, für das bereits ein Nachfolger beschafft werden solle. (mit dpa)

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