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Turnen

13.11.2017

Daumen hoch für die Pfuhler

Oskar Kirmes (links) von der TG Allgäu und der Pfuhler Rokas Guscinas sind sich einig: Das war ein starker Zweitliga-Wettkampf von beiden Mannschaften. Die Pfuhler wahrten mit dem Sieg sogar ihre theoretische Titelchance.
Bild: Dirk Klos

Im letzten Wettkampf gibt es immer noch eine theoretische Chance auf die Meisterschaft. Für den Nachbarn geht es dann dagegen um nichts mehr

In einem Duell fast auf Augenhöhe setzten sich die Zweitliga-Turner des TSV Pfuhl in Wiggensbach mit 39:30 gegen die TG Allgäu durch und wahrten damit ihre Chance auf die Meisterschaft. Allerdings ist diese wieder ein bisschen kleiner geworden, weil Spitzenreiter Singen gleichzeitig die Hausaufgabe gegen Schiltach mit 50:34 erledigte.

Der Pfuhler Trainer Rolandas Zaksauskas war durchaus angetan von der Leistung seiner Mannschaft: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Die Jungs haben aber die Nerven behalten. Sie haben wirklich gut geturnt und verdient gewonnen.“ An den Startgeräten Boden und Pauschenpferd sorgten drei Verturner für einen Pfuhler Rückstand, der erst im letzten Duell am Pferd durch vier Scorepunkte von Linus Mikschl gedreht werden konnte. An den Ringen machte sich die Rückkehr von Rokas Guscinas bemerkbar. Der Litauer leitete mit der Höchstwertung den 9:3-Gerätesieg ein. Damit hatte sich der TSV Pfuhl zur Halbzeit mit sieben Scorepunkten abgesetzt.

Anschließend gab er die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. Der Trainer resümierte: „An den Ringen haben wir unsere beste Saisonleistung abgerufen. Dabei ist das eigentlich eines der starken Geräte von den Allgäuern. Da haben wir den Wettkampf gedreht und die Führung clever verteidigt.“

Im letzten Wettkampf haben die Pfuhler damit am kommenden Samstag (18 Uhr) im Derby gegen den SSV Ulm 1846 nach wie vor eine theoretische Chance, sich vielleicht doch noch die Meisterschaft zu sichern. Das Schicksal des Nachbarn ist dagegen schon vorzeitig besiegelt. Die Ulmer verloren am Samstag das Kellerduell mit dem TV Herbolzheim mit 32:49 und steigen damit nach mehr als 15 Jahren aus der zweiten Bundesliga ab. Selbst im überaus unwahrscheinlichen Fall eines Sieges gegen Pfuhl würden die Gerätepunkte gegen die Ulmer sprechen.

Dabei schien eigentlich alles angerichtet für diesen Matchball im Kampf um den Klassenerhalt. Die Ulmer hatten zuletzt stark ansteigende Form gezeigt, die Gäste ziehen sich nach dieser Saison ohnehin freiwillig aus der Liga zurück und am Kuhberg mussten sie zudem auf Tibor Mellert verzichten. Doch die Gäste machten wenig Fehler und die Ulmer ziemlich viele. Das begann schon am Boden, als Stefan Häberle auf dem Hosenboden landete. Dennis Fritz und Nils Greber patzten an den Ringen.

Der SSV Ulm 1846 verabschiedet sich also aus der zweiten Bundesliga und Daniel Radeanu verabschiedet sich nach dem letzten Wettkampf aus Ulm. Der Rumäne wird sich künftig auf seine Arbeit als Trainer in Straßburg konzentrieren.

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