1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Lokalsport
  4. Die Bayern sind von Ratiopharm Ulm nicht zu halten

Basketball-Bundesliga

26.11.2019

Die Bayern sind von Ratiopharm Ulm nicht zu halten

Per Günther versucht hier Maodo Lo auf unkonventionelle Art und Weise zu stoppen. Das funktionierte natürlich nicht und auch insgesamt war Bayern München von den Ulmern nicht zu halten.
Bild: imago-images/Philippe Ruiz

Das Ulmer Schicksal gegen die beste deutsche Mannschaft ist bereits zur Halbzeit besiegelt – weil nur ein Spieler wirklich dagegen hält

Kontrastprogramm für Ratiopharm Ulm innerhalb von etwas mehr als 53 Stunden: Erst gegen die wahrscheinlich schlechteste Mannschaft der Basketball-Bundesliga, dann gegen die beste. So unterschiedlich wie die Gegner waren erwartungsgemäß die Ergebnisse: Auf den 102:69-Kantersieg am Sonntag gegen die Hamburger Towers folgte am Dienstag eine klare 69:83-Niederlage beim deutschen Meister Bayern München. Gegen die wehrte sich mit Zoran Dragic nur ein einziger Ulmer Spieler.

Ganz zu Beginn führten die Ulmer nach zwei Dunkings von Derek Willis ein einziges Mal (6:4), aber auch in der Folge waren sie zunächst noch gut im Spiel und erlaubten den Bayern zum Ende des ersten Viertels nur einen knappen 20:17-Vorsprung. Aber irgendwie war klar, dass der deutsche Meister zulegen kann und das tat er gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Bei den Ulmern gingen sechs Würfe nacheinander daneben, die Bayern bedankten sich mit einem 11:0-Lauf zum 31:17 innerhalb von etwas mehr als drei Minuten und Gästetrainer Jaka Lakovic nahm seine zweite Auszeit in der ersten Halbzeit. Danach ging es denkbar schlecht weiter für seine Mannschaft: Offensivfoul Gavin Schilling, Schrittfehler Grant Jerrett und zwei weitere Punkte für die Bayern durch ein Dunking von Vladimir Lucic. Als endlich Dragic nach bereits etwas mehr als fünf Minuten von der Dreierlinie den ersten Ulmer Feldkorb in diesem Viertel erzielte, da war schon zu befürchten, dass die Bayern sich eine zweistellige Führung im heimischen Audi-Dome von einer Mannschaft wie Ulm nicht mehr würden nehmen lassen.

Mehrere Spieler von Ratiopharm Ulm treffen in Halbzeit eins gar nichts

Der 47:35-Vorsprung des deutschen Meisters zur großen Pause war aus Sicht der Gäste natürlich keine Katastrophe, aber er hätte knapper ausfallen können. Doch vorne hatten bis dahin etwa Isaiah Briscoe, Kilian Hayes und Andreas Obst noch gar nichts getroffen, die ganze Mannschaft hatte wenige Würfe bekommen und genommen. So etwas wie der Alleinunterhalter in der Offensive war in Halbzeit eins Dragic mit seinen 15 Punkten. Der Pausen-Appell des Slowenen an seine Mannschaftskollegen: „Alles muss besser werden.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch interessant: So lief das Spiel der Spatzen gegen Offenbach

Wurde es aber nicht. Dragic selbst kassierte zudem früh im dritten Viertel sein drittes Foul und wurde vorübergehend auf die Bank beordert, die Mannschaftskollegen brachten im Angriff weiter wenig zustande und die Bayern zogen schon in diesem dritten Spielabschnitt auf mehr als 20 Punkte weg (72:50). Bei den Ulmern fehlte es inzwischen in allen Belangen: An Wille, Einsatz, Körpersprache, Ideen und wohl auch am Glauben daran, dass man gegen Bayern München irgend etwas reißen kann. Ein echtes Debakel immerhin ersparte ihnen der deutsche Meister, der das Spiel im letzten Abschnitt ein bisschen auslaufen ließ.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren