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Rennertshofen

19.05.2015

30 Jahre „Hedderle mäh!“

Seit 30 Jahren halten sie der Fidelitas die Treue und waren auch Gründungsmitglieder: Juliane Gebert, Geni Polleichtner, Sandra Karmann, Präsidentin Tanja Gebert (vorne von links) sowie Helmut Färber, Oskar Heimhilger, Ernst Gebert, Werner Kögler, Nikolaus Hager, Raimund Burkhard, Albert Ziller und Vizepräsident Klaus Hager (hinten v.l.).
Bild: Michael Geyer

Fidelitas ’85 aus Rennertshofen blickt auf drei Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück

Die Wirtshausmisere in Rennertshofen – zurzeit steht in der Marktgemeinde kein Saal für eine Veranstaltung mit mehr als 100 Besuchern zur Verfügung – zwang die Fidelitas dazu, ins benachbarte Bertoldsheim auszuweichen und in der Schlossgaststätte, dem Stammlokal der lokalen Faschingsgesellschaft „Bernza“, ihren 30. Geburtstag zu feiern.

„Kein Problem, wir verstehen uns“, meinte Fidelitas-Präsidentin Tanja Gebert dazu und fügt lachend hinzu. „Im Fasching hätten wir uns das nicht getraut.“ Die Geburtstagsfeier diene vor allem dazu, sich gemütlich zusammenzusetzen, miteinander zu essen und zu trinken, zu ratschen und alte Zeiten aufleben zu lassen. Denn wenn sich die Fidelitas sonst trifft, wäre damit immer Arbeit verbunden. Die rund 100 Vereinsmitglieder genossen den Abend unter entspannten Vorzeichen und durften zuerst von Bürgermeister Georg Hirschbeck ein großes Lob für ihre Arbeit, die von Fantasie und Begeisterungsfähigkeit getragen ist, entgegennehmen: „Drei Jahrzehnte voller Lebenslust, Freude am Tanzen und guter Laune im Fasching. Eine Saison schöner als die andere, die Fidelitas ist immer für Überraschungen gut. Ohne sie wäre das Leben in unserer Marktgemeinde ärmer. Wir sind stolz auf euch!“

Danach war ein Rückblick auf drei Jahrzehnte angesagt, den Christian Gebert mit einer ebenso professionell aufbereiteten wie ausführlichen Powerpoint-Präsentation vorbereitet hatte, witzig kommentiert von der Präsidentin und ihrem Stellvertreter Klaus Hager. Da war zu erfahren, dass eigentlich der Wanderverein und der Bayern-Fanclub den Anstoß zu Gründung der Fidelitas gegeben hatten, denn sie hatten bereits 1982 einen Faschingsumzug organisiert. Am 13. Mai 1985 hoben dann 37 Gründungsmitglieder den Verein aus der Taufe. Mit dabei war auch die gerade mal ein gutes Jahr alte Sandra Maillinger, die mit ihrem Onkel Manfred zur Versammlung mitgenommen wurde. Er ließ die Nichte als jüngstes Mitglied aufnehmen. Sie war nun als Sandra Karmann ebenso bei der Feier anwesend wie zahlreiche ehemalige Prinzenpaare, darunter Ulrike und Stefan Polleichtner, die als erstes Fidelitas-Prinzenpaar anno 1986 frisch verheiratet im „Dirnbräu“ ihren Prinzenwalzer „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ getanzt hatten. Seit damals engagieren sie sich für den Tanzsportverein.

Überhaupt sind Vereinstreue und langjähriges Engagement ein besonderes Markenzeichen der Fidelitas. Seit zwei Jahren ist die jetzige Vereinschefin Tanja Gebert im Amt, vorher waren gerade mal drei Präsidenten notwendig, um das Vereinsschiff durch 30 Jahre gesellschaftlicher Höhepunkte zu steuern. Zu den obligatorischen Krönungsbällen und Faschingsumzügen kamen nach und nach noch Weinfeste, Sommertanzveranstaltungen, Prunksitzungen, Showtanzabende und Kindergardetreffen dazu – was immer mehr Arbeit bedeutete, die nur dank der Tatkraft vieler Mitglieder zu bewältigen war. Auch bei Meisterschaften war die Fidelitas erfolgreich, so etwa 1991 mit Platz 2 bei der Bayerischen und jeweils einem 1. Platz bei der Deutschen und Europäischen Meisterschaft. Nur einmal fiel der Fasching aus: 1988 fand sich kein Prinzenpaar, deshalb wurde auch keine Garde auf die Beine gestellt. Zum Schluss des Rückblicks ehrte Präsidentin Gebert die Mitglieder ab 25 Jahren Vereinszugehörigkeit mit dem neuen „Silbernen Hedderle-Orden“. Den „Silbernen Hedderle-Orden mit Diamanten“ gab es für die drei ehemaligen Präsidenten Werner Kögler, Ingo Buchmann und Ulrike Polleichtner sowie Manfred Mergel und Katrin Funk, die seit über 15 Jahren Mitglied im Vorstand sind.

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