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Veteranen

30.01.2020

Aktivposten im Dorf und Mahner für den Frieden

Etliche Kameraden nahmen in Bertoldsheim ihre Auszeichnung persönlich in Empfang (sitzend von links): Anton Schmidt, Martin Schmidt, Konrad Ferber und Egon Meir sowie (stehend v.l. 2. Vorsitzender Franz Stiglauer, Bürgermeister Georg Hirschbeck, Luitpold Hofmann, Ludwig Schiele, Rudolf Hofmann, Norbert Schiele, Wolfgang Reiner und 1. Vorsitzender Leo Schiller.
Bild: Michael Geyer

Der Soldaten- und Kameradschaftsverein Bertoldsheim-Erlbach denkt heute schon an das Jubiläum 2025

38 Mitglieder, darunter Bürgermeister Georg Hirschbeck und die Ehrenmitglieder Georg Denzel und Martin Schmidt, begrüßte Vorsitzender Leo Schiller zur Jahresversammlung des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Bertoldsheim-Erlbach in der Schlossgaststätte. Der Verein hält sich entgegen dem üblichen Trend tapfer, konnte sogar seine Mitgliederzahl durch vier Neuzugänge auf derzeit 130 vergrößern.

Schiller erinnerte im Totengedenken an die im Vorjahr verstorbenen Kameraden Wilhelm Hiermaier sen. und Michael Schiller sen., die der Verein mit einer Ehrenabordnung auf ihrem letzten Weg begleitet hatte. Weitere Pflichttermine mit stattlichen Fahnenabordnungen waren für den Verein die Maiandacht an der Antoniuskapelle, die Prozession an Fronleichnam und die Ehrenwache am Volkstrauertag, zu der 14 Kameraden ausrückten. Bei der 40-Jahr-Feier der Marktkapelle Rennertshofen beteiligte man sich mit einer Fahnenabordnung. Zusammen mit dem Gartenbauverein wurde das Umfeld beim Kriegerdenkmal gepflegt und mit Blumenschmuck verschönert. Elf Kameraden durften sich über Glückwünsche zu runden Geburtstagen freuen. Die Vorstandsmitglieder waren auch beim Dankempfang für die Kriegsgräbersammlung in Neuburg dabei, bei der Jahresversammlung des Kreis- und Bezirksverbandes in Klingsmoos und bei der Ausstellung „Europa – der Krieg und ich – 100 Jahre Volksbund“ im Landratsamt dabei. 13 Kameraden aus Bertoldsheim und Erlbach beteiligten sich an der Soldatenwallfahrt nach Maria im Elend. Auch am Ortsturnier im Stockschießen, das der SVB wieder durchgeführt hatte, beteiligten sich die Veteranen. Heuer toppten sie mit 16:0 Punkten alles und durften sich über den Siegerpokal freuen. Für ein gutes Ergebnis von 724 Euro bei der alljährlichen Haussammlung für die Kriegsgräberfürsorge sorgten Wenzel Jungwirth, Hermann Lang, Franz Stiglauer mit Tochter Beate, Leo Schiller sowie Heinrich und Wilhelmine Schlamp.

Bürgermeister Georg Hirschbeck bedankte sich für die stete Präsenz des Vereins im Ortsgeschehen und für den Einsatz seiner Mitglieder. Der Verein sei ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. Darüber hinaus vermittle er den jüngeren Menschen das Bewusstsein für die Sinnlosigkeit, Brutalität und Unmenschlichkeit von kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Versammlung beschäftigte sich auch mit der Größenordnung des 100-jährigen Gründungsjubiläums, das im Jahre 2025 ansteht. Die Tendenz geht zu einer Feier im Rahmen der Marktgemeinde. Ein Mitglied regte an, die Bertoldsheimer Kirche zum Gedenken der Verstorbenen, Vermissten und Gefallenen, aber auch zur Hervorhebung als Wahrzeichen des Dorfes, in den Abendstunden anzustrahlen, wie es in vielen anderen Gemeinden geschehe. Rathauchchef Hirschbeck versprach, dieses Thema weiter zu verfolgen.

Auch Ehrungen für treue Mitglieder gab es: Die Ehrennadel in Silber für zehn Jahre Vereinstreue erhielt Wolfgang Reiner. Die Ehrennadel in Gold für 20 Jahre Mitgliedschaft ging an Karl-Heinz Kieninger, das Ehrenkreuz in Bronze für 30-jährige Mitgliedschaft wurde an Ludwig Schiele, Norbert Schiele und Anton Schmidt verliehen. 40 Jahre sind dabei: Roland Brandl, Harald Dürl, Franz Heckel, Luitpold Hofmann, Rudolf Hofmann, Johann Huber, Josef Kugler, Wilhelm Lindner, Egon Meir und Walfried Wagner. Sie erhielten das Ehrenkreuz in Silber. 50 Jahre schließlich sind Konrad Ferber, Karl Klauser und Konrad Roßkopf Mitglied. Sie wurden mit dem Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet.

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