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Bauausschuss

15.04.2015

Beliebte Themen: Brücke und Parkraum

Die heutige Sitzung fordert von allen Beteiligten viel Kondition. Denn Fuß- und Radwegbrücke sowie ein Parkdeck am Hallenbad sind nur zwei von 19 Tagesordnungspunkten

Es ist schon Ausdauer gefragt, wenn sich die Stadträte zu ihrer heutigen Sitzung des Bauausschusses treffen. Nicht weniger als 19 Punkte umfasst die Tagesordnung allein im öffentlichen Teil. Darunter einige Themen, die locker dafür taugen, die Sitzung deutlich in die Länge zu ziehen.

Interessant geht es um 16 Uhr schon los. Ein Automobilzulieferer stellt einen Bauantrag für den Neubau einer Produktionshalle. Wer weiß, dass einem Zulieferer (Faurecia) ein Audi-Auftrag abhanden gekommen ist, kann sich ausmalen, dass der andere (Magma), der ihn erhalten hat, dafür neue Kapazitäten benötigt. Bei Punkt zwei geht es auch um das endgültige Ende einer langen Wirtshaustradition. Wo einst in das Gasthaus „Zum Streidl“ in der Blumenstraße eingekehrt wurde, soll ein Mehrfamilienwohnhaus mit Tiefgarage errichtet werden. Die weitere Tagesordnung bis Punkt acht erscheint unspektakulär, doch dann geht’s um ein in Neuburg überaus beliebtes Thema: eine Brücke.

Nachdem in einem Bürgerentscheid im Mai vergangenen Jahres der große Brückenschlag von der Grünauer Straße hinüber nach Joshofen knapp gescheitert war, geht es nun wieder um die kleinere Lösung: eine Fuß- und Radwegbrücke, über die im Notfall auch Rettungsfahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren können. Das hört sich bekannt an? Ist es auch. Schon 2006 wurde die Idee immer wieder hin und her diskutiert, bis es dann Mitte 2009 zum vorläufigen Showdown kam. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, der sich mit der CSU für eine Brücke von Höhe der Schilchermühle hinüber zum Brandl stark machte, musste eine Niederlage einstecken. Vor allem die Freien Wähler mit der SPD an ihrer Seite verhinderten das Projekt. Nach einer Unterschriftensammlung (3206 Menschen sprachen sich gegen die rund 3,3 Millionen Euro teure Fußgängerbrücke aus) verhinderte ein Kompromiss ein Bürgerbegehren. OB Gmehling einigte sich mit Freien Wählern und SPD unter anderem darauf, für jede weitere Brücke, die gebaut werden soll, – egal ob Fußgängerbrücke oder eine für den Gesamtverkehr – künftig durch ein Ratsbegehren die letztlich entscheidende Meinung der Bürger einzuholen. Heute nun werden erneut Machbarkeitsstudien für eine Fuß- und Radwegbrücke vorgestellt. Standortvarianten sind vom Brandlbad zum Mühlenweg und von Ruderclub zur Leopoldineninsel und weiter zur Schlösslwiese.

Direkt nach dieser Diskussion könnten im gleich folgenden Tagesordnungspunkt (Straßenbau Blumenstraße) durchaus Meinungsäußerungen zur Haltung der Regierung von Oberbayern folgen, ehe bis Punkt 18 eher unproblematische Themen anstehen.

Kurz vor Schluss wird dann noch einmal die ganze Aufmerksamkeit der Stadträte verlangt. Dann nämlich geht es um ein interessantes Projekt: ein Parkdeck auf dem Hallenbadparkplatz, ähnlich dem zwischen Landratsamt und Krankenhaus. Anstelle der bislang 87 Stellplätze würden auf den drei Ebenen jeweils 62 Stellplätze entstehen. Heute geht es zunächst nur darum, Geld zur Verfügung zu stellen, um zu prüfen, ob das Parkdeck überhaupt an dieser Stelle gebaut werden kann.

Die Öffentlichkeit hat die Sitzung dann fast überstanden – außer der letzte Punkt „Berichterstattungen und Anfragen“ birgt noch Überraschungen. Wie lange das Treffen danach noch für die Mandatsträger dauern wird, wird wohl auch von deren Kondition abhängen.

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