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14.07.2010

Bilanz überzeugt auch die letzten Zweifler der Fusion

Geschäftsführer Edwin Hofstetter, Aufsichtsratsvorsitzender Franz Bürle und Geschäftsführer Leonhard Sedlmair dankten Richard Schoder und Heinrich Kurz für ihr langjähriges Engagement im Aufsichtsrat.

Ehekirchen Im Festsaal des Gasthauses Daferner in Schönesberg fand die zweite Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Ehekirchen-Oberhausen nach der Fusion statt. Aufsichtsratsvorsitzender Franz Bürle konnte 170 Mitglieder begrüßen, die sich über das Geschäftsgebaren ihrer Hausbank informieren wollten. Ein paar Tage vorher waren bei der Generalversammlung in der Oberhausener Turnhalle weit weniger Mitglieder als in früheren Jahren anwesend gewesen, dabei hätten sich mit der Offenlegung der Bilanzen letzte Zweifler überzeugen können, wie positiv sich doch die Fusion auf die Zahlenlage ausgewirkt hat.

Für das Jahr 2009 hat die Bank immerhin 104 000 Euro in die Oberhausener Gemeindekasse gespült, ein Betrag, der vor der Fusion nie erreicht wurde. Gründe für die positive Entwicklung der Landbank gibt es genügend, Hauptursache könnte die solide Geschäftspolitik der Raiffeisenbanken im Allgemeinen gewesen sein, die auf ein gutes Eigenkapitalfundament und risikoarme Finanzaktionen baut. Die Bilanzsumme konnte die Ehekirchener Bank noch einmal um acht Prozent auf 178 Millionen Euro erhöhen. 8,51 Prozent der Bilanzsumme ist Eigenkapital, damit liegt die Bank über dem Verbandsdurchschnitt von 6,47 Prozent.

"Diese gute Quote", erläuterte Geschäftsführer Lenhard Sedlmair in seinem Bericht, hängt damit zusammen, dass die nunmehr 3680 Mitglieder ein Geschäftsguthaben von 2,6 Millionen Euro angelegt haben. Für dieses Geld bekommen die Anteilseigener in diesem Jahr fünf Prozent Dividende. Zwei Drittel des 2009 erzielten Reingewinns von 406 000 Euro werden den Rücklagen zugeführt. Wirtschaftskrise und Großbankenprobleme haben sich auf die Geschäfte der Raiffeisenbank Ehekirchen-Oberhausen e.G. nur am Rande ausgewirkt.

Kostenintensiver Bürokratismus

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Dass die Zinsspanne immer enger wird, damit haben andere Banken auch zu kämpfen. Geschäftsführer Edwin Hofsteller kritisierte, dass die staatlich unterstützten Großbanken "Geld in den Markt drückten wie nie zuvor, zum Teil mit einem Zinssatz von weniger als einem Prozent". Andere hätten das Geld für sich in Anspruch genommen, anstatt es zu guten Konditionen an Unternehmen weiter zu geben. Er verwehrte sich dagegen, mit den Großbanken "über einen Kamm geschoren zu werden" und beklagte mehr kostenintensiven Bürokratismus als Folge des durch die Finanzkrise geschürten Misstrauens. Mit der neuen "Verbraucherkreditrichtlinie" sollen Kunden vor unseriösen Lockvogelangeboten geschützt werden, doch der damit verbundene Mehraufwand mache den kleinen Banken schwer zu schaffen.

Insgesamt könne man aber zufrieden sein, darüber zeigten sich Geschäftsführer, Aufsichtsrat und auch der überregionale Prüfungsverband einig. Die Raiffeisenbank Ehekirchen-Oberhausen e.G. fahre mit ihren 50 Mitarbeitern in bewegtem Fahrwasser, das sich "hoffentlich bald wieder beruhigt", so Hofstetter. "Die Leuchttürme Verlässlichkeit, Fairness, Transparenz, Solidarität und Sicherheit" zeigen die Richtung an, in die es gehen soll. Mehr Rückendeckung vonseiten der Politik würde man sich aber schon wünschen.

Schon in der Oberhausener Versammlung wurde beschlossen, den Aufsichtsrat der Bank von sieben auf fünf Mitgliedern zu verkleinern. Richard Schoder verlässt das Gremium altersbedingt nach neun Jahren, Heinrich Kurz nach 18 Jahren. Franz Bürle dankte den beiden Ausgeschiedenen für ihr Engagement und ehrte sie mit einer Zinnschale. Zu Ehren kamen in Ehekirchen auch 50 Mitglieder, die der Bank schon seit 40 bzw. seit 50 Jahren die Treue halten. Sie freuten sich über eine Urkunde und einen neuen Geldbeutel.

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