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Rohrenfels

19.07.2019

Bürgermeister-Kandidat für Rohrenfels gesucht

Der Rohrenfelser Bürgermeister Wigbert Kramer an seinem Arbeitsplatz in der Gemeindeverwaltung. Ein Nachfolger für den 69-Jährigen wird händeringend gesucht.
Bild: Norbert Eibel

Es findet sich kein Nachfolger für Amtsinhaber Wigbert Kramer, der 2020 nicht mehr antreten wird. Die Entscheidung über Haupt- oder Ehrenamt wurde dennoch vertagt.

Wer wird der nächste Bürgermeister von Rohrenfels? Diese Frage trieb am Donnerstag den Gemeinderat um, denn der Job in der 1500-Einwohner-Gemeinde ist nicht gerade heiß begehrt. Das liegt natürlich nicht an Rohrenfels selbst, sondern am Amt, das ehrenamtlich ausgeübt wird. Es werde immer schwieriger, Beruf und Bürgermeistertätigkeit zu verbinden, betonte Amtsinhaber Wigbert Kramer. Wie berichtet, wird er bei der Kommunalwahl im März 2020 nicht antreten. Mit 69 Jahren möchte er sich eine weitere Legislatur nicht mehr antun. Die Lösung wäre ein hauptamtlicher Bürgermeister. Doch im Gemeinderat gab es keinen Konsens darüber. Ein Beschluss wurde auf die nächste Sitzung nach der Sommerpause vertagt.

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Die Bayerische Gemeindeordnung regelt den Sachverhalt wie folgt: In Kommunen bis 5000 Einwohner ist der Bürgermeister Ehrenbeamter, wenn nicht der Gemeinderat spätestens am 90. Tag vor der Wahl beschließt, dass der Rathauschef ein Beamter auf Zeit sein soll.

Entscheidung um Bürgermeister-Einstufung soll im September fallen

Man könne also noch bis September warten, meinte Helmut Hartmann. „Wenn ein Interessent aufsteht, soll er entscheiden, welche Lösung für ihn besser ist.“ Matthias Artner hofft darauf, „dass sich ein anderer Pool an Interessenten auftut“, wenn man einen hauptamtlichen Bürgermeister hätte. „So wäre eher jemand bereit, seinen Beruf aufzugeben.“ Vorschläge aus der Runde, in der Verwaltungsgemeinschaft einen zusätzlichen Mitarbeiter einzustellen, um den Ehrenbeamten zu entlasten, erteilte Kramer eine Absage. „Du kannst einen Mitarbeiter nicht dauernd zu repräsentativen Veranstaltungen vergattern. Und außerdem hat er keine Entscheidungsgewalt...“ Sein Stellvertreter Michael Pallmann hielt es ebenfalls für besser, vor einer Entscheidung „noch mal drüber zu schlafen. Es brennt noch nicht.“

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Kindergarten Mit einer Gegenstimme wurde die Anpassung des Bebauungsplanes „Am Büchl“ in Rohrenfels verabschiedet, damit für drei Millionen Euro der Kindergarten umgebaut und erweitert werden kann. Der Eingabeplan sei fertig, erläuterte der für Bauangelegenheiten zuständige VG-Mitarbeiter Stefan Gößl. Ein Freistellungsverfahren sei nicht möglich, weil es sich um einen Sonderbau handele, der dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden muss. Im neuen Anbau werden zwei Krippengruppen und die Mittagsbetreuung untergebracht.

Mobilfunk Um die Netzabdeckung zu verbessern, möchte die Telekom auf Gemeindegebiet eigenwirtschaftlich einen Funkmast aufstellen. Mit dem vom Unternehmen favorisierten Standort am Ortseingang von Wagenhofen kann sich der Gemeinderat nicht anfreunden. Deshalb beschloss man, dem Unternehmen eine Alternative auf kommunalem Grund südlich von Ergertshausen vorzuschlagen, wo auch andere Anbieter bauen könnten. Die Firma Vodafone kam im Rahmen der Mobilfunkförderung auf die Kommune zu. Nach den Förderrichtlinien muss die Gemeinde mindesten 20 Prozent der Kosten tragen.

Tankstelle Wagenhofen bekommt eine Tankstelle. Mit einer Gegenstimme genehmigte das Gremium einen entsprechenden Antrag. Bis zur Eröffnung wird es aber noch eine Weile dauern. Das Straßenbauamt Ingolstadt fordert nämlich eine Linksabbiegespur auf der Staatsstraße von Rohrenfels kommend.

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