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Neuburg

31.03.2019

DSDS: Neuburgerin gibt einen Einblick hinter die Kulissen

Katharina Raab mit ihrem Sohn, der ein echtes DSDS-Kind ist: Ihren Partner und Vater des gemeinsamen Sohnes lernte Katharina Raab bei ihrer ersten Bewerbung 2010 kennen. Nun hat sie erneut versucht, Superstar zu werden.
Bild: Katharina Raab

Am Wochenende starten die Live-Shows bei DSDS. Die gebürtige Neuburgerin Katharina Raab war in der aktuellen Staffel dabei. Sie gibt uns einen Einblick hinter die Kulissen der Show und verrät, wie es bei ihr jetzt weiter geht.

Bereits mit 16 Jahren bewarb sich Katharina Raab in der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Aus Nervosität brachte die damals 16-Jährige kein Wort heraus – ganz zu schweigen von einem Lied. „Das hatte auch damit zu tun, dass ich vor dem Casting meinen Freund kennengelernt hatte“, erzählt sie. Heute, fast zehn Jahre später, hat das Paar einen zweijährigen Sohn. „DSDS bedeutet für mich also weit mehr als nur Musik“, schwärmt die gebürtige Neuburgerin über die Show. Besonders jetzt, nach der Schwangerschaft, wollte sie sich beweisen und mehr als nur Mama sein. Sie tat etwas für sich selbst und bewarb sich ein zweites Mal.

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Beide Male erfuhr sie, wie es hinter den Kulissen der RTL-Show vonstattengeht. Einiges von dem, was sie erlebte, kannte sie schon – so wie den Interviewmarathon, den die Kandidaten vor dem Auftritt durchlaufen müssen. Und auch bevor die Kandidaten vor die Fernsehjury treten dürfen, müssen sie einen wahren Marathon bestehen. Die erste Station auf dem Weg dorthin war früher noch ein Casting in einem Hotel, mittlerweile geht es dazu in einen mobilen Truck. Nach dem Truck-Casting wurde Raab, die mittlerweile in Weilheim lebt, in ein Strandhotel in Lochau am Bodensee eingeladen und konnte überzeugen. Ihre nächste Station war ein Vor-Casting in Köln.

Raab hat sich gut mit der Jury verstanden

„Das hat mir unglaublichen Spaß gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich mich schon für spätere Einspieler während der Sendung gefilmt, wie mit RTL abgesprochen“, erzählt sie. „Das Casting lief wirklich gut, da ich mich gut mit der Jury verstanden habe. Davor ist mir das Herz in die Hose gerutscht, doch ich hatte so einen schönen Moment.“ Wohlgemerkt: von Dieter Bohlen und den anderen Star-Juroren war dort noch keine Spur, zunächst müssen die Kandidaten an einer Jury aus Redakteuren vorbei. „Die schauen schon, ob man zur Show passt oder nicht“, sagt Raab. Während der Wartezeiten nahmen die Kandidaten Videos für die Instagram-Story der Sendung auf und wurden nochmals interviewt. „Je mehr ich von mir aus erzählt habe, desto weniger wurde nachgehakt. Es ist also besser, offen anstatt schüchtern zu sein“, sagt sie. „Die versuchen einfach, etwas über die Persönlichkeit herauszufinden. Ihr Ziel ist die bestmögliche Unterhaltung des Zuschauers.“

DSDS: Neuburgerin gibt einen Einblick hinter die Kulissen

Der im Fernsehen ausgestrahlte Beitrag wurde letztlich am Bodensee gedreht. Laut eigenen Angaben verbrachte Raab ganze zehn Minuten unter den strengen Blicken Dieter Bohlens und seiner Jurykollegen Oana Nechitis, Xavier Naidoo und Pietro Lombardi. „Ich empfand mich als höflich und gepflegt, doch die Jury kritisierte mich schon sehr stark.“ Dieter Bohlen monierte die ausführliche Erzählung der DSDS-Liebesgeschichte mit ihrem Freund. „Das habe ich in dieser Ausführlichkeit gemacht, da die Redaktion meine besondere DSDS-Geschichte noch mal neu aufziehen wollte.“ Auch ihre musikalischen Fähigkeiten reichten hier nicht mehr aus, um zu überzeugen. Bohlen etwa bemängelte ihre „so kleine Stimme“.

Es ist Fernsehen und nicht die Realität

„Mein Auftritt war nicht gut, das stimmt“, räumt sie ein, „aber als mein Lied gespielt wurde, hatte ich das Gefühl, es wäre viel zu leise und war irritiert.“ So hat sie sich nach dem Auftritt Sorgen gemacht. „Ehrlich gesagt dachte ich, dass von meinem Vortrag noch viel Schlimmeres gezeigt werden würde und ich sogar im falschen Licht dargestellt werden würde.“ Aber: „Manche Szenen aus der Vorschau habe ich auch ganz anders in Erinnerung. Es ist eben Fernsehen und nicht die Realität.“

Gesangsunterricht nimmt Katharina Raab bereits seit ihrem zehnten Lebensjahr. Während ihre ehemalige Gesangslehrerin sie damals als talentlos bezeichnete, wird Katharina Raab heute von ihr gelobt. „Genauso wie ich mir von ihr nichts sagen ließ, lasse ich mir auch von Bohlen nichts sagen“, behauptet sie stolz.

Doch wie geht man mit solch einer strengen Kritik vor einem Millionenpublikum um? „Nicht jeder kann verstehen, dass ich da im Nachhinein so drüber stehen kann. Der Auftritt bei DSDS war aber nur ein Moment in meinem Leben, der mein wahres Ich nicht zeigen kann“, sagt Raab. „Ich habe Posts gelesen, die meinem Freund und mir vorwarfen, wir würden die Lombardis nachmachen. Aber das ist totaler Schwachsinn.“

Mit gesundem Selbstbewusstsein auftreten

Nervösen Kandidaten gibt sie den Tipp, sich selbst treu zu bleiben. „Geht man positiv und mit gesundem Selbstbewusstsein in eine Sache rein, dann wird es auch was.“ Stärke und Persönlichkeit will die Musikerin auch weiterhin beweisen. Sie denkt weiter an die Zukunft und blickt nach vorne. „Ich sehe das nicht als Niederlage, sondern als Sprungbrett meiner Karriere. Immerhin kennen mich nun schon mehrere Millionen Zuschauer. Ich denke mir nun: Ich kann mich nicht mehr blamieren, jetzt erst Recht!“ Aktuell arbeitet sie nämlich an einem großen Projekt: Sie möchte ein selbstkomponiertes Stück, eine Art persönliche Liebeserklärung an die Musik, professionell aufnehmen lassen. Gerade sucht sie noch Streicher und andere Orchestermusiker. Vielleicht wird sie ihre Fernseherfahrung nutzen, um auch dieses Lied einmal in einer Sendung aufführen zu können. Mit einem solchem Gedanken, verrät sie uns, spielt sie schon länger. „Man muss sehen, was die Zukunft bringt“, lächelt sie vielversprechend.

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