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Burgheim-Illdorf

23.07.2019

Der FC Illdorf ist ein Vorzeigeverein

Zu Ehren der toten Mitglieder legten der Ehrenvorsitzende Lorenz Meier (links) und Vorstandsmitglied Christian Meier einen Kranz nieder.
Bild: Peter Maier

Neben dem Platz wurde beim FC Illdorf das 60. Gründungsfest beim Gottesdienst und im Sportheim gebührend gefeiert.

Gerade rechtzeitig hatten sich die Regenwolken über Illdorf verzogen, als Burgheims Pfarrer, Dekan Werner Dippel, und Kaplan Jith Joy Pallivathukkal die Festmesse zum 60. Gründungsjubiläum des FC Illdorf einläuteten. Der Altar war auf der Veranda des Sportheimes aufgebaut, daneben stand der Chor „Cantabile“ und darunter die Fahnenabordnungen des FC Illdorf, der Freiwilligen Feuerwehr, des Soldaten- und Kameradenvereins und der Landjugend.

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Der Straßenkick dreier junger Fußballer war Teil des Gottesdienstes. Sie schoben sich den Ball zu, um Teamwork und Rücksichtnahme zu demonstrieren. In seiner Predigt griff Dekan Dippel das Bibelgleichnis von Martha und Maria auf. Bei einem Fest gebe es oft zwei Gruppen. Eine sitze am Tisch und rede über Krankheiten, die andere stehe in der Küche und spüle ab. Zum Leben gehörten beide, die Schaffenden und die Zuhörenden. Im Verein gebe es die, die anpacken, mithelfen, gestalten und aufräumen. Andere wiederum hörten zu, achteten aufeinander, pflegten Fairness im Sport und nähmen Rücksicht auf die Bedürfnisse schwacher, kleiner und alter Menschen. Man dürfe gewinnen, könne aber auch verlieren, so Pfarrer Dippel. Das Tor für Christus solle immer offen sein und kein Torhüter davorstehen. Es müsse Ausgewogenheit wie im Bibelwort zu Martha und Maria herrschen. Zum Ende des Gottesdienstes ehrten Ehrenvorsitzender Lorenz Meier und Vorstandsmitglied Christian Meier die verstorbenen Mitglieder, indem sie einen Kranz vor dem Sportheim niederlegten.

Der FC Illdorf bietet attraktive Spielstätten und hat einen Mitgliederzuwachs

Zu Beginn des weltlichen Teils der Feier griff Vorsitzender Bernd Reißner das Bibelstichwort auf und führte ein Zitat von Schirmherr Franz Freiherr Groß von Trockau an: In Illdorf gebe es neben den Uli- Hoeneß-Typen auch „Marthas“, womit die brasilianische Nationalspielerin und mehrfache Weltfußballerin gemeint war. Landratsstellvertreterin Sabine Schneider verglich das FCI-Jubiläum mit einer Diamantenen Hochzeit. Der Edelstein stehe für Stabilität. Diese Attribute zeichneten auch den FC Illdorf aus. Der Verein biete attraktive Spielstätten, habe Mitgliederzuwachs, sodass die Anzahl die Einwohner Illdorfs übersteige.

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Durch die 60-jährige Geschichte des FCI führte eine Bilderausstellung. Landratsstellvertreterin Sabine Schneider und Kreis- und Gemeinderat Hans Dußmann schauten sie sich genauer an.
Bild: Peter Maier

Burgheims Bürgermeister Michael Böhm griff das Jubiläum auf und stellte es in einen geschichtlichen Kontext. Geburtstage feiern sei eine Idee des modernen Menschen. Die Römer feierten keine Individuen, sondern Gottheiten. Die Kirche feiere eher die Namenstage. Geburtstage markierten ein Menschenleben und dass es endlich sei. Der FC Illdorf stehe für ein Gemeinwesen und Miteinander über Geburtstage hinaus.

BLSV-Kreisvorsitzender Stefan Kumpf, der mit seinem Vorgänger Fritz Goschenhofer nach Illdorf gekommen war, regte an, die Gründungsmitglieder zu befragen, warum sie den Verein ins Leben gerufen hatten. Die Gesellschaft brauche Zusammenhalt, wie es sie im Sport gebe. Sportvereine haben deshalb Zukunft. Erfreulicherweise habe der Freistaat die Mittel, die der BLSV verteile, weiter aufgestockt. Nicht zuletzt deshalb sprach Stefan Kumpf eine Ermunterung aus, die Illdorfs neuer Ehrenvorsitzender Lorenz Meier besonders gerne hörte: „Ihr könnt weiterbauen!“

Wie in Illdorf bereits gebaut wurde, zeigt eine Bilderausstellung im Gymnastikraum des Sportheimes. Neben Beton und Ziegelsteinen ist dort vor allem die Sporthistorie umfangreich dokumentiert. (pm)

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