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Stadtpolitik

17.02.2015

Der Spaßfaktor passt

Marcel Aigner, Achim Werner und Jörg Schlagbauer (von links) gestern bei der SPD. Neben Werners Fischsuppe wurden aktuelle Themen serviert.
Bild: Harald Jung

In zwei Jahren wird die SPD-Fraktion im Ingolstädter Rathaus einen neuen Vorsitzenden wählen. Amtsinhaber Achim Werner wollte dann abtreten. Eigentlich

Nach seinem unfreiwilligen Abgang aus der Landespolitik mangels Wählerstimmen schien Achim Werner zunächst einen kleinen persönlichen Durchhänger zu haben. Rein politisch. Aber den hat er ziemlich gut weggesteckt.

Balsam auf die Wunden des bekannten Sozialpolitikers in der Region dürfte das gute Abschneiden seiner SPD bei den Stadtratswahlen gewesen sein. Zwei Sitze haben die Sozialdemokraten hinzugewonnen. Nachdem die Grünen das Angebot von CSU-OB Christian Lösel angenommen haben und den Posten des Umweltreferenten besetzen, kann die SPD für sich in Anspruch nehmen, die einzig verbliebene „echte“ Oppositionsfraktion im Ingolstädter Rathaus zu sein. Und sie sieht sich da auf einem ganz guten Weg.

In zwei Jahren wird die Fraktion nach eigener Bestimmung einen neuen Vorsitzenden wählen. Achim Werner hat zu Beginn der Legislaturperiode angekündigt, dass er die Geschäfte bis dahin noch erledigen und sich danach ins zweite oder dritte Glied zurückziehen möchte. An dieser Grundhaltung habe sich gar nichts geändert, sagte er gestern beim traditionellen Frühjahrs-Pressegespräch im SPD-Haus, bei dem Werner – ebenso traditionell – wieder eine selbst zubereitete Fischsuppe kredenzte.

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Aber im Gegensatz zu früher, als fraktionsinterne Querelen ihn vielleicht mehr beschäftigten als die Tagesarbeit hat sich etwas geändert: „So viel Spaß wie zurzeit hatte ich selten“, resümierte Werner. Das liege daran, „weil wir uns alle auf das Inhaltliche konzentrieren“. Und die jungen Mandatsträger hätten zu einer „tollen Blutauffrischung“ beigetragen. Also passe rundherum alles in der SPD-Fraktion. Trotzdem sagt Werner über sich und seinen Posten: „Wenn sich morgen einer meldet, kann er den Job auch gleich morgen noch haben.“

Einer, der sich melden könnte, saß beim Pressegespräch zu Werners Linken: Jörg Schlagbauer, Frontmann der IG Metall bei Audi und einer von den Neuen im Stadtrat. Dass er in die vorderste Linie der Fraktion möchte, wird ihm nach wie vor nachgesagt. Konkrete Aussagen dazu machte Schlagbauer gestern allerdings nicht. Also konnten die Medienvertreter nur spekulieren. Das war dann wie Kaffeesatzlesen zwischen Fisch, Muschelfleisch und Garnelen...

Schlagbauer war es aber, der eines der zentralen Themen näher erläuterte, die bei der SPD diskutiert werden: die Verkehrssituation. Fraktionsmitglied Anton Böhm hat einen visionären Plan mit mindestens einer Donauquerung im Westen und einer Verlegung der Staatsstraße bei Irgertsheim entworfen. Die Details will die SPD ansprechen, wenn demnächst im Stadtrat der neue Generalverkehrsplan vorgestellt und diskutiert wird. Für Unterbezirksvorsitzenden Marcel Aigner steht jetzt schon fest, dass es generell „zu wenig Tunnel“ gibt in der Stadt. Vielleicht auch deshalb, „weil es da an der Planungskompetenz fehlt“, schickte er eine deutliche Spitze in Richtung Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle.

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