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Rennertshofen

22.11.2018

Die neue Vorsitzende in Rennertshofen ist die Jüngste

Das neue Führungsteam des Gartenbauvereins Rennertshofen (von vorne links nach hinten l.) 2. Vorsitzende Geni Polleichtner, die neue 1. Vorsitzende Sabine Gerstner, Beisitzerinnen Gertraud Biehlolawek, Anni Schreiber, Hedwig Lix (neu), Irmgard Pahl, Kassier Hans Lenz, Kassenprüfer Heiner Müller, Alois Polleichtner, Schriftführer Ludwig Wendl (neu) und Bürgermeister Georg Hirschbeck.
Bild: Michael Geyer

Wie der Gartenbauverein seine Krise überwand. Sabine Gerstner folgt auf Wolfgang Fürmann.

Es hat sich doch noch alles zum Guten gewendet. Seit 2014 suchte der Gartenbauverein Rennertshofen eine Nachfolgelösung für Wolfgang Fürmann, der nach 24 Jahren das Amt des Vorsitzenden abgeben wollte. Die Schriftführerin Christa Eichner und drei Beisitzer schlossen sich dieser Entscheidung an. Heuer fanden im April schon einmal Neuwahlen statt, doch nur zwei Beisitzerposten konnten besetzt werden. Am Mittwochabend folgte die entscheidende Mitgliederversammlung: Hopp oder topp, wenn kein Vorsitzender gefunden worden wäre, hätte der Verein die Liquidation in Kauf nehmen müssen.

35 Mitglieder waren gekommen und hörten nach der Totenehrung, wobei besonders an den kürzlich verstorbenen Ludwig Klingenbeck erinnert wurde, letztmals den Rechenschaftsbericht von Wolfgang Fürmann. Er erinnerte an die zahlreichen Aktivitäten, die die Vereinsjahre prägten: Nicht nur die Gemeinde profitierte vom Gartenbauverein, weil seine Mitglieder sich um die Blumenrabatten und Grünflächen kümmerten, auch seinen Mitgliedern hatte der Verein mannigfaltige Aktivitäten zu bieten. Fürmann stellte auch die immer hervorragende Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde heraus.

Rennertshofen schätzt seinen Gartenbauverein

Wenn Geräte benötigt wurden, wurden die ohne große Diskussion gekauft und auf die alljährliche Finanzspritze habe sich der Verein auch verlassen können. „Dies wird auch in Zukunft so sein. Der Markt weiß, was er an seinem Gartenbauverein hat. Sein ehrenamtliches Wirken ist unbezahlbar“, versprach Bürgermeister Georg Hirschbeck und stellte in seinem Grußwort Wolfgang Fürmann als treibende Kraft des Vereins heraus. Zum Schluss seines Berichts bedankte sich der scheidende Vorsitzende mit einem Blumenstrauß bei Christa Eichner, die seit 2002 als Schriftführerin fungierte. Dankesworte gingen auch an alle Vorstandschaftsmitglieder, die ihn während der vergangenen 28 Jahre „treu begleitet und auch ausgehalten haben“ und an die „fantastischen Vereinsmitglieder“. Zweite Vorsitzende Geni Polleichtner würdigte die Leistung Fürmanns. Beim Helferfest werde er besonders geehrt, kündigte sie an.

Anhaltender Beifall bestätigte Fürmann, dass ihn auch die Mitglieder ins Herz geschlossen hatten und ihm für seine unermüdliche Schaffenskraft dankten. Aber wie es mit der Suche nach einem Nachfolger gelaufen war, hat ihn doch etwas gewurmt: „Niemand hat bei mir angerufen. Das Interesse am Verein ist inzwischen bedenklich niedrig. Warum ist das so, dass Tradition nicht fortgeführt wird?“, fragte er.

Was den alten Vorsitzenden geärgert hat

Doch als nun das Thema Neuwahlen anstand, konnte er drei Kandidaten für die nicht besetzten Ämter als Ergebnis seiner erfolgreichen Suche präsentieren. Dass für den Posten der Vorsitzenden und der Beisitzerin zwei Neumitglieder geworben werden mussten, war für ihn nichts Neues. Auch er war 1990 kein Vereinsmitglied gewesen und musste erst eintreten, ehe ihn die Versammlung wählen konnte. Unter der zügigen Leitung des Bürgermeisters war die Wahl nur Formsache und ergab fast immer einstimmige Ergebnisse. Der Verein hatte damit die Krise bewältigt. Die neue Vorsitzende Sabine Gerstner stellte sich vor: Sie ist 37 Jahre, verheiratet und hat eine neunjährige Tochter. Sie freue sich über die Ehre, den Verein führen zu dürfen und hoffe auf ebenso tolle Unterstützung wie unter ihrem Vorgänger.

Auch der Kreisverbandsvorsitzende Anton Stiglmair würdigte die Verdienste Fürmanns: Mit ihm trete einer der Großen im Kreisverband ab. Was er gesagt habe, habe Hand und Fuß gehabt. Er habe den Verein souverän und mit sehr viel Fachwissen geleitet und sich auch durchgesetzt. Kreisfachberaterin Katrin Pilz betonte, wie wichtig die Arbeit Fürmanns war. Er habe dafür gesorgt, dass das öffentliche Grün im Ort einen hohen Stellenwert hatte.

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