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Karlshuld

26.07.2020

Ehemalige Putzerei in Karlshuld soll zum Treffpunkt werden

Im Moment lagern im ehemaligen Moorversuchsgut historische Gerätschaften des Kulturhistorischen Vereins. Die müssen weichen, denn das Gebäude soll ein Treffpunkt für Bürger werden und damit Teil des neuen Karlshulder Gemeindekerns. 
Bild: Andrea Hammerl

Plus Die Gemeinde Karlshuld will das ehemalige Moorversuchsgut umbauen. Welche Ideen es bislang gibt. 

Es sind viele größere und kleinere Puzzleteile, die aktuell in Karlshuld zusammengesetzt werden. Da wäre die Sanierung der denkmalgeschützen Klosterwirtschaft, die im September dieses Jahres abgeschlossen sein wird, die Eröffnung des Cafés Altes Kloster, das im Erdgeschoss des Anbaus untergebracht ist, oder der Beschluss des Gemeinderats, im kommenden Jahr einen Maibaum im Stadtkern, nah bei der Klosterwirtschaft, aufzustellen.

Seit dieser Woche ist ein weiteres Puzzleteil im Gespräch, das sich nahtlos in die Aufwertung und Umgestaltung des Karlshulder Ortskerns einfügen soll: Das sogenannte Putzereigebäude im ehemaligen Moorversuchsgut soll zu einem zentralen Treffpunkt für alle Bürger in der Gemeinde werden. Am Donnerstagabend traf sich Bürgermeister Michael Lederer deshalb mit der Regierung von Oberbayern. „Wir wollen den Platz weiter aufwerten und loten aktuell mögliche Förderungen und Zuschüsse aus“, sagt Lederer nach dem Termin. Es habe sich alles ganz gut angehört, aber man müsse sehen, ob Karlshuld eine städtebauliche Förderung erhalten kann.

Karlshuld will einen zentralen Platz im Dorf schaffen

Das bedeutet konkret, dass sich die Gemeinde um ein Gesamtkonzept bemühen wird. Dann geht es nicht nur um das einzelne Gebäude, sondern um die Frage, wohin sich die gesamte Gemeinde mittel- bis langfristig entwickeln will. „Der zentrale Platz im Dorf wäre dann ein Teil dieses Konzepts“, sagt Lederer. Er betont allerdings, dass die Überlegungen alle „noch in den Kinderschuhen stecken“. Die ehemalige „Putzerei“, wie das Gebäude auch genannt wird, ist im Moment das größte Lager für historische Gerätschaften und Gegenstände des Kulturhistorischen Vereins. Auf drei Ebenen lagern große und kleine Gerätschaften aus dem Handwerks-, Wohn- und Landwirtschaftsbereich. „Wir werden diese Kulturgüter natürlich nicht einfach auf die Straße setzen“, sagt Lederer. „Alle Schritte geschehen in enger Abstimmung mit der Stiftung Donaumoos.“ Sein Ziel sei es, in diesem Jahr noch Fragen zur Finanzierung zu klären, um dann im kommenden Jahr mit der Planung zu beginnen.

Bereits vor eineinhalb Jahren machte sich Lederer Gedanken über eine anderweitige Nutzung des ehemaligen Moorversuchsguts. Ausschlaggebender Punkt dafür war die Tatsache, dass sich damals abzeichnete, dass das Gasthaus Greppmair früher oder später schließen werde. Zuletzt hatte die Wirtschaft nur noch punktuell geöffnet. Die Krönungsfeier der Rosenkönigin im Juli sollte die finale Veranstaltung sein. Wegen Corona mussten die letzten geplanten Feiern im Greppmairsaal aber entfallen, die Wirtschaft hat seit März dieses Jahres geschlossen. Damit hat Karlshuld keinen Saal mehr, der für Jahresversammlungen, Hochzeiten, Geburtstage oder Weihnachtsfeiern genutzt werden kann.

Die Gemeinde Karlshuld braucht einen Saal für Versammlungen

„So einen Raum braucht es aber in einer Gemeinde“, ist Lederer überzeugt. Im Erdgeschoss des Putzereigebäudes soll deshalb ein Bürgersaal entstehen. In den Stockwerken darüber könne er sich beispielsweise auch Sozialwohnungen vorstellen.

Momentan sind das nur Ideen. Ein Konzept gibt es noch nicht. Aber ein neues Puzzleteil für Karlshuld nimmt langsam Formen an.

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