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Frühlingsfest

28.04.2015

Ein Trachtenfest für die serbischen Freunde

Wenn der Lehrer mit den Schülern Hirtamadl tanzt, kommt Stimmung auf beim bayerisch-serbischen Frühlingsfest der Mittelschule Karlshuld.
Bild: Kühne

An der Mittelschule Karlshuld wurden die Austauschschüler aus Beska typisch bayrisch verabschiedet

Da kam Stimmung auf in der Sport- und Mehrzweckhalle, als die Klasse M9 mit ihrem Klassenlehrer Johannes Schiekofer und Lehrerin Juliana Waldinger voran auf die Bühne kam, um bayerische Volkstänze flott aufs Parkett zu legen. Grund war das bayerisch-serbische Frühlingsfest der Mittelschule, mit dem der Schüleraustausch mit der Partnerschule aus Beska seinen Höhe- und Schlusspunkt des einwöchigen Aufenthalts in Karlshuld hatte.

Der bayerisch-zünftig gewandete Johannes Schiekofer zeigte ungeahnte Talente als Showmaster und führte humorvoll durch das von ihm konzipierte eineinhalbstündige bayerisch geprägte Programm, das mit einem Wanderlieder-Potpourri der „Mooszeiserl“ seinen Auftakt hatte. Den schwierigsten Part hatte Mirjana Jovic, die die Erläuterungen der Vorführungen und speziellen bayerischen Begriffe für die Schüler und Begleiter vom Bayerischen übers Deutsche ins Serbische übersetzen musste.

Die Bühne war von der M9, die auch für die Hallendekoration und Bestuhlung gesorgt hatte, gestaltet worden. Weil es bald Mai ist, musste auch ein Maibaum her. Den haben Florian und Moritz Bodensteiner selbst geschlagen, entrindet und mit einem selbst geschweißten Metallfuß und Tafeln versehen. Die Girlanden gebunden und den sieben Meter langen Baum bemalt hat Romy Angermeier, die mit den beiden den Baum auch in der Turnhalle aufgestellt hat.

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Weiter ging es im Programm mit dem Auftritt der Plattlergruppe des Heimat- und Volkstrachtenvereins „Dö Birkastoaner“ Grasheim, die es beim Schuhplattler wieder richtig krachen ließen. „Mei Vater is a Appenzeller“ jodelte Tobias Gietl aus voller Kehle und riss die Besucher zu Beifallsstürmen hin. Ein Beifall, den das Jodeltalent und auch die anderen Akteure für ihre begeisternden Darbietungen redlich verdient hatten. Die M9 glänzte nicht nur mit traditionellen Tänzen, sondern auch mit Hip-Hop, und die „Mooszeiserl“ erfreuten die Besucher mit dem Karlshuld-Beska-Lied, in dem sie die Heimat herausstellten und die Partnerschaft lobten. Den Schlusspunkt setzten die Beskaer Schüler, die ein kurzes Theaterstück in deutscher Sprache aufführten, für das sie mit viel Beifall belohnt wurden.

Zum Abschied gab es von Johannes Schiekofer für die vier Begleiter der 22 Schüler typisch-bayerische Geschenke: einen Zwei-Liter-Humpen, süffiges dunkles Bier und eine Riesenbrezen.

Das Frühlingsfest war der Abschluss einer ereignisreichen Woche für die Gäste aus der serbischen Partnergemeinde. So standen Besuche des Münchener Flughafens, eine Besichtigung der Oberen Stadt in Neuburg, ein Besuch des Hauses im Moos mit Freilichtmuseum und Wisentgehege, ein Empfang bei Bürgermeister Karl Seitle sowie ein Rundgang durch die Gemeinde und eine Unterrichtsteilnahme auf dem Programm.

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