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Starkbierfest Untermaxfeld

10.03.2013

Eine Wärmebildkamera ist kein Nacktscanner

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3 Bilder
Premiere hatte Sabine Beck als „Königsmooser Bavaria“, die mit Bruder Barnabas (Gernot Bader) die Fastenpredigt hielt.
Bild: Kühne

In Königsmoos gab es heuer erstmals neben der Fastenpredigt auch eine Starkbiermeisterschaft

Der Kreativität der Königsmooser Bürgergemeinschaft (BGK) sind keine Grenzen gesetzt, denn zum Starkbierfest sprudeln die Einfälle nur so. Straußentanz, Gummihandschuh aufblasen, Umziehen auf der Bühne, Surfen oder Blasendrücker – die Besucher der restlos gefüllten Donaumooshalle hatte einiges zu grübeln, was sich hinter diesen Begriffen versteckt. Moderator Klaus Benz, der wieder humorvoll durch den Abend führte, klärte nach dem routinierten Bieranstich von Bürgermeister Heinrich Seißler die Besucher auf. Je vier Vertreter der „Unschuldigen“, der „Mooskracher“, vom „Stammtisch“ und den „Moosbikern“ mussten in drei über den Abend verteilten Durchgängen um Punkte für die 1. BGK-Starkbiermeisterschaft kämpfen. Ein neuer Wettbewerb, den letztlich die Moosbiker für sich entschieden hatten und der beim Publikum bestens ankam.

Den Vogel des Abends schossen im wahrsten Sinne des Wortes aber die Landfrauen ab, die Sträuße tanzen ließen, und zwar hinter einem schwarzen Vorhang mit im Schwarzlicht bunt schillernden Puppen. Prasselnder Beifall belohnte die Show, so dass Karin Ziegler, Waltraud Humbold, Ramona Bolleininger, Brigitte Kaltenecker-Ziegler, Olga Edler, Alexandra Demuth, Sabine Beck, Karin Klink und Steffi Ziegler um eine Zugabe nicht herumkamen.

Unter den Klängen der Titelmusik von „Fluch der Karibik“ kam schließlich ein mürrischer Bruder Barnabas (Gernot Bader) auf die Bühne. Zur Verstärkung hatte er sich Sabine Beck als „Königsmooser Bavaria“ geholt, mit der er im Dialog derbe Sprüche und schlüpfrige Bemerkungen austauschte und die beim Publikum für schallendes Gelächter sorgten. Allerdings hatte das vergangene Jahr wenig Stoff zum Derblecken geliefert, und auch Cheforganisator und BGK-Vorsitzender Gerhard Edler hatte dieses Jahr Bruder Barnabas nicht mit Insiderinformationen „gefüttert“, um Einseitigkeit zu vermeiden, wie er betonte. Nichtsdestotrotz bekam Bürgermeister Heinrich Seißler sein Fett weg, denn der habe vor der Wahl nichts versprochen – und sich bis heute daran gehalten. Der Gabi im Gemeinderat gab er den Rat, ob der vielen Fleischberge vor ihr nicht zur Vegetarierin zu werden, und den Klink Karl klärte er auf, dass die Feuerwehr-Wärmebildkamera kein Nacktscanner sei. Nach einem verbalen Streifzug durch die große Politik in Europa und Deutschland traf der Karl-Valentin-Spruch den Nagel auf den Kopf: „Hoffentlich wird’s nicht so schlecht, wie es ist.“

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Für Lacher sorgten auch Jürgen Rebhan, Tobias Lehmeier, Jürgen Bolleininger, Leo Pallmann und „Klofrau“ Alexandra Demuth, die zeigten, wie man sich auf der Toilette gleichzeitig eine Zigarre anzünden und eine Flasche Bier öffnen kann, ohne die eigenen Hände zu benutzen.

Für die prächtige Stimmung im Saal sorgte die Königsmooser Musi. Später übernahmen Reinhold Pallmann und Jakob Müller, die auch zum Tanz aufspielten.

Gefeiert wurde zum Schluss auch noch der 80. Geburtstag von Martin Seefried, der während der Veranstaltung für den richtigen Ton in der Donaumooshalle gesorgt hatte.

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