Newsticker
6729 Corona-Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Folge 11: Er wuchs mit dem „Bomber der Nation“ auf

NR-Adventsquiz

12.12.2020

Folge 11: Er wuchs mit dem „Bomber der Nation“ auf

Ein sonniges Gemüt hatte unser heute Gesuchter schon als Bub.
Bild: privat

Torjäger Gerd Müller und unsere heute gesuchte Person hatten über viele Jahre hinweg Kontakt. Müller war Fußballer, er Handballer. In Neuburg engagierte er sich nicht nur sportlich, sondern auch politisch.

Sie wuchsen in Nördlingen auf und haben sich als junge Burschen kennengelernt. Der eine, den wir hier suchen, ging in sein Handballtraining. Der andere, ein bisschen jünger, ging ins Fußballtraining. Aus dem Fußballer von damals wurde der „Bomber der Nation“ – und aus dem Handballer?

Der ehemalige Handballer brachte sich auch in die Kirche ein

Als Gerd Müller in seiner Anfangszeit beim FC Bayern München noch gependelt ist, haben sich er und der Handballer immer noch getroffen. Er erinnert sich an eine Begegnung, als sie sich in Nördlingens Innenstadt über den Weg liefen und auf ein Eis ins Venezia gingen. „Gerd Müller hatte damals kein Geld dabei und ich hab’s ausgelegt“, erinnert sich unser Gesuchter. Zurückbekommen habe er die paar Groschen allerdings nie, sagt er heute augenzwinkernd.

Der Kontakt zwischen den beiden riss über viele Jahre nicht ab. Traf man sich früher hie und da noch zum Schafkopfen, waren die Begegnungen später, als Gerd Müller bei den Bayern und in der Nationalelf schon groß Karriere gemacht hat, eher zufällig. Der Kontakt brach letztlich erst komplett ab, als der unvergessene Torjäger schwer krank geworden ist.

Unser ehemaliger Handballer, der auch der Kirche immer sehr Nahe stand und sich rund zehn Jahre lang als Ministrant aktiv einbrachte, war technischer Beamter bei der Bahn. 1968 wurde er von Augsburg nach Neuburg versetzt. Hier wurde er auch politisch aktiv, kandidierte 1978 für die CSU als Stadtrat und schaffte im zweiten Anlauf 1984 als Stimmenkönig auch den Einzug. Erst 36 Jahre später, bei den diesjährigen Kommunalwahlen, zog er sich zurück. Dazwischen war er unter anderem acht Jahre lang auch Bundeswahlkreisgeschäftsführer bei seinem Freund Horst Seehofer.

Unser Kalenderkind engagierte sich auch als BLSV-Kreisvorsitzender

Er blieb nicht nur selbst so lange es ging sportlich aktiv, sondern engagierte sich als BLSV-Kreisvorsitzender (35 Jahre), 2. Vorsitzender des TSV Neuburg und Handballtrainer über viele Jahre hinweg auch ehrenamtlich für den Sport.

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist mit seinen 76 Jahren längst auch schon Opa. Er freut sich, wenn er mit seinen Enkelkindern zusammenkommt und bezeichnet Gedichte schreiben als ein mittlerweile lieb gewonnenenes Hobby. Seine größte Aufgabe allerdings ist die Pflege seiner kranken, geliebten Gattin.

Lesen Sie alle Folgen des NR-Adventsquiz hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren