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Rennertshofen-Bertoldsheim

10.11.2019

Große Konkurrenz bei den Faschingsprinzessinnen in Bertoldsheim

Sie tragen Zepter und Kronen für die Bertoldsheimer Faschingsgesellschaft: (von links) Florian Habermeyer und Ramona Eubel sowie das kleine Prinzenpaar Luzia Fieger und Tobias Helbing.
Bild: Thomas Schober

Plus In Bertoldsheim gab es insgesamt acht große und kleine Anwärterinnen. Wer am Ende das Zepter erhielt.

„Nach dem Fasching ist vor dem Fasching!“ Nach dieser Devise organisiert die Faschingsgesellschaft Bertoldsheim die „Fünfte Jahreszeit“. Die „Jecken“ unter der Führung von Christian Diederichs gibt es inzwischen seit 32 Jahren, davon zwei Jahre als eigener Verein. Der zählt aktuell 205 Mitglieder, davon tummeln sich rund 160 aktiv im Faschingstross. Teile davon „brüten“ bei sommerlicher Hitze über Motto, Kostüme, Choreografie und vieles mehr. Zentrales Thema allerdings sind die „Aushängeschilder,“ sprich die Tollitäten, die seit dem Wochenende nun auch der Öffentlichkeit bekannt sind.

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Für die Regentschaft der Kinderprinzessin gab es diesmal drei Bewerberinnen aus zwei Jahrgängen, sodass das Los entscheiden musste. Glückliche Gewinnerin war Luzia Fieger. Die zehnjährige Bertoldsheimerin besucht die Maria-Ward-Schule in Neuburg. In ihrer Freizeit stöbert sie gerne in Büchern, spielt in der Musikkapelle Rennertshofen die Klarinette, vor allem aber ist das Tanzparkett ihre große Leidenschaft. Damit begann sie schon im sehr zarten Alter von vier Jahren und hat sechs Jahre später schon eine große Portion Routine.

Die Prinzenpaare der Faschingsgesellschaft Bertoldsheim trainieren seit August

Luzia I. genoss gleich nach ihrer Nominierung ein besonderes Privileg. Sie durfte sich ihren Prinzen aussuchen, und der sagte prompt „Ja“. Er heißt Tobias Helbing und kommt ebenfalls aus Bertoldsheim. Beide kennen sich aus frühesten Kindertagen. Der elfjährige Tobias geht auf das Descartes-Gymnasium in Neuburg und hat größtenteils die gleichen Freizeitinteressen wie seine Prinzessin. Auch er stürmt gerne das Tanzparkett, wie man beim diesjährigen Krönungsball bei den „Bernza-Boys“ schon sehen konnte. Dazu vertieft er sich in Bücher und spielt das Bariton-Euphonium bei der Rennertshofener Marktmusikkapelle. Beim Prinzen kommt noch eine sportliche Komponente hinzu: Er schwimmt gerne.

Große Konkurrenz bei den Faschingsprinzessinnen in Bertoldsheim

Der Ernst des Faschings begann für beide während der Schulferien. Wie die „Großen“ sind sie seit August im Training. Das bedeutet, dass auch Ramona Eubel als neue Bertoldsheimer Faschingsprinzessin so manche Schweißperle vergießt. Die 20 Jahre alte Steuerfachangestellte arbeitet in Neuburg und ist ein Bertoldsheimer Faschingsroutinier. Vor sechs Jahren begann sie bei den „Teenies“ und tanzte im vergangenen Fasching in der großen Prinzengarde. Das Tanz-Gen ist auch bei Ramona I. stark ausgeprägt, dazu kommen lesen, Skifahren und Inlinern zu ihren Freizeitbeschäftigungen. Der Weg auf den Thron der Faschingsprinzessin führte Ramona I. über einen Wettbewerb mit insgesamt fünf Anwärterinnen. Verschiedene Kriterien galt es für die jungen Damen zu erfüllen. „Am Ende habe ich mich mit den anderen friedlich geeinigt.“ Gerne hätte Ramona I. ihre Regentschaft mit ihrem Freund angetreten. Der aber studiert in München, so dass ihm die nötige Zeit für Training, tanzen und thronen fehlt.

Rund 30 Auftritte hat die Faschingsgesellschaft Bertoldsheim in dieser Saison

Zum Glück hat der Freund einen Cousin mit passendem Profil für einen Faschingsprinzen. Auf Vorschlag des verhinderten Prinzen tritt nun Florian Habermeyer aus Ortlfing die Regentschaft an. Der 22-jährige Industriemechaniker ist damit der einzige „Südländer“ der Donau im Regentenquartett. In den Tanzschuhen fühlt sich Florian II. genauso pudelwohl wie in der Marktmusikkapelle Burgheim, wo er das Flügelhorn spielt. Weil seine Mutter aus Rohrenfels stammt, zieht es ihn für seine weiteren Freizeitaktivitäten auch dorthin. In Rohrenfels steht er sowohl am Schießstand als auch auf der Theaterbühne.

Präsident Christian Diederichs wünscht sich, dass die anstehende Saison wieder rund läuft und die Akteure von Verletzungen verschont bleiben. Rund 30 Auftritte wird der Hofstaat im Fasching 2020 absolvieren. Das ist in etwa das gleiche Pensum wie 2019, obwohl die vergangene Faschingssaison zwei Wochen länger dauerte. Dabei verteilen die Tollitäten fast 800 selbst gemachte Orden. Das gesamte Programm gibt es erstmals beim Krönungsball am Samstag, 4. Januar, in der Bertoldsheimer Schlossgaststätte zu sehen.

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