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Gemeinderat

16.11.2017

Kostenexplosion sorgt für Diskussionen

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Karl Seitle

Das Haus für Kinder in Karlshuld wird über eine Million Euro teurer als geplant. Trotzdem stimmt das Gremium einstimmig der Planung zu

Mächtig auf den Magen geschlagen ist am Dienstagabend einigen Gemeinderäten die vorgelegte Planung für den Bau eines „Haus für Kinder“ in Karlshuld. In der jüngsten Sitzung stellten die Planer Moosreiner und Schlamp der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Moosreiner/Gmeiner/Huber aus Freising ausführlich die endgültige Fassung vor. Entgegen der letzten Kostenschätzung von 6,54 Millionen Euro stehen jetzt 7,6 Millionen Euro im Raum.

Die Projektanten erläuterten den Räten ausführlich die Kostenberechnung, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und gestiegener Marktpreise errechnet wurde und für eine Kostensteigerung um rund eine Million Euro verantwortlich ist. Den Ausführungen schloss sich eine eineinviertelstündige Diskussion an, in der die Gemeinderätinnen Marina Eibl und Rita Schmid auf einen Investitionsstau wegen der Kostensteigerung hinwiesen. Gemeinderat Frank Richlich fragte nach der Wirtschaftlichkeit des Projektes und wollte wissen, ob nach Einsparungen gesucht wurde und wie der Finanzplan eingehalten werden soll. Die gesetzlichen Vorgaben ließen keinen Spielraum zu, meinten die Planer und Bürgermeister Seitle ergänzte, dass man kostenträchtige Vorhaben wohl um ein Jahr verschieben müsse. Einsparmöglichkeiten sahen einige Gemeinderäte bei den Außenanlagen und in der Küche. Gemeinderat Peter Märtl schlug vor, den Bau der Außenanlagen, die mit rund 500000 Euro veranschlagt sind, zu verschieben.

Die Küche, führte Geschäftsleiter Roman Mück aus, sei auch für die Ganztagsbetreuung ausgelegt. „Sie soll so gebaut werden wie vorgesehen“, meinte Gemeinderätin Bianca Glöckl dazu und Gemeinderat Wolfgang Tarnik stellte fest, dass alles, was einmal nachträglich eingebaut werden müsse, wesentlich teurer komme. „Eigentlich haben wir bisher alles größer gebaut als vorgesehen“, entgegnete Gemeinderat Klaus Scherm. Er hätte das Gebäude weniger aufwendig gebaut. Wann der Bewegungspark komme, wollte Gemeinderätin Marina Eibl zum Abschluss der Diskussion wissen. „Mitte 2019“, so Bürgermeister Seitle. Letztlich stimmten aber doch alle Gemeinderäte der Planung mit einer dreigruppigen Kinderkrippe, einem zweigruppigen Kindergarten und einem zwei- gruppigen Hort samt Küche und Verwaltungstrakt zu, so dass nun die Zuwendungen beantragt werden können. Auch das gemeindliche Einvernehmen für den Bau des Gebäudes wurde einstimmig erteilt. Ebenso einstimmig wurde beschlossen, mit der Inbetriebnahme 36 Krippenplätze, 50 Kindergartenplätze und 50 Hortplätze als bedarfsnotwendig anzuerkennen.

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Über die Anregungen aus der Bürgerversammlung berichtete Bürgermeister Seitle. Das Verfahren zum Kiesabbau in Kochheim wurde vom Antragsteller Ende Mai 2017 zurückgezogen, lautete die Auskunft zur Frage von Herbert Müller. Andreas Fuchs wollte wissen, ob aufgrund der Verkehrsumleitungen eine Feinstaubmessung durchgeführt werde. Dies sei nicht der Fall und die Messung koste laut Umweltamt Augsburg 20000 Euro, so der Bürgermeister. Der von Georg Vilsmeier bemängelte Zustand der gemeindlichen Gebäude wird sich wohl noch einige Zeit hinziehen, bis wieder mehr finanzieller Spielraum vorhanden ist, da derzeit das Haus für Kinder Vorrang hat.

Staatliches Bauamt zählt Querungen

Statt der von Melanie Dietz geforderten Brücke über die Ach wird es an der Ein- und Ausfahrt zum Fischerweg einen roten Belag mit Haltelinien geben. Ob der von Ludwig Stöckl geforderte und mehrfach abgelehnte Zebrastreifen im Bereich der Bushaltestelle auf Höhe der Hauptstraße 110 kommt, hängt von der Zahl der querenden Passanten ab, die an einem Tag zwischen 7 und 8 und 16 und 17 Uhr vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt ermittelt werden.

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