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Städtepartnerschaft

28.06.2020

Neue Impulse für die Freundschaft zwischen Neuburg und Sète

Auch die südfranzösische Partnerstadt Sète muss erhebliche Einbußen im Tourismus hinnehmen. Das bekannte Saint-Louis-Fest soll heuer nur im Mini-Format ohne Zuschauertribünen und nur mit Schaukämpfen der Fischerstecher stattfinden.
Bild: Winfried Rein

Plus Referentin Gabriele Kaps will mehr Schüleraustausch und „die Partnerschaft breiter aufstellen“. Trauer um Frankreich-Kenner Helmut Müller.

Große Festivitäten gibt es heuer nicht, aber die freundschaftlichen Verbindungen mit Jesenik in Tschechien und dem südfranzösischen Sète sollen deswegen nicht einschlafen. Im Gegenteil: Partnerschaftsreferentin Gabriele Kaps und Matthias Enghuber (beide CSU) wollen die Städtepartnerschaften viel stärker für junge Leute öffnen und „viel breiter aufstellen als früher.“

Das würde bedeuten, dass nicht nur die meist gleichen Delegationen ins Ausland reisen, sondern mehr Vereine, Verbände, Gruppen und auch Einzelpersonen die Partnerstädte kennenlernen sollen. Das bisher beste Element, der Schüleraustausch, solle verstärkt werden. Zukünftig sollten auch Real- und Berufsschüler teilnehmen können, findet Gabriele Kaps. Das französische Konsulat in München würde diese Bemühungen gutheißen.

Sèter Weinfest entfällt, stattdessen soll es einen Weinabend im Arco geben

Auch die Stadträte im neuen Partnerschaftsausschuss begrüßen frische Impulse beim Thema Völkerverständigung. Heuer stünde ein stattliches Budget im Haushalt zur Verfügung, doch allzuviele Begegnungen wird es nicht geben. Die Feiern zum 20-jährigen Bestehen der Verbindung Jesenik-Neuburg verschieben beide Städte auf 2021. Eine kleine Neuburger Delegation ist zum deutsch-tschechischen Kulturfestival im September eingeladen. Das Sèter Weinfest auf dem Schrannenplatz hat nicht stattgefunden, das „fète de la bière“ am Mittelmeer fällt ohnehin aus. Am Sonntag musste sich der Sèter Oberbürgermeister François Commeinhes in der Stichwahl gegen Mitbewerberin Véronqiue Calueba behaupten. Danach werden die Referate besetzt, darunter auch die Sparte Partnerschaft.

Neue Impulse für die Freundschaft zwischen Neuburg und Sète

Ein „französisch-musikalischer Weinabend“ in Neuburg soll ein bisschen Ersatz für fehlende Treffen bieten. Der Ausschuss stimmte mit 5:3 für einen entsprechenden Herbsttermin im Arcoschlösschen. Florian Herold (FW) hätte lieber mehr Leute in den Amalienhof eingeladen, das „elitäre feeling“ bei den Sète-Kontakten müsse aufgehoben werden. Das Arco sei hier besser, so Matthias Enghuber, weil der Gastronom alles vor Ort habe und der Amalienhof enormen Aufwand mit sich bringen würde. Im übrigen, so der Abgeordnete, „findet im Arco nicht nur Elitäres statt“.

Sète-Kenner Helmut Müller aus Rohrenfels gestorben

Der Partnerschaftsausschuss ist mit sieben gewählten Stadträten besetzt. Unter der Regie von OB Bernhard Gmehling bestimmte das Gremium eine Vielzahl externer Mitglieder, und zwar Elfriede Müller, Walter Friemel, Dieter Angerer, Walter Hoinle, Friedhelm Lahn, Anita Kerner, Hermann Hauck, Yvonne Artner, Dieter Munzinger, Heinz Schneider, Rudolf Hammer, Heidi Wolter, Rüdiger Vogt, Eva Lanig, Fritz Goschenhofer, Ulrike Hejtmanek-Rogler, Florian Linder und Heinz Enghuber. Auch die aktiven Stadträtinnen Bettina Häring und Elisabeth Schafferhans wollen als Externe mit dabei sein. Außerdem gibt es je einen Sitz für das Jupa und den Heimatbund Weidenau-Großkrosse.

Der Ausschuss legte eine Gedenkminute für Helmut Müller ein. Der Rohrenfelser war vergangenen Montag nach längerer Krankheit mit 75 Jahren verstorben. Helmut Müller war oft in Sète gewesen, hat perfekt französisch gesprochen und war als angenehmer Vermittler sowohl in Frankreich wie in seiner Heimat sehr geschätzt.

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