20.07.2016

Neue Perspektiven

Architekt Volker Staab hat dem Anbau für das Deutsche Medizinhistorische Museum eine markante Kupferfassade spendiert. Am Samstag wird der Abschluss der Erweiterung mit einem großen Museumsfest gefeiert.
Bild: Marcus Ebener/DMM

Wiedereröffnung Das Deutsche Medizinhistorische Museum feiert am Samstag mit einem großen Fest die Fertigstellung des Anbaues. Es geht auch um Leichen, das Bier und Giftpflanzen

Ingolstadt Am Samstag, 23. Juli, eröffnet das Deutsche Medizinhistorische Museum seinen Erweiterungsbau. Das Museumsteam feiert das Ende der seit November währenden Schließungszeit ab 15 Uhr mit einem „Museumsfest für alle“.

Im Zentrum steht der Neubau mit seinen neuen Möglichkeiten. Aber auch der wunderschöne Arzneipflanzengarten lohnt wie immer den Besuch. In der engen Baulücke zwischen Alter Anatomie und Marienheim ist ein raffiniertes Gebäude entstanden. Schon beim Betreten staunt man über die großzügige Weite des Raumes, über die vielen Aus- und Durchblicke, über den Blick hinaus zum Arzneipflanzengarten. Kasse, Personenaufzug, Shop, Café, Garderobe, Sonderausstellungsraum mit Vorbereitung, Seminarraum, Büros und Bibliothek sind dort untergebracht.

„Wenn man den Neubau auf eine kurze Formel bringen möchte: Er ist ein Museum ohne Dauerausstellung“, so Museumsdirektorin Marion Ruisinger. Tatsächlich beherbergt der Erweiterungsbau alle Funktionen, die zu einem zeitgemäßen Museum dazugehören – bis auf die Dauerausstellung eben. Denn dieser wichtigste Teil des Museums bleibt nach wie vor in der Alten Anatomie. Das barocke Gebäude mit seinem Arzneipflanzengarten ist und bleibt der Mittelpunkt des Ganzen. „Das ist uns sehr wichtig“, sagt Ruisinger.

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Beim Museumsfest gibt es reichlich Gelegenheit, den Neubau kennenzulernen und den Garten mit neuen Augen zu betrachten: Die erste Ausstellung im neuen Sonderausstellungsraum ist der Alten Anatomie und ihrem Nachbargebäude gewidmet: „Die Alte Anatomie – ein Gebäude im Wandel. 1723-2016“. Wer mehr über den Neubau erfahren möchte, kann um 15.30 Uhr einen Vortrag von Architekt Volker Staab besuchen, der durch Kulturreferent Gabriel Engert moderiert wird. Anschließend bietet das Museumscafé „hortus medicus“ von 16 bis 18 Uhr eine Kaffeeverkostung an. Um 18 Uhr widmet sich die Gartenführung „Unreines Bier!“ der Frage, welche Pflanzen vor (und zum Teil auch nach) dem Reinheitsgebot eigentlich ins Bier gekommen sind.

Um 19 Uhr beginnt das Abendprogramm, das musikalisch vom Ingolstädter Salon-Ensemble begleitet wird. Von 19 bis 21 Uhr gibt es immer zur vollen Stunde die Möglichkeit, sich einer Backstage-Architekturführung mit Michael Kowalski anzuschließen oder sich von Marion Ruisinger in einem kurzen Vortrag über die Geschichte der Gebäude Anatomiestraße 18 und 20 informieren zu lassen. Und natürlich freuen sich die Betreiberinnen des Café ‚hortus medicus‘ darauf, den Gästen mit Snacks und Getränken einen genussvollen Abend zu bereiten. Eintritt frei, Ende gegen 22 Uhr. (nr)

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