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Umfrage

23.05.2015

Rohrenfelser sagen ja, Wagenhofener nein

In Rohrenfels wurden alle 500 Haushalte um ihre Meinung zum geplanten Dorfladen gefragt. Bislang haben nur 75 geantwortet

Die Rücklaufquote liegt gerade mal bei 15 Prozent. Nicht gerade berauschend. Doch Bürgermeister Wigbert Kramer hofft, dass sich in den nächsten Tagen noch was tut. Allen 500 Haushalten in der Gemeinde hatte er einen Umfragezettel in den Briefkasten werfen lassen, um zu erfahren, ob die Bürger einen Dorfladen in Rohrenfels haben wollen. Bis vergangenen Mittwoch sollten sich die Bürger dazu äußern. Das haben bis dato allerdings nur 75 getan.

Der überwiegende Teil der Antworten kam aus Rohrenfels. 60 Bürger haben zu verstehen gegeben, dass sie einen Dorfladen im Ort wollen. Wie Kramer sagte, seien diese Aussagen aber überwiegend darauf bezogen, dass die meisten dort kontinuierlich einkaufen würden. Eine aktive Mitarbeit oder gar eine finanzielle Beteiligung schlossen die meisten aus. Die restlichen 15 Zettel kamen aus Wagenhofen und Ballersdorf. Dort wird der Dorfladen offenbar als überflüssig angesehen: Bis auf zwei Stimmen waren alle dortigen Umfrageteilnehmer gegen die Errichtung eines Ladens. Das ist allerdings keine Überraschung, schließlich liegt den Ortsteilen Neuburg und der Südpark einfach näher als Rohrenfels.

Ginge es nach Kramer persönlich, würden ihm die 60 positiven Antworten genügen, um das Projekt weiter voranzutreiben. Doch der Bürgermeister will sich den Dorfladen nicht als „sein Thema“ auf die Fahnen schreiben. „Das ist eine Sache, die die Bürger haben wollen und nicht ich“, betonte er im Gespräch mit der NR.

Am 8. Juni treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung zu ihrer nächsten Sitzung. Bis dahin hofft Kramer, dass zu den 75 Antworten noch weitere dazu kommen, damit ein aussagekräftigeres Ergebnis zustande kommt. Dieses will der Bürgermeister dann an den Arbeitskreis übergeben. „Die Mitglieder müssen dann entscheiden, wie es weitergeht“, sagte er. Soll das Projekt weiterverfolgt werden, wäre der nächste Schritt, bei der Gemeinde einen Antrag zu stellen, dass diese die Kosten für eine Machbarkeitsstudie übernimmt. Darüber muss dann der Gemeinderat entscheiden. Die Studie ist nichts anderes als eine ausführliche Umfrage, in der die Bürger befragt werden, welche Artikel sie beispielsweise in dem Laden vorfinden wollen, welche Ausstattung (Lotto, Blumen, Café etc.) sie sich wünschen oder in welche Höhe sie sich an dem bürgerschaftlichen Projekt finanziell beteiligten würden. Die Durchführung und Auswertung dieser Studie könnte etwa Volker Hahn übernehmen, der Ende April als Referent einer Infoveranstaltung in Rohrenfels war. Sein Honorar liegt bei mehreren Tausend Euro. Nach Aussage von Kramer hätte sich aber auch ein Bürger bei ihm gemeldet, der sich dazu für weniger Geld imstande sieht.

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