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Neuburg

16.07.2019

Sanierung: Die Untere Altstadt soll grüner werden

Der Efeu an einem der Häuser ist eine der wenigen Stellen, an denen es in der Schießhausstraße grünt.
Bild: Marcel Rother

Nach langem Hin und Her steht fest: Die Sanierung der Schießhaus-/Schützenstraße soll günstig und ansehnlich werden.

Es ist ein Thema, dass sich schon seit Jahren zieht, nun wurde im Bauausschuss eine endgültige Entscheidung gefällt: Für 650.000 Euro soll die Untere Altstadt im Bereich der Schießhaus-/Schützenstraße saniert werden. Das ist bei Weitem weniger als die zwischenzeitlich diskutierten drei Millionen Euro, aber immerhin 50.000 Euro mehr, als noch bis Juni dieses Jahres geplant war. Weil ein erster Sanierungsentwurf des Bauamts bei den Mitgliedern des Bauausschusses durchfiel (wir berichteten) , wurde das Budget aufgestockt und nun zwei neue Sanierungsvarianten vorgestellt. Die Variante, die auf der Grafik abgebildet ist, fand die einstimmige Zustimmung des Gremiums.

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„Beide Varianten sind wesentlich besser als der erste Entwurf“, urteilte Roland Harsch im Bauausschuss. Zuvor hatte Christoph Gastl vom städtischen Tiefbauamt die Eckdaten der neuen Planungen vorgestellt, die sich im Einzelnen nur geringfügig voneinander unterscheiden. Für beide gilt: Die Zahl der Parkplätze erhöht sich von derzeit 40 auf dann 44 Stück, es werden sechs bis sieben neue Bäume gepflanzt, es entstehen einige kleine Grünflächen, eine Grünfläche mit vier Sitzgelegenheiten, eine Grünfläche mit Bäumen und Sitzgelegenheiten, die als Platz gestaltet wird, die Gehwege erhalten dasselbe Pflaster wie in der Gärtnerstraße und die Straßenflächen werden asphaltiert und mit einer Mittelrinne versehen, über die das Wasser abfließen kann.

Parkplätze ein Thema bei der Sanierung der Schießhausstraße
Einen größeren und zwei kleinere Plätze mit Büschen, Bäumen und Bänken sieht der neue, endgültige Entwurf für die Schießhausstraße vor.
Bild: Bauamt Neuburg

„Wenn man noch mehr Aufenthaltsqualität will, dann fallen weitere Parkplätze weg“, stellte Gastl vor dem Gremium klar. Und es werde teuerer. Etwa, wenn man die Straßenflächen der Optik halber pflastern anstatt mit einer Asphaltschicht versehen wolle. Rund eine Million zusätzlich würde das kosten. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten habe er versucht, vor allem mehr Grünflächen einzuplanen. „Ich denke, das ist ein guter Mittelweg“, sagte er. Sein erster Entwurf für die Umgestaltung der Schießhaus- und Schützenstraße – für 600.000 Euro –, konzentrierte sich fast ausschließlich auf Parkplätze und scheiterte krachend am Veto des Bauausschusses. Im Gegensatz zu den nun vorgestellten, überplanten Vorschlägen.

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Alfred Hornung lobte die zusätzlichen Grünflächen, mahnte jedoch zugleich, diese auch wirklich grün zu gestalten. Die Planer und die ausführende Stadtgärtnerei sollten dafür Sorge tragen, dass auf den Flächen tatsächlich Pflanzen wachsen und nicht „nur Kies und ein paar Blümlein“. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling stimmte ihm zu. Was genau gepflanzt werde, etwa Kirsch- oder andere Bäume, bekomme der Ausschuss vor der endgültigen Umsetzung noch einmal zur Abstimmung vorgelegt. Das werde jedoch frühestens im kommenden Jahr der Fall sein. Erst einmal werden in diesem Jahr die Hirschenstraße, die Spitalgasse und der Platz vor dem Elektrogeschäft Linzi erneuert. Zu diesem Zweck werde die Hirschenstraße in den Sommerferien ganz gesperrt sein.

Sanierung der Unteren Altstadt fällt kleiner aus

Ursprünglich hätte die Untere Altstadt im Bereich der Schießhausstraße in großem Stil umgestaltet und für rund drei Millionen Euro zu einer zentralen Anlaufstelle mit hoher Aufenthaltsqualität für Anwohner und Einzelhändler werden sollen. Ein Realisierungswettbewerb „Untere Altstadt“ wurde ins Leben gerufen, der favorisierte Entwurf sah auf der Fläche der ehemaligen Videothek einen Platz mit Brunnen, Bäumen und Bänken vor. Der Brunnen ist passé, der Platz wird überbaut. Dennoch könnte die Aufenthalts- und Wohnqualität sowie die Attraktivität des gesamten Viertels durch den neuen Entwurf mit seinen Grünflächen gestärkt werden.

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