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Neuburg

14.03.2019

Siedlerweg: Kommt doch eine Tiefgarage?

Ein gestaffeltes Gebäude nördlich (im Vordergrund) und ein großer, gestaffelter Riegel im Süden an der B16 – so sollen die neuen Sozialwohnungen am Siedlerweg in Feldkirchen aussehen. Den Mitgliedern des Bauausschusses gefiel der Entwurf.
Bild: Fabian Kluge

Hat der Bauausschuss im Februar noch alle Entwürfe des Architekturbüros für die Sozialwohnungen abgeschmettert, stimmte er einer neuen Planung zu.

Wie werden die Sozialwohnungen aussehen, die am Siedlerweg in Feldkirchen entstehen sollen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss schon in der Februarsitzung. Dazu lud das Gremium die Architekten aus dem Eichstätter Büro Diezinger ein. Das Problem: Keine der vorgestellten Varianten wollte den Verantwortlichen gefallen. Sie hätten einen zu großen Einschnitt in den Bebauungsplan und damit eine langwierige Verzögerung bedeutet. Doch die Stadt will die Wohnungen schnellstmöglich bauen. In der Sitzung am Mittwoch gab es nun nochmals einen neuen Entwurf des Architekturbüros.

Siedlerweg: Aus zwei Gebäuden im Norden wird eines

Dieser umfasst insgesamt 27 Wohneinheiten. Aus den ursprünglich zwei Gebäuden im Norden soll nur noch eines werden. Dabei würden zwar zwei Wohneinheiten wegfallen, der Vorschlag hätte aber den Vorteil, dass in dem Gebäude lediglich ein Treppenhaus nötig wird. Der große Bauriegel an der B16 soll nun gestaffelt angeordnet werden und ein Pult- anstelle eines Satteldaches vorweisen. Er kann zudem eine Wohnung mehr beherbergen. Sachbearbeiter Florian Schmid fasste während der Sitzung zusammen: „Der Gebäudekomplex im Süden wird zwar höher, aber er bildet einen geschlossenen Riegel. Damit ist der Lärmschutz vor der B16 gegeben.“

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem neuen Entwurf: „Die Planung ist sehr gut und viel näher am Bebauungsplan.“ Seine Kollegen stimmten dem Rathauschef zu.

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Der Bauausschuss Neuburg diskutierte über die Stellplätze

Diskussionen gab es aber trotzdem. Diese bezogen sich einmal mehr auf die Frage, ob die Stellflächen für die neuen Wohnungen oberirdisch oder in einer Tiefgarage Platz finden sollen. Für Gmehling war die Sache schnell klar: „Wir haben das gemeinsame Ziel, dort Wohnraum zu schaffen, bei dem der Quadratmeterpreis nicht über 7,50 Euro liegt. Es ist genügend oberirdischer Raum vorhanden. Bei sozialem Wohnraum ist eine Tiefgarage nicht notwendig.“

Das sahen die übrigen Ausschussmitglieder anders. Karola Schwarz von den Grünen betonte: „Wir sollten eine Kostenprüfung für die Tiefgarage nicht auslassen. Dann wäre die Oberflächengestaltung dort auch deutlich angenehmer.“ Stadtrat Alfred Hornung (CSU) gab ihr Recht: „Wir können die Diskussion nur durch einen Kostenvergleich beenden. Vorrangig ist aber bezahlbarer Wohnraum.“

Da der Kostenvergleich inklusive ist, stimmte ihm auch der OB zu und stellte klar: „Wenn wir die 7,50 Euro schaffen, werden uns die Wohnungen aus den Händen gerissen.“ Gleichzeitig betonte er, dass die Stadt mit der Investition von vier bis fünf Millionen Euro erst einmal für 30 bis 35 Jahre in Vorleistungen geht. „Da darf sonst nichts mehr passieren“, sagte Gmehling.

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