1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. So bereitet sich Stepperg auf das Antonibergfest vor

Rennertshofen-Stepperg

08.07.2016

So bereitet sich Stepperg auf das Antonibergfest vor

Als Favoriten beim Spektakel in Stepperg gelten wieder einmal die Donauwörther Fischerstecher, deren Ass Philipp Heckmeier in dieser Szene seinen Neuburger Kontrahenten vom Podest holt.
Bild: Michael Geyer

Am Samstag feiert Stepperg wieder mit Fischerstechen, Sonnwendfeuer und Wasserspielen am Donau-Ufer.

Gleich zwei traditionelle Veranstaltungen rücken kommenden Samstag, 9. Juli, den Usselort Stepperg im Jahr seiner 775-Jahr-Feier in den Vordergrund: das Fischerstechen am Antonibergsee und im Anschluss daran das traditionelle Antonibergfest. „Alles ist bestens vorbereitet“, sagt Feuerwehrvorstand Andreas Rehm, „jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter“.

Auch die Fischerstecher um den Vorsitzenden Anton Riedl stehen mitten in den Vorbereitungen und trainieren fleißig auf dem Antonibergsee, damit sie auch bei der 28. Auflage des Stepperger Fischerstechens einen guten Eindruck hinterlassen. Der Wettkampf auf den schwankenden Zillen und das Antonibergfest auf dem hoch über der Donau gelegenen Antoniberg werden von den Freunden bayerischer Lebensart geschätzt. Spannende Kämpfe und danach ein paar gemütliche und schöne Stunden bei einer frischen Maß Bier und einer deftigen Brotzeit sind garantiert.

Nachmittags ab 13 Uhr stemmen sich die Fischerstecher in ihre Lanzen. Vorher wird ausgelost, wer in welcher Reihenfolge gegen wen antritt. In der Vorrunde werden aus den sieben Mannschaften, die aus den Donaustädten Neuburg, Donauwörth und Ingolstadt, aus Tegernsee, Laufen a.d. Salzach und Lauingen kommen, zwei Gruppen gebildet. In der Schlussrunde treten die Gleichplatzierten gegeneinander an. Die Stepperger Mannschaft hat sich verjüngt und man darf gespannt sein, wie sich die Youngsters im Heimspiel schlagen, denn die Resultate heuer waren mit einem zweiten Platz in Neuburg und einem letzten Rang in Donauwörth sehr unterschiedlich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Fischerstechen auf dem Antonibergsee wird nach französischer Art abgehalten. In einem Boot sitzen fünf Ruderer, der Stecher steht auf dem Podest. Abwechselnd muss jeder Ruderer als Stecher zweimal gegen seinen Gegner antreten, was den Charakter des Stechens als Mannschaftssport noch unterstreicht. Auch heuer wird wieder ein Stecherkönig ermittelt, der als Preis den traditionellen Schinken mit nach Hause nehmen darf. Allerdings kann der Stepperger Lokalmatador Johannes Kugler seinen Titel krankheitsbedingt nicht verteidigen. Vielleicht bringt der Heimvorteil der jungen Stepperger Mannschaft aber Glück. Im letzten Jahr sind sie ihrem Ruf als „ewiger Zweiter“ treu geblieben und mussten wieder einmal den Donauwörthern mit Stecherass Philipp Heckmeier den Vortritt lassen. Von Insidern werden die Donauwörther als Favorit gehandelt, aber auch die Tagesform entscheidet und vor allem das Glück. Für die Zuschauer bietet die Naturbühne auf dem Donaudamm einen hervorragenden Blick auf das Kampfgeschehen. Ein erfahrener Fischerstecher gibt zu den Kämpfen fachkundige Kommentare, sodass die Zuschauer immer kompetent informiert sind. Während der Kämpfe laden die Fischerstecher wieder zu Kaffee und Kuchen ein und bewirten die Gäste zu den heißen Kämpfen mit kühlen Getränken.

Nach dem nassen Spektakel geht es dann ab 17 Uhr auf den Antoniberg, wo am frühen Abend die Siegerehrung des Fischerstechens stattfindet. Dort oben hat die Feuerwehr alles liebevoll vorbereitet: Mit knusprig gebratenem Spanferkel, würzigen Steaks, knackigen Würsten und leckeren Forellen vom Holzkohlengrill ist für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt. Rettiche und Käse runden das kulinarische Angebot ab. Zum Ausschank kommt neben den alkoholfreien Getränken wieder das süffige Hofmühlbier aus der Eichstätter Traditionsbrauerei. Die Musikanten der Marktkapelle Rennertshofen sorgen für die musikalische Umrahmung. Ihr Losglück können die Besucher bei einer Tombola mit etlichen attraktiven Preisen versuchen. Da das Antonibergfest aus der Tradition der Johannisfeuer hervorgegangen ist, wird natürlich nach Einbruch der Dunkelheit das Johannisfeuer entzündet und die meterhohen Flammen werden weit ins Land hinein leuchten. Für eine ganz besondere Attraktion des Abends werden heuer auch wieder die bunt illuminierten Wasserspiele sorgen.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Johannisfeuer entzündet und die meterhohen Flammen werden weit ins Land hinein leuchten.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20AT_Die_Tanzstunde2(c)Ina_Wobker.tif
Ingolstadt

„Die Tanzstunde“: Amüsant und anrührend

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden