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Verkehrsausschuss

07.02.2015

Straße kontra Café

Kontrovers diskutierten die Stadträte eine Teilsperrung des Schrannenplatzes. Nun wird geprüft, welche Auswirkungen eine Verbannung des Verkehrs für die Geschäfte in der Innenstadt haben könnte.
Bild: Norbert Eibel

Muss ein Fahrverbot an einer Ecke des Schrannenplatzes her? Stadträte und Bürgermeister sind sich in der Frage uneins. Das war nicht das einzige heiß diskutierte Thema

Es geht eng zu in der Innenstadt. Darin sind sich auch die Stadträte einig. Doch müssen die schmalen Straßen und Plätze weiterhin für den Verkehr offen stehen?

Bei der Diskussion im jüngsten Verkehrsausschuss meinte Manfred Enzersberger ( CSU) nein. Ihm ist das Eck am Schrannenplatz vor dem Café Zeitlos zu gefährlich. Gerade im Sommer, wenn die Gäste auch außen bewirtet würden, sei der Verkehr eine Gefahr für die Angestellten und vor allem für die Cafébesucher mit Kindern. Das Thema ist nicht neu. Elfriede Müller aus der CSU-Fraktion erinnert sich, dass das Gremium bereits vor rund zehn Jahren über ein Fahrverbot an dieser Ecke beraten hatte. Damals sei vor allem die Geschäftsführung der ehemaligen Raffeisenbank gegen die Beruhigung gewesen, da sie für ihre Kunden sonst nur noch zu Fuß erreichbar gewesen wäre. Doch heute ist die Bank umgezogen. „Jetzt spricht aus meiner Sicht nichts mehr dagegen“, meinte sie.

Generelle Stilllegung

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Auch Verkehrsreferent Bernhard Pfahler sprach sich für die Teilsperrung aus. In der jetzigen Spielstraße werde oft „ohne Rücksichtnahme“ gefahren. Eine Sperrung würde den Platz aufwerten. Während einzelne Stadträte sich für ein Fahrverbot an Wochenenden und Feiertagen aussprachen, plädierte Pfahler für eine generelle Stilllegung. Im Winter sei am Schrannenplatz Weihnachtsmarkt, dann müsse die Straße sowieso gesperrt werden. Während aus Sicht der meisten Stadträte nichts gegen eine Teilsperrung spricht, bezeichnete Oberbürgermeister Bernhard Gmehling den Vorstoß als „vollkommen falsch“. Er argumentierte für die Zulieferer, die die Geschäfte in der Innenstadt beliefern. Auf der anderen Seite sei die Straße zu eng für die größeren Lieferfahrzeuge. Der Oberbürgermeister sprach die Einfahrt am Café Göbel Richtung Schrannenplatz an, die für Lieferwagen ab einer gewissen Größe zu wenig Platz biete. Um das zu prüfen, vertagt der Verkehrsausschuss seine Entscheidung. Auch der Vorschlag Matthias Enghubers (CSU) soll dann diskutiert werden. Er schlug vor, dass der Straßenabschnitt nur noch von Zulieferern befahren werden darf.

Dreimal musste Stadträtin Elfriede Müller (CSU) die Stelle beschreiben, an der sie eine Warnblinkanlage stehen haben will: von der Ingolstädter Straße kommend, rechts Richtung Monheimer Straße. Die Gefahr für Radfahrer, von abbiegenden Autos erfasst zu werden, sei an der Stelle besonders hoch, sagt die Stadträtin. Dass es eine gefährliche Kreuzung sei, darin gibt OB Gmehling der Stadträtin recht. Ein Rechtsabbieger habe ihn auch schon auf dem Fahrrad gestreift. Doch dass eine Warnblinkanlage an der Stelle für mehr Sicherheit sorgen soll, daran glauben die Stadträte nicht. Der Vorschlag wurde mit zwei Stimmen abgelehnt.

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