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Neuburg-Schroebnhausen

19.03.2016

Tierschutzverein erbt immer öfter

Zog eine zufriedenstellende Bilanz: Gerd Schmidt, Vorsitzender des Neuburger Tierschutzvereins. 
Bild: Silke Federsel

Meist sind es kleinere Beträge, im vergangenen Jahr aber war es ein riesengroßes Grundstück. Was man damit anfangen kann.

Immer mehr Menschen bedenken den Neuburger Tierschutzverein in ihrem Testament oder lassen ihm Spenden zukommen. Oftmals sind es kleinere Beträge. Im vergangenen Jahr sind aber mehrere größere Summen eingegangen, wie der erste Vorsitzende Gerd Schmidt bei der Jahreshauptversammlung erklärte.

So wie im Falle einer alten Dame, die kurz vor ihrem 100. Geburtstag verstorben war und dem Verein ein 8000 Quadratmeter großes Grundstück in Ingolstadt vermacht hat. Auf dem Grundstück war einst eine Minigolfanlage installiert, außerdem befindet sich noch ein Haus dort und das in „idealer Lage“ , wie Schmidt erklärte – einerseits sehr zentral, andererseits auch abgelegen. Da sich das Grundstück in Außenbereich befindet, kann dort keine reine Wohnnutzung erfolgen. Aber der Verein hat schon Pläne, was er mit dem Grundstück anfangen könnte. Eine Wildtierauffangstation etwa könnte dort eingerichtet werden, davon gebe es viel zu wenige in der näheren Umgebung und das sei gewiss im Sinne der Verstorbenen, die das Geld für den Tierschutz zur Verfügung gestellt hatte, so Schmidt weiter. Er könnte sich auch auf dem Gelände eine Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz oder dem Bund Naturschutz vorstellen, im Gebäude könnte man Schulungs-und Seminarräume einrichten. Doch bis es soweit ist, muss erst noch mit der Stadt Ingolstadt gesprochen werden und ein Antrag auf Nutzungsänderung gestellt werden. Auch musste der Verein bereits in Vorleistung gehen und einige offene Rechnungen wie Notarkosten oder Kosten für das Pflegeheim der Verstorbenen begleichen, denn auch diese Verpflichtungen hat man mit der Erbschaft übernommen.

Schmidt ließ das vergangene Jahr Revue passieren, erinnerte an Fälle, die Schlagzeilen gemacht hatten, wie die 42 Katzen, die aus einem vermüllten Haus im Donaumoos gerettet werden konnten. Oder die beiden Ziegen, die Asylbewerber in einem Bus transportieren und vermutlich unerlaubterweise schlachten wollten. Die beiden Tiere wurden im Neuburger Tierheim aufgenommen und haben mittlerweile einen neuen Besitzer gefunden. 514 Hunde, 371 Katzen, 156 Kleintiere und 32 Großtiere wie Pferde waren es, um die sich Schmidt und seine Mitarbeiter im vergangenen Jahr kümmerten.

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Zu schaffen mache ihnen, dass es immer mehr streunende Katzen gebe, erklärte er. Nicht alle könne man kastrieren und so werde es weiter viele Streuner geben, das Problem sich sogar eventuell weiter verschlimmern.

Erfolge konnte er auch vermelden. Im Tierheim seien auch mehrere „Problemhunde“ untergebracht, fast alle könne man so sozialisieren, dass ein gefahrloser Umgang mit ihnen möglich sei. Und vor allem durch die freiwillige finanzielle Unterstützung durch mehrere Seiten könne der Verein relativ unabhängig agieren.

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