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Burgheim

21.01.2021

Umleitung auf B16 kollidiert nicht mit Kanalbau in Leidling

Nach dem zähen Start vergangene Woche wird nun an der Bundesstraße 16 in Höhe Unterhausen gearbeitet. Der Bautrupp entfernt zunächst mit zwei Baggern die komplette Gabionenwand zwischen B16 und Bahngleis.

Plus Glücklich ist in Burgheim und den Gemeindeteilen niemand über die monatelange Umleitung der B16. Immerhin gibt es nun ein positives Signal aus dem Staatlichen Bauamt.

Der Frust über die Umleitung der Bundesstraße 16 über Sinning, Leidling und Straß war den Gemeinderäten bei der jüngsten Sitzung am Mittwochabend deutlich anzuhören. Einige der 17 Mitglieder des Gremiums hatten ihr ganz eigenes Umleitungsleid zu klagen. Das ging von erhöhtem Verkehrsaufkommen über Geisterfahrer in der Baustelle bis zu Schulwegen, die, sollte es wieder Präsenzunterricht geben, plötzlich über eine Bundesstraße führen.

Bürgermeister Michael Böhm brachte noch einen weiteren Aspekt an, der ihm Bauchschmerzen bereitete. In Leidling, aktuell von der Umleitung betroffen, sollen im Frühjahr die Arbeiten zur Kanalsanierung beginnen. „Wenn die Baustelle auf der B16 länger dauert als geplant, können wir nicht mit dem Bau anfangen“, so Böhms Sorge in der Gemeinderatssitzung.

Baumaßnahmen bei Unterhausen enden definitiv im April

Zumindest diese Befürchtung ist mittlerweile vom Tisch. In einem Telefonat am Donnerstag sicherte Stephan Blauth, im Staatlichen Bauamt Ingolstadt als Leiter für den Bereich Straßenbau verantwortlich, Burgheims Bürgermeister zu, dass die Baumaßnahmen auf der B16 definitiv bis Ende April beendet sein werden. „Das sind gute Nachrichten“, sagt Böhm. „Somit kann die Ausschreibung für die Kanalsanierung veröffentlicht werden und wir können spätestens Anfang Mai auch auf der Staatsstraße loslegen.“ Für die Anwohner in Leidling bedeutet das wohl keine Verschnaufpause zwischen Schwerlastverkehr und Baustellenlärm. Das Kanalnetz im Ort muss komplett neu verlegt beziehungsweise saniert werden.

Lastzüge biegen in Straß auf die Umleitung Richtung Leidling ein. Mit dem ungewohnten Schwerverkehr müssen die Anlieger in den nächsten Monaten leben.

Am Donnerstag begann außerdem ein Ingenieurbüro damit, Beweismittel für den Zustand der Fassaden, Gehwege und der Straßen entlang der Umleitung aufzunehmen. „Damit wir etwas in der Hand haben“, erklärt Böhm. Die Befürchtung liegt nahe, dass die teilweise schmalen Staatsstraßen und die Fassaden der an der Umleitung angrenzenden Häuser durch den monatelangen Schwerlastverkehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

In Leidling soll eine Querungshilfe den Schulweg sicherer machen

Als nächsten Schritt möchte sich Michael Böhm dafür einsetzen, dass eine Querungshilfe für Fußgänger in Leidling installiert wird, damit dort auch der Schulweg sicherer wird. In dieser Sache spielt die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown der Gemeinde ausnahmsweise in die Karten. „Es wird aber irgendwann wieder Präsenzunterricht geben“, prognostiziert Böhm.

Grundsätzlich sei er zufrieden mit dem Verlauf des Telefonats mit dem Staatlichen Bauamt, sagt der Bürgermeister, auch wenn seine Wunschvorstellung bezüglich Verlauf und Dauer der Umleitung eine andere sei.

Und auch auf der Baustelle an der B16 scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. Nachdem witterungsbedingt in den vergangenen Tagen nicht immer am Rückbau der Gabionenwand gearbeitet werden konnte, entfernt der Bautrupp nun mit zwei Baggern zunächst die komplette Gabionenwand zwischen B16 und Bahngleis. Danach wird eine neue Wand mit Pfahlgründung erstellt. Die beauftragte Firma sicherte zu, dass durchgearbeitet werde. (mit rew)

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