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14.11.2018

Waldkiga nimmt weitere Hürde

Behörden haben keine Einwände gegen Vorhaben in Bergheim

Was lange währt, wird endlich gut, könnte man bei der Planung des Waldkindergartens mit zwei Blockhütten in Bergheim sagen. Denn in der Gemeinde nahm die dafür benötigte Änderung des Flächennutzungsplans die letzte Hürde. Am Montag beschäftigte sich der Gemeinderat mit den Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung. Und diese fielen durchweg positiv aus.

Nachdem das Amt für Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen seine zuerst negative Stellungnahme relativiert hatte, steht den geplanten Blockhütten seitens der Träger öffentlicher Belange nichts mehr im Weg. Selbst das Vorrecht auf Abbau von Bodenschätzen – in diesem Fall wäre es Kieselerde gewesen – steht nicht zur Debatte. Denn für einen Abbau sind die Vorkommen zu gering, wie auch die Neuburger Firma Hoffmann Mineral bestätigte. Übrigens nicht nur an der Stelle, an der der Kindergarten geplant ist, wie Bergheims Bürgermeister Tobias Gensberger betonte. Auch am Ortsrand von Unterstall hätten Probebohrungen ergeben, dass sich ein Abbau nicht lohne. Damit sei, so Gensberger, die Angst vieler Unterstaller unbegründet, demnächst an einer Kreidegrube leben zu müssen.

Aber zurück zum Waldkindergarten. Das einzige Argument gegen die Änderung des Flächennutzungsplans kam vom Bauamt im Landratsamt und von der Regierung von Oberbayern. Das Vorhaben passe nicht in den Landesentwicklungsplan, der einer Zersiedelung entgegen wirken soll und für Siedlungen ein Anbindungsgebot an bereits bestehende Bebauung verlangt. Da aber keine Wohnbebauung geplant sei, so das Bauamt, und ein Waldkindergarten selbstredend im Wald sein müsse, so die Regierung von Oberbayern, haben beide Institutionen ihre eigenen Einwände auch gleich entkräftet und stimmten der Bergheimer Planung zu.

Die beiden Blockhütten für die bisher beantragten 20 Kindergartenplätze können also theoretisch entstehen. Und dazu tritt die Gemeinde dem Landesverband Wald- und Naturkindergärten in Bayern e.V. bei. „Der Verein hat uns bisher schon unterstützt, obwohl wir noch kein Mitglied sind. Und als einer der ersten kommunalen Waldkindergärten sollten wir durch diese Mitgliedschaft mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Gensberger. Der Gemeinderat schloss sich einstimmig der Meinung des Bürgermeisters an.

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