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Tourismus in Neuburg

07.08.2020

Weshalb dem Verband „Deutsche Donau“ die Spaltung droht

Radtourismus: Die Donau sei gefragter denn je, meint zum Beispiel Verbandsgeschäftsführerin Sabine Malecha.
Bild: Andreas Dengler (Archiv)

Plus Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling will als Vorsitzender des Verbands "Deutsche Donau" um Ostbayern werben. Der Fahrradurlaub am Fluss verzeichnet einen Boom.

Der Heimaturlaub boomt heuer. Das stellt auch der Tourismusverband „Deutsche Donau“ fest. Geschäftsführung und Vorstand mit dem Neuburger Oberbürgermeister Bernhard Gmehling als Vorsitzenden besprachen sich nun in einer Videokonferenz.

Tourismusverband "Deutsche Donau": Neuburger OB ist Vorsitzender

Hauptthema ist die Umwandlung der Arbeitsgemeinschaft in einen Verein. Er ist mit einer Versammlung in Rain gegründet und ins Register eingetragen worden. Als Namen ist „Deutsche Donau Tourismus“ gewählt worden. Diese Rechtsform gebe mehr Sicherheit und einen besseren Handlungsrahmen, meint Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Am 23. September will sich die Mitgliederversammlung in der Ratiopharm-Arena in Ulm treffen.

Bei den dort geplanten Neuwahlen erwägt der Neuburger OB eine weitere Kandidatur für vier Jahre Amtszeit. Martin Bendel, Erster Bürgermeister der Stadt Ulm, soll Stellvertreter werden. Bernhard Gmehling ist seit zwölf Jahren Vorsitzender der Deutschen Donau. Den „Job“ hatte er von Landrat Richard Keßler übernommen, in dessen Ägide der Tourismusverband 1988 im Landratsamt Neuburg gegründet worden war.

Jetzt gehe es neben dem erfolgreichen Marketing des Donau-Tourismus um den Zusammenhalt in dem Verband. Die ostbayerischen Städte und Kreise erwägen nämlich mit dem Tourismusverband Ostbayern einen Alleingang im Werben um internationale Urlauber in der Donauregion von Kelheim bis Passau. Das könne nicht sein, erklärt Verbandschef Gmehling, „nur gemeinsam sind wir in der Lage, Besucher aus neuen Ländern und Regionen zu uns zu holen“. Er werbe bei seinen Politikerkollegen weiterhin unermüdlich für einen Beitritt in den neuen Verein.

Von bisher knapp 60 Mitgliedern seien bisher 50 beigetreten. Vollzähligkeit wäre sehr wünschenswert, so Geschäftsführerin Sabine Malecha (Ulm), „eine einheitliche Darstellung, dass sich Urlaub an der Donau lohnt, ist unverzichtbar“. Es gehe auch um Solidarität mit den kleineren Partnern. Die Geschäftsführerin hofft, dass sich die Politiker rechtzeitig verständigen können.

Große Resonanz: 600 Kilometer ist der deutsche Donauradweg lang

Der 600 Kilometer lange deutsche Donauradweg verzeichnet heuer offenbar noch mehr Resonanz als bisher. Täglich fragen Interessenten in der Neuburger Tourismusinfo nach und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Radtouristen mit schweren Taschen die Donaubrücke passieren. Pro Saison kommen 30.000 Radler, so schätzen die Fachstellen. Ihren Plan, heuer automatische Messstellen aufzubauen, mussten die Kommunen in der Coronakrise verschieben. Das soll 2021 nachgeholt werden.

Immerhin erhielt der Radwanderweg entlang der Donau vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub das Zertifikat mit vier (von fünf) Sternen. Damit verbunden ist die Auflage, Schwachstellen schnell zu beseitigen. Die Donau sei gefragter denn je, meint Verbandsgeschäftsführerin Sabine Malecha, in etlichen Fachgeschäften seien E-Bikes ausverkauft. Eine Fahrt nach Donaueschingen, an den Blautopf nach Blaubeuren oder zur Quelle lasse vielleicht Erinnerungen an die Schulzeit wach werden und Lernsätze wie „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“.

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