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05.03.2010

Wohnen auf dem Land, arbeiten in der Stadt

Ingolstadt Ingolstadt boomt, diesmal als Stadt der Arbeitsplätze. Insgesamt knapp 80 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind gemeldet. Das sind rund 11 000 mehr als noch vor zehn Jahren. Zählt man noch die Selbstständigen und mithelfenden Angehörigen, Beamte und Minijobber dazu, sind in Ingolstadt rund 100 000 Menschen beschäftigt. Fast zwei Drittel aller Beschäftigten sind Männer, im Vergleich zu anderen Städten ist der Anteil an Vollzeit-Jobs in Ingolstadt deutlich höher.

Doch dieser Anstieg bei den Jobs ist nicht folgenlos geblieben: Mit der Zahl der Arbeitsplätze hat sich auch die Zahl der Pendler in neue Höhen geschraubt. Knapp 47 000 Einpendler verzeichnet das Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Vor zehn Jahren waren es noch rund 10 000 weniger.

Ingolstädter selbst zieht es dagegen nicht so sehr aus den Stadtgrenzen hinaus: knapp 32 000 arbeiten in der Stadt selbst, weniger als die Hälfte - nämlich knapp 15 000 - arbeitet in anderen Gemeinden. Doch auch diese Zahl ist vor allem in den letzten Jahren merklich angestiegen, von 10 488 im Jahr 1998 auf 14 587 im vergangenen Jahr. Profiteur ist vor allem Gaimersheim: In dort ansässigen Betrieben, die ihre Arbeitsplätze zuletzt stark aufgebaut haben, sind 2200 Ingolstädter beschäftigt. Etwas mehr Bürger dieser Umlandgemeinde haben ihre Arbeitsstelle dagegen in der benachbarten Großstadt, gut 2800.

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