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Neuburg-Schrobenhausen

10.07.2017

Zuerst kamen die Kartoffeln, dann die Königin

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3 Bilder
Erst transportierte das Förderband einige Säcke Kartoffel auf die Bühne, dann rollte eine Puppe an, die sich inmitten ihrer Kollegen vom THW zur 40. Bayerischen Kartoffelkönigin entfaltete.
Bild: Doris Bednarz

Jacqueline Blöckl aus Habertshausen wurde zur 40. Bayerischen Kartoffelkönigin gekürt. Sie ist  Projektmanagerin, liest und fotografiert gerne und hat auch noch Zeit fürs Ehrenamt.

Ein großes Fest wurde der neuen und 40. Kartoffelkönigin Jacqueline Blöckl aus Habertshausen, das zur Gemeinde Gachenbach gehört, beschert. Wie bereits kurz berichtet, wurde die 23-Jährige am Freitag im Rahmen einer beeindruckenden Zeremonie von ihrer Vorgängerin Johanna I. (Daferner) zur neuen Repräsentantin gekrönt. Gegen 22.30 Uhr rollte ein sogenannter Boxenfüller (ein Förderband zum Einfüllen der Kartoffeln in Kisten) in den Saal, der zuerst mehrere Säcke Kartoffeln anlieferte. Die zunächst auf dem Förderband anrollende Puppe verwandelte sich hinter den THW-Kollegen aber schnell zur Kartoffelkönigin. Mit tosendem Applaus begrüßte das Publikum die neue hübsche und sympathische Repräsentantin der tollen Knolle.

Die 40. Bayerische Kartoffelkönigin arbeitet im Projektmanagement und wird am 1. August eine neue Stelle bei Valmet Automotive antreten. In ihrer Freizeit liest und fotografiert sie gern. Als Atemschutzträgerin bei der Feuerwehr und als Rettungsdienstler beim THW beweist Jacqueline Blöckl viel ehrenamtliches Engagement. „Sie ist hübsch, charmant und stammt natürlich aus einem Bauernhof mit Kartoffelanbau“, verriet der routinierte Moderator Klaus Benz, der den Krönungsabend seit 27 Jahren moderiert. Den Wunsch, einmal Kartoffelkönigin zu werden, hegte die neue Majestät schon seit einigen Jahren. Nun kann sie als Botschafterin und Werbeträgerin der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Neuburg-Schrobenhausen und Umgebung ihr Wissen einbringen, nachdem sie mit Kartoffeln –vom Anbau bis zur Verarbeitung – groß geworden ist.

Nach dem musikalischen Auftakt durch die „Sehensander Musikanten“ eröffnete Norbert Ziegler, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Neuburg-Schrobenhausen und Umgebung, den Abend und begrüßte stellvertretenden Landrat Alois Rauscher, den ehemaligen Bezirksrat Robert Knöferl, BBV-Kreisobmann Ludwig Bayer, Kreisbäuerin Regina Plöckl, die stellvertretende Landesbäuerin Christine Singer und den Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln in Bayern Konrad Zollner. Norbert Ziegler freute sich, dass wieder so viele Gäste der Einladung zur Krönungszeremonie gefolgt waren. Er war sich sicher, „dass die neue Kartoffelkönigin Jacqueline I. mit ihrer charmanten, lebendigen Art und ihrem Wissen eine gute Markenbotschafterin der bayerischen Kartoffel werden wird“.

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Amtsvorgängerin Johanna I. übernahm traditionell die Krönung mit Diadem, Schärpe und Zepter. Die Schar der Gratulanten war groß: MdB Reinhard Brandl, weitere Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Vertreter der Kartoffelerzeuger und -vermarkter, Gachenbachs 2. Bürgermeister Roland Bux und natürlich ihre Familie. Mit Geschenken und Glückwünschen nahmen die 13 Gastköniginnen Jacqueline I. in ihrer Mitte auf.

Als Höhepunkt zum runden Jubiläum ließen sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen. Alle ehemaligen Kartoffelköniginnen der vergangenen 40 Jahre wurden zum Krönungsabend eingeladen. Zwar waren einige der ehemaligen Majestäten verhindert, aber die Erschienenen berichteten nur von schönen und positiven Erfahrungen und, dass sie das Amt jederzeit gerne wieder übernehmen würden.

Viele ehrenamtliche Helfer hatten die „Alte Schweißerei“ am Vortag in eine glanzvolle Halle verwandelt. Das exquisite Fünf-Gänge-Kartoffelmenü für die rund 400 Gäste lag wie immer in den Händen von Thomas Felbermaier aus Winkelhausen, der mit seiner Crew schnell und reibungslos servierte. Dank Moderator Klaus Benz wurde der vierstündige Krönungsabend zu einer kurzweiligen und spritzigen Veranstaltung.

Die scheidende Kartoffelkönigin Johanna I. (Daferner) erinnerte sich in ihrem Rückblick an eine aufregende und spannende Amtszeit, in der sie sehr viele interessante Menschen kennengelernt habe. „95 Termine, 15828 gereiste Kilometer, zwei Flugreisen und 32 Blumensträuße“, resümierte Johanna I. und erinnerte sich an die spannendsten Momente während ihrer einjährigen Amtsperiode. „Die Bayerische Bauernmarktmeile in München, das Zentral-Landwirtschaftsfest während des Oktoberfests, die Grüne Woche in Berlin und das Apfelblütenfest in Südtirol“ waren nur einige von vielen interessanten Einsätzen von Johanna I.

Für die Jugend stand gegen Mitternacht, nach dem offiziellen Teil, noch eine „Heiße Kartoffelparty“ mit DJ „Sweet Potato“ und Barbetrieb auf dem Programm.

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