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Freundschaftspokal

14.07.2019

Motivations-Doping für die angeknackste Seele

So sehen Sieger aus: A-Klassist SC Rohrenfels sicherte sich durch einen 3:1-Erfolg im Finale gegen den Gastgeber SV Sinning den diesjährigen Freundschaftspokal.
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So sehen Sieger aus: A-Klassist SC Rohrenfels sicherte sich durch einen 3:1-Erfolg im Finale gegen den Gastgeber SV Sinning den diesjährigen Freundschaftspokal.
Bild: Dirk Sing

Der „runderneuerte“ Kreisklassen-Absteiger SC Rohrenfels besiegt im Finale den gastgebenden SV Sinning 3:1. Trainer Ralf Palfy erklärt, warum dieser Erfolg so wichtig ist

Wenn es um die nackten Ergebnisse bei Vorbereitungspartien geht, zeigen sich Trainer – zumindest nach außen hin – oftmals nahezu desinteressiert. Im Falle des SC Rohrenfels wiegt dieser Fall zweifelsohne etwas anders. Ganze drei Siege konnten die SCR-Kicker in der vergangenen Saison in der Kreisklasse Neuburg einfahren. Der Abstieg in die A-Klasse war die logische Konsequenz. Was folgte, war ein radikaler Umbruch sowohl auf dem Trainersektor als auch innerhalb der Mannschaft. Mit Ralf Palfy konnte bereits frühzeitig ein erfahrener Übungsleiter verpflichtet werden, der in den kommenden Wochen ein klares vorrangiges Ziel verfolgt: „Nach den Erfahrungen aus der zurückliegenden Spielzeit geht es in erster Linie darum, wieder den Spaß am Fußballspielen zu finden.“

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Man muss freilich kein Psychologie-Studium absolvieren, um zu wissen, dass Erfolgserlebnisse das beste „mentale Doping“ auf dem Weg dorthin sind. Dementsprechend hat der Rohrenfelser Coach am Wochenende beim traditionellen Freundschaftspokal in Sinning seiner Truppe die erste Dosis verpasst. In einem spannenden Finale wurde der Gastgeber, mit dem man es in der A-Klassen-Saison 2019/2020 ebenso zu tun bekommt wie mit dem TSV Ober-/Unterhausen (lediglich der SV Wagenhofen geht in der Kreisklasse Neuburg auf Punkt- und Torjagd), trotz eines zwischenzeitlichen 0:1-Rückstands mit 3:1 besiegt. Kuriosität am Rande: Das bis dato letzte Mal hatte der SCR den Freundschaftspokal vor vier Jahren ebenfalls auf dem Gelände des SV Sinning gewonnen.

„Wir hatten zwar in den ersten 20 Minuten des Finales etwas Probleme. Doch danach sind wir immer besser in diese Partie gekommen und haben sie letztlich auch verdient gewonnen“, resümierte Palfy, der mit seinem runderneuerten Team erst vor einer Woche in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist. Was er dabei in den ersten acht Tagen zu sehen bekam, habe ihm „bislang recht gut gefallen. Alle Jungs sind engagiert bei der Sache.“

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Auch wenn der Kader in der Sommerpause mit erfahrenen Akteuren wie Torjäger Nils Lahn (BSV Neuburg) oder Matthias Stegmeir (SV Karlshuld), die gleichzeitig als spielende Co-Trainer fungieren, entscheidend verstärkt wurde, gibt sich Palfy hinsichtlich der Zielsetzung in der Punktrunde eher zurückhaltend. „Wir wollen in Rohrenfels grundlegend etwas Neues aufbauen und müssen daher das Ganze zunächst einmal konsolidieren. Der sofortige Wiederaufstieg ist daher auch kein Thema“, so Palfy. Dass es trotz des Endspiel-Sieges gegen den SVS durch Tore von Lukas Daferner (36.), Nils Lahn (48.) und Viktor Hoffmann (75.) „noch sehr viel zu tun“ gebe, habe man laut Palfy deutlich gesehen.

Ein zufriedenes Fazit konnte indes auch Sinnings neuer Spielercoach Willi Keller ziehen, obwohl es am Ende mit dem erhofften „Heimsieg“ anlässlich des 70-jährigen Vereinsjubiläums doch nichts wurde. „Meine Mannschaft hat sich trotz der Personalprobleme sehr ordentlich verkauft. Darauf können wir definitiv aufbauen“, meinte Keller. An seiner neuen Aufgabe als Nachfolger des am Saisonende abgetretenen Iwo Sommer hat der 30-Jährige bereits „richtig Spaß“ gefunden. „Natürlich ist es etwas anderes, wenn man plötzlich als Coach beispielsweise auch die eigenen Abwehrspieler und die Taktik im Blick haben muss. Aber ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam sehr gut hinbekommen werden – zumal die Chemie zwischen mir und den Jungs beziehungsweise der Abteilungsleitung einfach passt.“

Mit Platz drei bei dieser Veranstaltung musste sich schließlich der klassenhöchste SV Wagenhofen begnügen, der zumindest im „kleinen Finale“ den TSV Ober-/Unterhausen im Elfmeterschießen bezwang.

TURNIER IM ÜBERBLICK:

Halbfinale

SC RohrenfelsSV Wagenhofen 2:1 (1:1). – Tore: 1:0 Lahn (20.), 1:1 Afsar (42.), 2:1 Lahn (65./Foulelfmeter).

TSV Ober-/Unterhausen – SV Sinning 3:4 (2:3). – Tore: 1:0 Großmann (1.), 1:1, 1:2 Reichherzer (10./14.), 2:2 Ph. Kugler (32.), 2:3, 2:4 Dotzauer (44./63.), 3:4 Ph. Kugler.

Spiel um Platz 3

TSV Ober-/Unterhausen – SV Wagenhofen 4:6 n.E. (2:2, 0:2). – Tore: 0:1 S. Neff (1.), 0:2 Hriso (40.), 1:2, 2:2 Ball (88./90.+3).

Endspiel

SC Rohrenfels – SV Sinning 3:1 (1:1). – Tore: 0:1 Dotzauer (7.), 1:1 Daferner (36.), 2:1 Lahn (48.), 3:1 Hoffmann (75.)

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