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Wahl in Möttingen

27.10.2019

93 Prozent für Timo Böllmann

Bürgermeisterkandidat TImo Böllmann (ganz links) und die Möttinger Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Neben vier amtierenden Ratsmitgliedern aus Möttingen (Dieter Fischer hört aus Altersgründen auf) stehen zehn neue Bewerber zur Wahl.
Bild: Christina Zuber

Plus Bei der Nominierung im Bürgerzentrum stellt er seine Prioritätenliste für Möttingen vor. Für den Gemeinderat kandidieren vier amtierende Mitglieder.

Timo Böllmann setzt seine Unterschrift auf das gelbe Formular. Das ist der Moment, als Erwin Seiler sich entspannt zurücklehnt. „Jetzt ist es amtlich: Ich muss nicht mehr antreten“, sagt der Möttinger Bürgermeister und lacht. Mit großer Mehrheit hatten zuvor 83 wahlberechtigte Möttinger Timo Böllmann als ihren Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 15. März nominiert. Bisher ist der 39-jährige Familienvater der einzige Kandidat. Nominierungsveranstaltungen in den Ortsteilen folgen.

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Fotos: Christina Zuber Böllmann Timo: 93 Prozent der Wahlberechtigten wollen Timo Böllmann als Bürgermeisterkandidat. Der Möttinger freute sich über den großen Zuspruch am Samstagabend bei seiner offiziellen Nominierung durch die Überparteiliche Wählergemeinschaft Möttingen.  Böllmann-Unterschrift: Demokratie bedeutet auch Bürokratie. Nach der Abstimmung bestätigt Timo Böllmann seine Kandidatur mit einer Unterschrift. Der Möttinger ist bisher der einzige Kandidat, der sich um die Nachfolge von Bürgermeister Erwin Seiler bewirbt.  Gruppenbild: Bürgermeisterkandidat TImo Böllmann ganz links und die Möttinger Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Neben vier amtierenden Ratsmitgliedern aus Möttingen Dieter Fischer hört aus Altersgründen auf stehen zehn neue Bewerber zur Wahl.  MöttingenNominierung: Insgesamt 83 Wahlberechtigte und einige weitere Besucher kamen zur Nominierung von Bürgermeisterkandidat Timo Böllmann ins Möttinger Bürgerzentrum. Auch die Gemeinderatsliste der Überparteilichen Wählergemeinschaft Möttingen wurde am Samstagabend aufgestellt.   
Bild: Christina Zuber

Selbstbewusst tritt Böllmann am Samstagabend im Bürgerzentrum ans Mikrofon, nachdem ihn sein Kollege im Gemeinderat, Gerhard Östreicher, vorgeschlagen hat. „Ich möchte euer Bürgermeister werden“, beginnt er seine Vorstellung. 83 wahlberechtigte Möttinger und weitere Gäste füllen den Saal und hören, warum sich Böllmann für einen guten Kandidaten hält. Als gebürtiger Möttinger ist er im Ort verwurzelt, bei der Feuerwehr, im Sportverein und beim „Haisle“ engagiert, Mitglied in der CSU und seit sechs Jahren im Gemeinderat als 3. Bürgermeister tätig. Seine vielfältigen beruflichen Erfahrungen könne er als Bürgermeister gut für Möttingen einsetzen. Er erwähnt seine Ausbildung zum Straßenbauer („Mit Straßenbau hat man ja viel zu tun im Gemeinderat“) und die Umschulung zum Krankenpfleger.

Heute arbeitet er nach Weiterbildungen und mehreren Stationen als Heimleiter beim Bayerischen Roten Kreuz in Donauwörth, ist für 120 Bewohner und weitere Tagesgäste sowie 130 Mitarbeiter und über 5 Millionen Euro Haushaltsvolumen verantwortlich. „Ich habe gelernt, Prioritäten zu setzen“, sagt Böllmann. Personalmanagement und betriebswirtschaftliche Auswertungen gehörten ebenfalls zu seinen Stärken. Mit großem Respekt werde er an die Aufgabe herangehen. Die früheren Bürgermeister Friedrich Bissinger, Helmut Wiedemann und aktuell Erwin Seiler haben Möttingen entscheidend vorangebracht. „Es wäre mir eine Ehre, in diese Fußspuren zu treten“, sagt Böllmann. Die Entscheidung, als Bürgermeister zu kandidieren, sei mit seiner Familie erfolgt. Seine Ehefrau Michaela, seine Eltern und die älteste der drei Töchter sind am Nominierungsabend dabei, als Böllmann seine Prioritäten-Liste für die Zukunft Möttingens vorstellt.

93 Prozent für Timo Böllmann


Er nennt an erster Stelle den Kindergarten in Möttingen. „Den Neubau oder Anbau müssen wir zügig realisieren“, sagt Böllmann. Übergangsweise sollen die Kinder im alten Rathaus untergebracht werden. Dringend sei auch ein neuer Bauhof nötig. Aktuell gebe es keinen Platz, alle Fahrzeuge unterzubringen und gängige Materialien vorzuhalten. Innerorts-Bebauung und neue Flächen als Industriegebiet ausweisen – das werden Themen sein, die anstehen. Und natürlich die Bundesstraße B25. Hier gelte es, gegenüber dem Bund Stellung zu beziehen. Auf Nachfrage sagte Böllmann den Rieser Nachrichten: „Brauchen und wollen wir eine Umgehung oder können wir mit der Durchgangsstraße leben?“ Diese Frage müsse man sich stellen. Der Landverbrauch für eine Umgehung sei immens und sie führe eventuell durch bestes Ackerland. Außerdem wohnen tatsächlich nur wenige Möttinger direkt an der Straße. Die Geschäfte profitierten hingegen von Pendlern und Durchgangsverkehr.

Weiter nennt Böllmann als Stichworte „barrierefreie Gemeinde“, Tagespflege für Senioren, organisierte Nachbarschaftshilfe, sicherer Hausarztstandort, Integrationshilfen für neu zugezogene Möttinger und die Vereinsförderung. Mit einer Online-Ideenplattform möchte er die Bürger stark beteiligen. 77 Stimmen (93 Prozent) entfielen bei der geheimen Wahl dann auf Timo Böllmann. Er geht für die Überparteiliche Wählergemeinschaft Möttingen ins Rennen um den Bürgermeistersessel.

Versammlungsleiter Dieter Fischer und Hauptamtsleiter Andreas von Siegroth führen die Versammlung weiter. 16 Möttinger sind bereit, auf der Möttinger Liste für den Gemeinderat zu kandidieren, 14 davon sind anwesend, darunter vier amtierende Ratsmitglieder: Landwirt Gerhard Östreicher führt die Liste als Stimmenkönig (70 Stimmen) bei der Nominierung an, auf Platz 2 bis 4 folgen Landwirtin Heidi Meyer (53 Stimmen), Timo Böllmann (51 Stimmen) und Martin Stolch (45 Stimmen). Auf den aussichtsreichen Plätzen 5 und 6 landen zwei Neulinge: Dominik Rauter (41 Stimmen) möchte als Vertreter der ortsansässigen Betriebe im Gemeinderat mitarbeiten. Die 22-jährige Regierungssekretärin Bianca Stolch (34 Stimmen) überzeugte die Versammlung ebenfalls. Auf Platz 7 (34 Stimmen) kandidiert Dr. Andreas Becker, Kreisrat, gKU-Verwaltungsrat und bis vor sechs Jahren Gemeinderatsmitglied, „damit das Meinungsbild vielfältig ist“. Anders als vor sechs Jahren war es kein Problem, 14 Listenkandidaten und zwei Ersatzleute zu finden. Mit einer „kompletten“ Liste gingen keine Stimmen für Möttingen verloren, wenn jemand ein Listenkreuz macht, erklärte von Siegroth. Zweiter Bürgermeister Dieter Fischer möchte aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Falls Timo Böllmann Bürgermeister von Möttingen wird, sind also auch beide Stellvertreter-Posten neu zu besetzen.

Die Kandidaten für den Gemeinderat der Überparteilichen Wählergemeinschaft Möttingen sind:

  • 1. Gerhard Östreicher
  • 2. Heidi Meyer
  • 3. Timo Böllmann
  • 4. Martin Stolch
  • 5. Dominik Rauter
  • 6. Bianca Stolch
  • 7. Dr. Andreas Becker
  • 8. Dominik Schäff
  • 9. Stefan Hubel
  • 10. Michael Hertle
  • 11. Thomas Häfele
  • 12. Sabrina Weber
  • 13. Christian Hubel
  • 14. Jochen Thum
  • Ersatz: Katharina Hafner, Daniel Lang

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