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Debatte

31.05.2019

Almarin für Ehinger Gemeinderat nicht attraktiv genug

Der Gemeinderat Ehingen wird sind nicht am Arbeitskreis Almarin beteiligen. Für einige Gemeinderäte ist das Bad nicht attraktiv genug.
Bild: Szilvia Iszó (Archivbild)

Der Gemeinderat Ehingen beschließt einstimmig, nicht am Arbeitskreis Almarin teilzunehmen. Über welche Themen die Räte noch diskutierten.

Als eine der letzten Gemeinden hat sich Ehingen auf seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema Almarin auseinandergesetzt. Bürgermeister Erhard Michel hatte bereits eine Beschlussvorlage ausformuliert, sodass eine Diskussion über die „Anfrage auf Teilnahme am vorbereitenden Arbeitskreis Almarin“ zunächst überflüssig schien. Doch dann meldeten sich doch noch einzelne Räte zu Wort, um zu begründen, warum sie sich gegen eine Beteiligung aussprechen wollten.

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Markus Faas aus Belzheim fand, dass das Mönchsdegginger Bad in seiner aktuell geplanten Form erstens zu unattraktiv für Besucher und zweitens schlicht zu weit weg von Ehingen sei. Manfred Thorwarth zeigte sich immer noch irritiert von den unterschiedlichen Kostenschätzungen, das sei ihm alles zu unklar. Und außerdem: „Die Anforderungen an ein modernes Bad sind heute grundlegend anders als zu den Hochzeiten des Bades in Mönchsdeggingen.“´Der zweite Bürgermeister Thomas Meyer bezweifelte den Nutzen des Bades für den Schwimmunterricht: „Die eng getakteten Stundenpläne im Schulunterricht lassen doch heute gar keine Schwimmstunden mehr mit An- und Abreise der Schüler zu.“

Almarin: Eine Kostenbeteiligung ist nicht vermittelbar

Maria Gramm-Goppel hat die Entfernungen zu anderen Bädern – beispielsweise nach Gunzenhausen und Dinkelsbühl verglichen – und kam zum selben Ergebnis, nämlich, dass das Almarin dafür zu wenig biete: „Eine Kostenbeteiligung ist unseren Bürgern hier nicht vermittelbar.“

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Sie trauert immer noch der Idee von einem attraktiven Gemeinschaftsbad „für alle im Ries“ nach. Das wäre ihrer Meinung nach eine Sache, für die man sich stark machen könnte. Die Abstimmung war danach eindeutig und einstimmig. „So wie es jetzt ist, ist es zu wenig Leistung für die Kosten“.

Die anderen Tagesordnungspunkte der Ratssitzung gingen bei diesem Thema fast unter. So wurde die Änderungssatzung zur Erhebung von Gebühren für die Erdaushubdeponie in Belzheim (ab sofort fünf Euro pro Kubikmeter) ein-stimmig verabschiedet und außerdem nach einer kurzen Kosten/Nutzen-Diskussion der Auftrag zur Reinigung der Photovoltaikanlagen auf den Ehinger Gemeindehäusern an ein Unternehmen in Unterschneidheim vergeben.

Antrag eines Junglandwirtes wurde abgelehnt

Der Antrag eines Junglandwirtes auf Weidehaltung an der Gemeindewiese „am Schafbrunnen“, der noch in der vergangenen Sitzung vertragt worden war, wurde nach eingehender Prüfung aller Für- und Wider-Argumente mit drei zu sechs Stimmen abgelehnt.

Selbst ein gemeinsamer Ortstermin, das Vorschreiben eines Elektrozaunes, ein angedachtes Verbot der Nutzung des Schafbrunnens als Tränke und der Vorschlag zur Erhebung einer Kaution für eventuelle Schäden konnten die Räte nicht überzeugen.

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