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Aufhausen

09.08.2018

Alte Trocknungsanlage wird abgerissen

Die alte Trocknungsanlage bei Aufhausen ist seit gut zehn Jahren außer Betrieb<b>.</b>
Bild: Martin Bauch

Statt des alten Fabrikgebäudes bei Aufhausen soll ein Feuchtbiotop entstehen.

Seit 30. Juni 2008 ist die alte Trocknungsanlage bei Aufhausen außer Betrieb. Jetzt soll das verfallene Fabrikgebäude abgerissen und das komplette Gelände renaturiert werden.

Seit zehn Jahren wird im Bopfinger Gemeinderat über die Zukunft der ehemaligen Trocknungsanlage bei Aufhausen diskutiert. Eine vernünftige Verwendung für das Gebäude und das Gelände konnte bis dato noch nicht gefunden werden. Jetzt aber kommt Bewegung in die Sache - allerdings in ganz anderer Form. Die Trocknungsanlage, die früher der Trocknungsgenossenschaft Bopfingen gehört hat, wird abgerissen. An ihrer Stelle soll ein Feuchtbiotop entstehen, die betonierten und asphaltierten Zufahrten sollen ebenfalls entfernt werden. Insgesamt soll der Natur bei Aufhausen eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern zurückgegeben werden. Die Entscheidung zum Abriss hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist das Fabrikgebäude in einem so maroden Zustand, dass eine sinnvolle Sanierung der großen Halle nicht mehr lohnenswert wäre. Zum anderen bietet sich das Gelände als idealer Ort für ein notwendige Ausgleichsmaßnahme zu Gunsten der Stadt Bopfingen an. Im aktuellen Fall geht es um die Betriebserweiterung der Firma VAF in Bopfingen (wir berichteten). Die mittlerweile abgeschlossene Baumaßnahme greift in ein bestehendes Landschaftsschutzgebiet rund um die Burgruine Flochberg ein.

Insgesamt ist eine Fläche von 0,4 Hektar betroffen. Die Firma VAF muss einen Teil der Kosten für Ausgleichsmaßnahmen tragen. Die Art des Verwendungszwecks steht der Stadt offen. „In diesem Falle macht sich genau an der Stelle der ehemaligen Trocknungsanlage am meisten Sinn“, meint auch Bürgermeister Gunter Bühler. Zudem spült die Ausgleichsmaßnahme noch wertvolle Ökopunkte auf das Ökobilanzkonto der Stadt.

Die Abbruchmaßnahme ist sehr umfangreich. Die Halle selbst hat eine Größe von 6250 Kubikmetern umbauten Raum. 20 Tonnen Asbest, 100 Tonnen Altholz sowie 300 Tonnen Asphalt und 160 Tonnen Bauschutt müssen entsorgt werden. Für den Abbruch hat die Stadt Bopfingen bereits 150000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt. Ein überraschendes Nebenangebot kam von Seiten der Firma AK Abbruch Kling GmbH aus Ellwangen-Ellenberg. Diese gab ein Angebot von knapp über 70000 Euro ab. „Wir haben das Angebot geprüft und auch ein Gespräch mit dem Bestbieter geführt. Dieser konnte uns das Angebot überzeugend und plausibel erklären“, so Bürgermeister Bühler der zusammen mit dem Gemeinderat entschieden hat der Firma die Abbruchmaßnahme an die Hand zu geben. Die Trocknungshalle soll nun zeitnah abgerissen werden. Die Maßnahme dauert etwa zwei Monate.

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