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21.03.2019

Auhausen: Ideen für die Staatsstraße

Im Gemeinderat präsentieren Studentinnen ihre Vorschläge

Die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung in Auhausen beinhaltete einen nicht alltäglichen Punkt: Studierende der Fachhochschule Augsburg stellten ihr aktuelles Projekt vor. Bürgermeister Martin Weiß konnte einige Tage zuvor mit Miriam Kothe und Mona Hiemer die Projektleiterinnen von zwei Hochschul-Arbeitsgruppen sowie Stefan Greineder vom Staatlichen Bauamt Augsburg in der Gemeinde begrüßen.

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Die Staatsstraße 2221 durchquert das Ortsgebiet und verlässt anschließend den Bezirk Schwaben. Aufgrund der guten Kontakte zwischen Amt und Hochschule sowie der Tatsache, dass aktuell die Kapazitätsgrenzen der Planer erreicht sind, wird gerne den „Nachwuchsplanern“ die Chance eingeräumt, junge Ideen zu präsentieren. Die Studentinnen zeigten den Ratsmitgliedern zu vier Innerorts-Straßenabschnitten detailliert ihre Analysen, Beurteilungen und Entwürfe zur Änderung beziehungsweise Verbesserung der Verkehrssituationen auf. Beginnend mit der „gefahrenbergenden Bushaltestelle“ im Kurvenbereich über einen gut frequentierten Kreuzungsbereich bis zu einer anzupassenden Abbiegesituation in das neue Gewerbegebiet sahen die Studentinnen reichlich Verbesserungspotenzial. Auch arbeiteten sie Vorschläge zur „optischen Aufwertung des Ortseingangs-Bereichs“ mit Begrünung und Verbesserung der Fußgänger-Situation aus. Einhergehend mit den diversen Entwürfen zu jedem Abschnitt konnten auch bereits die kalkulierten Kosten und Bauzeiten benannt werden, wozu Greineder die ergänzenden Informationen zur jeweils anteiligen Baulasttragung im innerörtlichen Bereich hinzufügen konnte.

Als wesentlicher Punkt der Arbeit ist auch die Perspektive „Unfallauswertung“ anzusehen: „Wir schauen hin, wo was passiert“, um solche Schwerpunkte zu entschärfen. Ein herausragender Entwurf war die mögliche Schaffung eines Kreisverkehrs, der jedoch seitens der Gemeinderatsmitglieder aus Sicht des Immissionsschutzes als „eher belastend für die Anwohner“ aufgenommen worden ist, wenn „innerorts fließender Verkehr abgebremst und wieder beschleunigt werden muss“; „da könne von Verkehrsberuhigung nicht gesprochen werden“. Nach einer konstruktiven Diskussion sowie Fragerunde bedankte sich Bürgermeister Weiß bei allen Beteiligten in der Annahme, dass in den nächsten Jahren entsprechende Mittel für den Staatsstraßenbau zur Verfügung gestellt werden und somit entsprechende Ideen zur Umsetzung kommen.

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Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Günther Schwab von der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen einen aufzustellenden Bebauungsplan vor. So kann die Gemeinde Baurecht im Ortsteil Lochenbach schaffen. Der einstimmig gefasste Aufstellungsbeschluss ist die Grundlage für einen Satzungsbeschluss zum neuen Baugebiet „Südlich Sandiger Berg“.

Im Rahmen der Erschließung des neuen Baugebiets „Am Breiten Rain“ in Auhausen ist zum vorliegenden Angebotspreis eine erweiterte Straßenbeleuchtung beschlossen worden, die ursprünglich nicht geplant war, aber als erforderlich und sinnvoll erachtet wird.

Als weitere „sinnvolle Beschaffung“ ist ein GPS-Gerät für die teilnehmenden Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft beschlossen worden, an dem sich die Gemeinde Auhausen ebenfalls finanziell beteiligen wird. Somit stehen dem Bauamt und allen Feldgeschworenen „zeitgemäße Technik“ für die Suche von Grenzzeichen zur Verfügung. Einem Antrag aus Oettingen, wonach im Stadtteil Erlbach ein Waldweg mit staatlicher Förderung ausgebaut werden soll, wurde zugestimmt. (rk)

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