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15.06.2019

Bestattungen aus christlicher Perspektive

Wie sich die Art der Begräbnisse gewandelt hat

Was früher für einen Christen undenkbar war – Bestattung in einer Urne oder unter einem Baum im Wald – erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit. Die Entscheidung für die richtige Bestattungsform beschäftigt die Menschen. Das zeigt das große Interesse an dem Vortrag „Moderne Bestattungskultur – Anmerkungen aus christlicher Perspektive“, den die Pfarreiengemeinschaft Fremdingen veranstaltete.

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Fundiert gab Referentin Prof. Dr. Gerda Riedl einer Pressemitteilung zufolge einen Überblick über Bestattungsformen aus vorchristlicher Zeit und unterschiedlicher Kulturen. Sie widmete sich zudem den gesetzlich zugelassenen Bestattungsformen der Erdbestattung, Feuerbestattung und Körperspende. Dann schlug sie den Bogen zur Auferstehung Christi als Grundlage für den Glauben. Die einzelnen Formen wurden aus dieser Perspektive beleuchtet und begründet, warum manche Bestattungsformen den Glauben widerspiegeln, andere hingegen von der Kirche verneint werden. Die Referentin wies darauf hin, dass die Erdbestattung die von der Kirche von Anfang an bevorzugte Form war und heute noch ist.

Bis in die sechziger Jahre war eine Feuerbestattung für Katholiken verboten, weil diese bewusst gewählt worden sei, um auszudrücken, dass man nicht an eine Auferstehung glaubt. Heute wird keinem Katholiken ein solches Begräbnis verweigert.

Die Kirche spricht sich allerdings gegen ein anonymes Begräbnis aus. Eine Aufteilung der sterblichen Überreste auf mehrere Grabstätten wird der Referentin zufolge abgelehnt. Die Glaubenshoffnung auf das Auferweckt-Werden mit Christus steht im Zentrum des christlichen Begräbnisses. (pm)

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