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Oettingen

01.12.2020

Bürgerladen in Oettingen: Die Arbeitsgruppe stellt konkrete Ideen vor

Der Landkreis Donau-Ries wirbt immer wieder für seine Dorfläden. Ein solcher soll auch in Oettingen entstehen.
Bild: Marco Kleebauer

Eine Arbeitsgruppe in Oettingen will regionale Waren in Bio-Qualität und unverpackt anbieten. Der Bürgerladen soll als Genossenschaft betrieben werden.

Das Donau-Ries kann bereits ein breit aufgestelltes Dorfladen-Netzwerk vorweisen – und bald könnte in Oettingen ein weiterer von Bürgern für Bürger gegründeter Laden hinzukommen. Angesichts der Einkaufsmöglichkeiten am Sauereck mag der Bedarf hier womöglich nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein. Doch gerade im Norden der Stadt fehlt die Möglichkeit der Nahversorgung, heißt es in einer Pressemitteilung der zuständigen Arbeitsgruppe. Deshalb hat sich eine Gruppe engagierter Bürger und Bürgerinnen zusammengetan, um auch in Oettingen einen Bürgerladen zu gründen.

Dieser soll nicht nur die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs abdecken. Er verfolgt vor allem das Ziel, regionale Waren und Bio-Produkte anzubieten, die nach Möglichkeit sogar unverpackt zum Kauf bereit stehen sollen. Der Bürgerladen basiert also auf einem nachhaltigen Konzept mit regionalem Bezug, so eine Mitteilung. Zudem versteht der Arbeitskreis den Laden auch als sozialen Treffpunkt für alle Bürger*innen der Stadt und aus der Umgebung. Das geplante Café, das Teil des Ladens sein wird, soll nicht nur für eine kurze Auszeit vor oder nach dem Einkauf dienen, sondern auch als Ort der Begegnung.

Realisiert werden soll der Bürgerladen in Form einer Genossenschaft. Das bedeutet: Jeder hat die Möglichkeit, Anteile am Geschäft zu erwerben. Dabei geht es nicht in erster Linie um den Gewinn. Vielmehr stehen die sozialen Komponenten eines Bürgerladens als Treffpunkt für Jung und Alt sowie eine gute Nahversorgung im Vordergrund. Die Bereitschaft, Anteile zu zeichnen, ist aber eine wichtige Voraussetzung für die tatsächliche Realisierung des Ladens. Die Einzahlung erfolgt jedoch erst, wenn die Realisierung des Ladens auf sicheren Füßen steht.

Bürgerladen in Oettingen: Als Standort kommt der Orgelhof in Frage

Als möglicher Standort kommt der ehemalige Emmendörfer-Laden am Orgelhof in Frage, der bereits früher einmal als Edeka-Filiale diente und gerade saniert wird. Hier stünden nach dem Umbau Räume zur Verfügung, die ausreichend Platz für einen Laden nebst Café und Lagerflächen bieten. Der Arbeitskreis Bürgerladen hat das Gebäude bereits besichtigt und steht in Verhandlungen mit dem Eigentümer. Noch befindet sich der Oettinger Bürgerladen in der Planungsphase. Doch er könnte mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung engagierter Oettinger schon bald Realität werden. Der Arbeitskreis freut sich über jede Beteiligung, sowohl finanzieller Art in Form von Anteilszeichnungen oder aber auch in Form tatkräftiger Unterstützung bei der Realisierung des Ladens. So sind etwa kreative Ideen für die Umsetzung der Gestaltungsideen in den Räumen gefragt. Bürger mit handwerklichem Geschick und technischem Know-How sind dazu eingeladen, sich bei der Realisierung des Bürgerladens einzubringen.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte oder sich am Arbeitskreis beteiligen will, erhält Infos bei Quartiersmanagerin Sabine Koloska (sabine.koloska@t-online.de). (pm)

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