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Deiningen

09.10.2018

Bürgerversammlung: Den Blick nach vorne gerichtet

In Deiningen soll die Dorfmitte gestärkt werden, das wurde auf der Bürgerversammlung deutlich.
Bild: Richard Lechner (Archiv)

Bei der Bürgerversammlung in Deiningen gibt es kaum Diskussionsbedarf. Die kommunalen Projekte der Zukunft stehen im Fokus der Veranstaltung.

Es gab fast keine Diskussion bei der wie immer gut besuchten Deininger Bürgerversammlung im Ristorante Donau-Ries – Bürgermeister Wilhelm Rehklau wertete das als Bestätigung des Gemeinderates unter seinem Vorsitz. Ein Bürger erkundigte sich nach der Kosten-Abrechnung für die Templerstraße und ob noch mit Beiträgen für die Anwohner zu rechnen sei. Der Bürgermeister erklärte, gemäß der Stichtagregelung zum 1. Januar 2018 stünden nun keinerlei Beiträge mehr an; im Übrigen lägen die Kosten unter der Veranschlagung.

In seinen Ausführungen zum abgelaufenen Jahr hob Rehklau unter anderem den Innerorts-Bebauungsplan hervor, der in zahlreichen Sitzungen von Bauausschuss, Gemeinderat, Planern und Behördenvertretern zu einem praktikablen Instrument der Dorfentwicklung vorangetrieben worden sei und noch in diesem Monat im Rathaus ausliege, begleitet von Beratungstagen. Nicht zuletzt diene er zur Nachverdichtung im Dorfkern mit dem Ziel „Innen- vor Außenentwicklung“.

Flankierend soll mithilfe von Städtebau-Fördermitteln der öffentliche Raum ausgestaltet werden. Entgegen ursprünglichen Planungen werde nun die Sanierung der Hauptstraße der Sanierung von Jahn- und Raiffeisenstraße vorgezogen; im November beginnen die Kanalbaumaßnahmen. Die Brücken der oberen und unteren Mühle wurden generalsaniert; die Kosten blieben unter dem Ansatz. Der Bebauungsplan für das Wohngebiet Nord war bereits 2017 geändert worden; der zweite Bauabschnitt wurde heuer durchgeführt, vier Bauplätze schon verkauft und für drei weitere gebe es schon Anfragen. Im Gewerbegebiet Mittleres Ries II und im Wohngebiet Nord überschritt man beim Kanalneubau die Pro-Kopf-Kosten gemäß den Richtlinien, sodass künftig mit Förderungen für Kanalbauten gerechnet werden könne.

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Für ein Friedhofskonzept sind heuer 15000 Euro im Haushalt vorgesehen, doch die Suche nach Anbietern dafür gestalte sich schwierig. Bei der Grund- und Mittelschule hatte heuer der Brandschutz höchste Priorität; angesichts der Kostensteigerungen von einer Viertel auf eine halbe Million Euro drohte zwischenzeitlich die Schließung der Schule. Mittlerweile ist der Brandschutz durch ein Sofortmaßnahmen-Paket vorübergehend gewährleistet. Der Schulverband bewarb sich um eine Förderung für die Sanierung von Daches und Trennvorhang der Turnhalle sowie Türen für offene Lernlandschaften; eine Zusage für 90 Prozent der förderfähigen Kosten von 187000 Euro liegt vor. Ein weiterer Förderauftrag für das „digitale Klassenzimmer“ ist auf dem Wege.

Die Nachbarschaftshilfe „Helfende Hände Mittleres Ries“ ist mittlerweile voll in der Umsetzung, für 23 Klienten stehen 21 Ehrenamtliche aus drei Gemeinden zur Verfügung. Anfang des Monats war für 22 Personen Premiere des Projekts „Auf Rädern zum Essen“ mit einem gemeinsamen geselligen Mittagessen. Wilhelm Rehklau ging umfassend auch auf Personalfragen, Baumaßnahmen und Anschaffungen bei Kindergarten, Bauhof und Feuerwehr ein. Neben den Dauerthemen nannte er als Schwerpunkte der Zukunft Senioren- und Jugendarbeit, Flächen- und Leerstandsmanagement, E-Mobilität sowie Ausbau der Nah- und Fernwärme.

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