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Industrie 4.0

27.05.2015

Deutschlandweit ein gefragter Mann

Zum Thema Industrie 4.0 ist Markus Glück derzeit ein gefragter Mann. Deutschlandweit hält er Vorträge zur Digitalisierung der Produktion.
Bild: Stollenberg

Der Nördlinger Markus Glück gilt als Experte beim Thema Digitalisierung der Produktion

Markus Glück ist zur Zeit ein gefragter Mann – deutschlandweit. Seit die Digitalisierung der industriellen Produktion – im Fachjargon etwas sperrig als Industrie 4.0 bezeichnet – die Wirtschaftsteile der internationalen Medien beherrscht, vergeht kaum keine Woche, in der der Geschäftsführer des Technologie Centrums Westbayern (TCW), nicht eine Anfrage für einen Vortrag erhält. Glück gilt nämlich als Experte und spielt mit dem TCW bei diesem Zukunftsthema in der ersten Reihe mit. Inzwischen hat ihn sogar der Ruf aus dem Bundesforschungsministerium in Berlin erreicht, das ihn in einen Expertenkreis für IT-Sicherheit in der industriellen Produktion berufen hat. Die Digitalisierung der Produktion und die Einführung der Mensch-Roboter-Kooperation hat der 46-jährige, in Ehingen an der Donau geborene Elektroingenieur zu einer Lebensaufgabe gemacht.

Schon als Kind hat er leidenschaftlich gerne Roboter, Baukrane, Bohrinseln und Alarmanlagen gebaut. Sein Kinderzimmer war stets mit Bauteilen der Fischer-Technik übersät. Damals schon habe er die Grundlagen für sein späteres berufliches Wirken gelegt, sagt Markus Glück mit einem Augenzwinkern.

Nach dem Elektrotechnik-Studium in Ulm und einer anschließenden Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität heuerte Glück beim amerikanischen Unternehmen Mattson Products an, einer Sondermaschinenbaufirma für Halbleitertechnik. Von 1999 bis 2001 folgte ein Auslandaufenthalt in den USA, wo er im weltberühmten Silicon Valley als Führungskraft bei Mattson arbeitete.

Danach orientierte sich Markus Glück beruflich neu. Dabei stieß er auf das gerade erst gegründete TCW in Nördlingen, das ihm die Chance eröffnete, seine Leidenschaft für Technik und Forschung zu pflegen.

Die neue Aufgabe schien ihm wie auf den Leib geschnitten. Mit dem Aufbau des Institutes konnte er seine Macherqualitäten unter Beweis stellen. Nicht zuletzt durch seine Hartnäckigkeit, die bisweilen manchen seiner Mitstreiter nervte, ist es gelungen, das TCW eng an die Hochschule Augsburg anzugliedern, an der Glück seit 2008 in der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik als Professor fungiert und Vorlesungen hält.

Sein nächstes Ziel ist es, das Technologiecentrum zu einer echten Außenstelle der Hochschule mit einem eigenen Studienangebot zu machen. Nach so manchem Rückschlag auf diesem Weg, befinde man sich inzwischen auf einem guten Weg, sagt Markus Glück.

Wie sich die Digitalisierung der Produktion in Nordschwaben als einem klassischen Produktionsstandort entwickeln wird und ob die Unternehmen die notwendige Aufgeschlossenheit gegenüber diesem Zukunftsthema aufbringen werden, müsse man abwarten. Er werde jedenfalls seinen Beitrag dazu leisten, zusammen mit der Hochschule und der Wirtschaft versuchen, den „unausweichlichen Weg“ hin zu Industrie 4.0 zu begleiten.

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