Newsticker
Italien verschärft Corona-Maßnahmen in einigen Regionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Diese Projekte stehen 2021 in Reimlingen an

Reimlingen

22.02.2021

Diese Projekte stehen 2021 in Reimlingen an

In der Schmähinger Straße in Reimlingen soll es einen Vollausbau der Straße geben. Doch das ist nicht das einzige Projekt, das die Gemeinde für das Jahr 2021 plant, auch in anderen Straßen stehen Arbeiten an.
Bild: Dieter Mack

In der Gemeinde Reimlingen sind für das Jahr 2021 viele Projekte geplant. Diskussionen gibt es um die Geschwindigkeit in einer Straße.

Bürgermeister Jürgen Leberle klingt fast schon euphorisch, als er sagt: „Wenn wir das alles so hinbekommen und es bleiben noch Rücklagen übrig, dann können wir nicht mehr machen und haben den Großteil des Dorfs gemacht.“ So sprach Leberle in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats über die geplanten Maßnahmen für das Jahr 2021. Welche Straßensanierungen anstehen und warum es schwierig ist, in der Herkheimer Straße etwas gegen zu schnelle Autofahrer zu tun.

Trotz der vielen Projekte dämpfte Leberle auch gleich die Erwartungen. Denn bei der großen Anzahl an Baumaßnahmen sei es illusorisch, dass all diese noch in diesem Jahr fertig würden. In der Gemeinde findet heuer eine Vielzahl an Straßen- und Kanalarbeiten statt. Das liegt auch daran, dass die Bayerische Rieswasserversorgung nun einige Maßnahmen umsetzt, die zunächst gar nicht abzusehen waren, wie Leberle sagt: „Die Schloßstraße wollten wir eigentlich lassen. Aber Rieswasser plant da nun Maßnahmen und das sollten wir nutzen.“

In Reimlingen wird der Kanal in der Schloßstraße teilweise verlegt

Friedrich Eckmeier vom Planungsbüro Eckmeier und Geyer schilderte dem Gemeinderat die verschiedenen Vorhaben. In der Schloßstraße werden größere Rohre mit einem Durchmesser von 300 Millimetern verbaut. Zudem wird hier ein Stück des Kanals verlegt, da dieser unter einer Grünfläche verläuft und dort nur schlecht zugänglich ist. Hier betragen die Kosten etwa 254.000 Euro, rund 145.000 Euro Förderung gibt es. Bürgermeister Leberle sagte: „Die Fördersituation sollten wir nutzen, günstiger wird es nicht.“

In der Hauptstraße verlaufe der öffentliche Kanal über ein privates Grundstück und nahe eines Baumes. Da es immer wieder zu Problemen komme, wolle man daher den Kanal nun am Baum vorbei legen. In dem Zuge sollen ebenfalls die größeren Rohre verlegt werden. Die Kosten betragen rund 140.000 Euro, etwa 97.000 Euro Förderung seien möglich. Zudem gab Eckmeier an, dass die Kostenschätzung ein wenig höher angesetzt sei und die Maßnahme etwas günstiger werden könnte.

Schmähinger und Herkheimer Straße werden in Reimlingen voll ausgebaut

Am Sommerkeller wird ebenfalls am Kanal gearbeitet, dort soll die Straße jedoch nicht aufgerissen werden, da die Kanäle relativ nah an der Kirchenmauer verlaufen und es bauliche Probleme geben könne, so Leberle. Daher wird der Kanal mit einem sogenannten Inliner-Verfahren saniert, bei dem ein Schlauch im bestehenden Rohr platziert wird. Die Kosten hier: etwa 260.00 Euro.

Einen Vollausbau gibt es sowohl in der Schmähinger als auch der Herkheimer Straße. „Straßen, Gehwege, Beleuchtung wird alles neu gemacht“, schildert Leberle das Vorhaben im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch in den Seitenstraßen werde gearbeitet. Das kostet entsprechend. Etwa 765.000 Euro fallen für die Schmähinger Straße an, in der Herkheimer sind es rund 415000 Euro. Die Förderung betrage etwa 40 Prozent.

Ein Rat fragt, ob man nicht etwas gegen zu schnelle Autofahrer in Reimlingen tun könne

Im Zuge dessen machte Michael Künzler den Vorschlag, ob die Gemeinde nicht dort „etwas einbauen“ könne: „Da fahren jetzt schon viele über 50 Kilometer pro Stunde, das wird nicht weniger, wenn die Straße besser befahrbar ist.“ Es fahre auch viel Schwerlastverkehr dort entlang. Er schlug vor, die Sanierung auf eigene Kosten zu machen und dafür auf eine Förderung zu verzichten. Das sah Leberle anders. Dieter Hackenberg brachte einen Blitzer ins Spiel: „Wenn wir wollen, dass die Leute langsamer fahren, kann man das auch anders machen und die Leute zur Kasse bitten“, sagte Hackenberg. Das sei seiner Meinung nach wirksamer. Schließlich schlug Leberle vor, dass sich die Räte die Situation einmal bei einem Vor-Ort-Termin ansehen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion betonte Leberle aber auch: „Da haben wir ein Problem.“ Die Herkheimer Straße sei abschüssig, „da fahren sicherlich viele zu schnell rein.“ Anwohner würden aufpassen, aber andere Autofahrer eben nicht. „Das zu lösen ist schwierig, eine zündende Idee haben wir da noch nicht“, sagt Leberle. Und da die Förderung den Verkehrsfluss als Ziel habe, sei es schwierig, eine bauliche Veränderung vorzunehmen. Leberle sagte aber, man werde das Gespräch mit der Polizei, dem Landratsamt und der Regierung suchen.

Im Rahmen der ganzen Straßenarbeiten werden auch Leerrohre für potenziellen Glasfaserausbau verlegt, rund 90.000 Euro fallen dafür an. Das klinge zwar nach viel, sei es aber nicht angesichts der Vielzahl an Straßen, die dann erschließbar wäre. Außerdem soll der Schlossparkplatz neu gestaltet werden, die Kosten dafür betragen nach aktueller Schätzung rund 320.000 Euro. Leberle sagt, dass man die aktuellen Möglichkeiten ausnutzen müsse. Er hofft, dass trotz der vielen Maßnahmen in der Rücklage rund 500.000 Euro übrig bleiben.

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren