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Bildung

24.11.2017

Fast sieben Millionen Euro für Bildung

Noch fehlt der Rasen vor der neuen Aula und Mensa des Beruflichen Schulzentrums in Nördlingen.
Bild: Denis Dworatschek

In Nördlingen übergab Architekt Wolfgang Obel feierlich den Schlüssel für die neue Aula und Mensa des Beruflichen Schulzentrums. Bei seiner Rede fand er mahnende Worte

Die neue Aula und Mensa des Beruflichen Schulzentrums in Nördlingen ist fast fertig. „Nur der Rasen vor dem Gebäude fehlt noch“, sagt Landrat Stefan Rößle bei der Schlüsselübergabe. Es sei schön geworden und werte das Zentrum weiter auf. 6,9 Millionen Euro habe das Gebäude gekostet, in dem 1000 Kubikmeter Beton verbaut und 65 Kilometer Kabel verlegt worden. „Und dabei ist das Plan B gewesen“, sagt Rößle. Dieser sei kleiner, überschaubarer und bezahlbarer gewesen als Plan A von Wolfgang Obel. Der Architekt aus Donauwörth habe ursprünglich vorgesehen, weitere Gebäudeteile des Schulzentrums abzureißen. So sei es bloß bei der alten Aula geblieben. Seit diesem Schuljahr können rund 1000 Schüler in 13 Vorbereitungs- und Unterrichtsräumen von 59 Lehrern lernen.

Schulleiter Raimond Eberle erinnert in seiner Ansprache an den alten Bau: „Eine Aula mit Wasser im Dach und feuchten Wänden stand hier.“ Im neuen Anbau sind nun auch Berufsschulklassen für Einzelhandel und Kfz-Mechatronik beherbergt. Damit könne die Schule in den Bereichen E-Mobilität, Industrie 4.0 und E-Commerce verstärkt ausbilden. Zudem werden im Dezember acht Lehrer von der Berufshochschule aus Shenzen in China erwartet, die von ihren deutschen Kollegen lernen sollen.

Bei seiner Rede fand Wolfgang Obel vor allem mahnende Worte an das Handwerk: „Wir haben immer mehr Kontrolleure und Aufseher, aber eine immer schlechtere Qualität.“ Seine Erfahrungen aus dem Bau mehrere Berufsschulen zeigen ihm, dass Berufe wie Metzger an manchen Standorten gänzlich verschwinden. Der Bäckerberuf sei auf dem gleichen Weg. „Das Handwerk befindet sich im Sturzflug“, sagt Obel. Ihm ist es wichtig, Gebäude zu entwerfen, die langfristig halten. Dabei verwies der Architekt auf das interessante Detail, das das Fundament der neuen Aula und Mensa genau so viel wiege wie die gesamte Bevölkerung von Nördlingen. Zudem forderte er mehr Förderung vom Staat für den Bau von Schulen.

Michael Hesselt, Leiter der Werkstätten der Lebenshilfe Donau-Ries, präsentierte mit seinem Geschäftsführer Günter Schwendner das Team der Schulküche. „Es konnten neue Stellen für fünf Mitarbeiter mit Handicap und drei Köchinnen geschaffen werden“, sagt er. Dies sei ein wirklich inklusives Angebot. Der katholische Pater Czeslaw Miszczyk und sein evangelischer Kollege Klaus Haimböck weihten das Gebäude bei einer kurzen ökumenischen Segnung. Danach konnten die geladenen Gäste den neuen Anbau erkunden.

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