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28.03.2009

"Fremdingen konnte seine zentralörtliche Funktion ausbauen"

Zum guten "Zustand" der Gemeine Fremdingen und für die weitere positive Entwicklung hat der Gemeinderat die Weichen gestellt und trägt auch zukünftig entscheidend dazu bei, dass das "Tor zum Ries" sich weiterentwickeln kann. Bürgermeister Klaus Lingel berichtet über die aktuelle Situation der Gemeinde.

"Eingebettet zwischen Wiesen, Feldern und Wäldern liegen die Dörfer der Einheitsgemeinde Fremdingen im nördlichen Ries. 1978 aus sechs ehemals selbstständigen Orten gebildet, konnte Fremdingen in den letzten Jahren seine zentralörtliche Funktion im Nordries weiter ausbauen.

Einrichtungen vom Kindergarten bis zum Altenheim, sowie verschiedene Dienstleistungsbetriebe und ein Einkaufszentrum decken den täglichen Bedarf der Bevölkerung und des Nahbereichs. Auch die medizinische Grundversorgung ist gesichert, da ein Arzt die bestehende Praxis fortführen wird. Neben den Kirchen bieten zahlreiche Vereine in allen Ortsteilen ein Gefühl von Halt und Heimat, von Geselligkeit und Geborgenheit. Gerade diese Vielfalt ist unsere Stärke. Dieses Strukturen wollen wir erhalten und weiterentwickeln.

Eine ständige gemeindliche Aufgabe ist die Erneuerung unserer Dörfer, der Ausbau der Infrastruktur sowie die Bewahrung und Weiterentwicklung von Kultur und Tradition.

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Fremdingen verfügt über 450 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Derzeit planen wir die Ausweitung des Gewerbegebietes Nord. Dadurch versprechen wir uns die Ansiedlung weiterer Betriebe. Teilweise haben wir in Fremdingen eine sehr gute DSL-Anbindung mit 5 MB/s. Da eine gute Breitbandversorgung ein entscheidender Standortvorteil ist, setzen wir uns für eine Vollversorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ein.

Die Landwirtschaft prägt das Bild der Gemeinde. Sei nimmt nach wie vor eine wichtige erwerbswirtschaftliche Funktion wahr. Die Ursachen des Strukturwandels können wir nicht beseitigen, wir werden aber die Landwirte bei Baumaßnahmen und dem Wegebau unterstützen.

Fremdingen zählt mit etwa 14 000 Gästeübernachtungen zu den bedeutenden Fremdenverkehrsorten im Donau-Ries. Dies liegt an der erholungswirksamen Natur, an den Gasthöfen sowie am überörtlich bedeutsamen Evangelisationszentrum St. Ulrich in Hochaltingen und am Jugendgästehaus in Schopflohe.

Durch Fremdingen verläuft die B 25, eine wichtige Entwicklungsachse. Die viel befahrene Straße schmälert die Lebensqualität durch Lärm und Abgase. Die Gemeinde hat sich deshalb bereit erklärt, die Planungsleistungen für eine Umgehungsstraße bis zur Planfeststellung aus eignen Mitteln zu bestreiten. Die Trasse ist bereits mit der Bevölkerung abgestimmt. Wir rechnen damit, dass bis Ende 2010 Baurecht vorliegt, damit der Bund dann mit der etwa 4 Millionen teuren Baumaßnahme beginnen kann. Die Lebensqualität im Ort und die überregionale Anbindung werden sich dadurch deutlich verbessern. Mit dem Neubau der Ortsverbindungsstraße von Herblingen nach Hochaltingen wird ein weiteres Straßenbauprojekt in diesem Jahr realisiert.

Die demographischen Entwicklung und der Wunsch nach höheren Bildungsabschlüssen führte zur Auflösung der Hauptschule in Fremdingen. Nach dem Motto "Kurze Beine - Kurze Wege" wollen wir unsere Grundschule erhalten und sie optimal ausstatten. Noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern der Pausehof grundschulgemäß umgestaltet werden. Auch sind wir auf der Suche nach Nutzungsmöglichkeiten für leer stehende Räume im Schulgebäude.

Wir haben in der Gemeinde zwei Kindergärten, die wir auch bei geringerer Auslastung erhalten wollen. Wir reagieren auf die Wünsche der Eltern und bieten bedarfsgerechte und familienfreundliche Öffnungszeiten an.

Ein Großteil unserer Jugendlichen ist heimat- und ortsverbunden. Damit sie auch ihre Zukunft in unserer Gemeinde gestalten können, stellen wir in allen Ortsteilen günstige Bauplätze zur Verfügung.

Bei der Gestaltung des Wohnumfeldes und des Angebotes ist künftig verstärkt der insgesamt alternden Gesellschaft Rechnung zu tragen. Mit dem Seniorenheim St. Marien in Hochaltingen haben wir eine wichtige Einrichtung. Tagespflege, betreutes Wohnen und Essen auf Rädern sind Angebote, welche die Lebensqualität für ältere Menschen steigern. Deshalb wollen wir die Erweiterung des Altenheims finanziell unterstützen.

Sechs Ortsteilwehren sichern den Brandschutz in unserer Gemeinde. Wir verbessern ständig Ausrüstung und Gerät und sorgen so für den Erhalt der Wehren. Im Mai wird das neue Tragkraftspritzenfahrzeug für die Hochaltinger Wehr in Dienst gestellt.

Leitbild der Gemeinde ist der Erhalt und die weitere Stärkung der zentralörtlichen Funktion Fremdingens. Wir setzten dabei auf das große bürgerschaftliche Engagement, auf die Mitwirkungs-Bereitschaft und die Selbsthilfe der Bürgerinnen und Bürger".

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