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Gesundheit

04.07.2019

GKU: Ein Schritt nach vorn in der Pflege

Das Pflegepersonal in den Einrichtungen des gemeinsamen Kommunalunternehmens im Landkreis soll gegenüber 2018 um 20 Beschäftigte aufgestockt werden, haben Personalrat und gKU-Vorstand vereinbart. (Symbolbild) 
Bild: Alexander Kaya

Plus Der Personalrat vereinbart mit dem gKU-Vorstand, gegenüber 2018 um 20 Beschäftigte aufzustocken. Die Fluktuation müsse aber berücksichtigt werden, sagt die Gewerkschaft.

Sonja Kuban, die Gesamtpersonalratsvorsitzende des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), gilt als harte Verhandlerin und ist in der Regel nicht so schnell zufrieden zu stellen. Die aktuelle Entwicklung im Bereich des Pflegepersonals stimmt sie jedoch vorsichtig optimistisch.

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GKU: In der Pflege wird mehr Personal eingestellt

Zusammen mit ihren Personalratskollegen ist er ihr gelungen, im Rahmen einer Dienstvereinbarung mit dem gKU-Vorstand verbindlich festzulegen, dass zum durchschnittlichen Personalbestand von 2018 im laufenden Jahr 20 Vollzeitpflegekräfte mehr eingestellt werden. Kuban weist in diesem Zusammenhang allerdings auf die allgemeine Fluktuation bei den Beschäftigten hin, die dabei berücksichtigt werden müsse. Unter diesem Gesichtspunkt würden die 20 Kräfte mehr im Endeffekt nicht ausreichen. „Insofern brauchen wir mehr“, so die Gewerkschafterin.

Nicht ausreichend wäre es, so Kuban weiter, im Herbst auf 13 Pflegeschülerinnen aus der Krankenpflegeschule in Donauwörth zurückzugreifen, noch sieben zusätzliche Kräfte einzustellen und dann zu argumentieren, jetzt habe man ja 20 mehr. „Damit würde der vereinbarte Durchschnitt von zusätzlichen 20 Stellen für 2019 nicht erreicht, weil die Schülerinnen bis zum Jahresende nur noch ein Vierteljahr da sind.“

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Insgesamt sei die Vereinbarung mit dem Vorstand des gKU jedoch angesichts des immer noch knappen Personalbestandes ein Schritt nach vorn, räumt Sonja Kuban ein. „Ganz schlecht wäre es, wenn eine unserer Kliniken wegen Personalmangels Betten schließen müsste. Das wollen auch wir vom Personalrat nicht.“

Personelle Verbesserungen in den Nachtdiensten

Kuban wies zudem auf personelle Verbesserungen bei den Nachtdiensten in den Krankenhäusern des Kommunalunternehmens hin. Seit geraumer Zeit seien beispielsweise „Springer“ im Einsatz, die den Kolleginnen auf den einzelnen Stationen während der Nachtschicht unter die Arme greifen würden.

Insgesamt bleibe es ihr Ziel, stetige Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu erreichen. Dann wäre auch die Fluktuation in den Häusern nicht so hoch, weil die Beschäftigten länger beim Arbeitgeber gKU bleiben würden, zeigt sich Kuban überzeugt.

Der Vorstandsvorsitzende des gKU, Jürgen Busse, bestätigte gegenüber unserer Redaktion die Dienstvereinbarung und ergänzte, dass die 20 zusätzlichen Stellen mit den Kostenträgern verhandelt worden seien und von diesen nach dem neuen Pflegestärkungsgesetz zu 100 Prozent bezahlt würden.

Neue Aufnahme- und Belegstruktur am Nördlinger Stift

Für die Zukunft kündigte Busse im Nördlinger Stiftungskrankenhaus eine neue Aufnahme- und Belegungsstruktur an. Dafür plane das gKU einen entsprechenden Umbau des alten Intensivbereiches am Stift. Ziel sei es dabei, ein professionelles Belegungsmanagement zu etablieren. Das Ganze werde allerdings noch eine Weile dauern. „Gerade in Krankenhäusern sind nach meiner Erfahrung Veränderungsprozesse nur schwer durchzuziehen“, sagte Busse.

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