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Riesbürg

23.07.2020

Gemeinderat erhöht Kitagebühren in Riesbürg

Gebühren für Kinder, die zuhause bleiben mussten, sind ausgesetzt.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbol)

Plus Das Baugebiet in Pflaumloch und die Flurneuordnung in Goldburghausen sind Thema. Welche Kosten auf die Bürger zukommen.

Ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 steigen in Riesbürg die Elternbeiträge für die beiden Betreuungseinrichtungen in Pflaumloch und Utzmemmingen um 1,9 Prozent. Dies hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen und ist damit der Empfehlung der kommunalen Spitzenverbände und den Kirchen in Baden-Württemberg gefolgt. Die Beiträge fallen für elf Monate an.

Nach Angaben von Bürgermeister Willibald Freihart werden im kirchlichen Kindergarten in Utzmemmingen ab September 43 und ab März 2021 alle 52 Plätze belegt sein. In der von der Kommune betriebenen Einrichtung in Pflaumloch stünden 44 Plätze zur Verfügung.

Bedingt durch die Corona-Pandemie wurden in diesem Jahr im April, Mai und Juni die Beiträge für diejenigen Kinder ausgesetzt, die zu Hause bleiben mussten. Bei der Notbetreuung mussten die Eltern die üblichen Entgelte zahlen. Durch die ausgesetzten Beiträge fehlen der Gemeinde rund 16000 Euro.

Erneutes Thema im Gemeinderat war der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet „Oberes Ries II“ in Pflaumloch. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte das Gremium dafür einen Aufstellungsbeschluss gefasst. Danach wurden die Einwendungen und Anregungen der Träger öffentlicher Belange sowie von Privatpersonen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens abgewogen und bewertet. Am Ende nahm das Gremium diese zur Kenntnis, ohne Veränderungen im Bebauungsplan vorzunehmen.

In Pflaumloch sind Bauplätze stark nachgefragt

Wie bereits berichtet, gibt es in Pflaumloch eine rege Nachfrage nach Bauplätzen. Laut Rathauschef Freihart sind von den 15 Plätzen im Oberen Reis II bereits 14 verbindlich vorreserviert, obwohl die Kommune keine Werbung dafür gemacht habe.

Hauptintention war, mit dem Baugebiet vor allem junge Familien mit Kindern am Ort anzusprechen, heißt es in den Bebauungsplanunterlagen. Die Grundstücksflächen bewegen sich zwischen 600 und 900 Quadratmeter. Sie liegen im Westen von Pflaumloch und grenzen unmittelbar an das Baugebiet „Platten“ an, das inzwischen weitgehend bebaut ist. Der gesamte Bereich ist rund 1,3 Hektar groß. Seine südliche Grenze bildet die Bundesstraße 29. An Bauformen sind Sattel-, Pult-, Walm-, Zelt- und Flachdächer erlaubt.

Vor seiner Zusammenkunft in der Goldberghalle traf sich der Gemeinderat zusammen mit dem Ortschaftsrat vor Ort in Goldburghausen, um sich über den Stand der geplanten Flurneuordnung im kleinsten Riesbürger Ortsteil zu informieren. Brigitte Winkler und Felix Wettemann vom Geschäftsbereich Geoinformation und Landesentwicklung des Ostalbkreises erläuterten dabei den vorgesehenen Wege- und Gewässerplan.

Geplant seien rund fünf Kilometer Asphaltwege, 4,3 Kilometer Schotterwege und 2,6 Kilometer Grünwege. Zentraler Punkt der Flurneuordnung sei ein sogenanntes „grundwasserbeeinflusstes Talquellenmoor“, wie Felix Wettemann sagte. Es handle sich hierbei um ein Alleinstellungsmerkmal der Region.

500 Hektar Flächen sind von der Flurbereinigung betroffen

Insgesamt sind knapp 500 Hektar Flächen von der Flurbereinigung in Goldburghausen betroffen. Davon umfasst das künftige Moorgebiet etwa 8,1 Hektar. Die Kosten sind mit 2,96 Millionen Euro veranschlagt. Das Land Baden-Württemberg trägt 81 Prozent. Auf die rund 100 Grundstückseigentümer kommen nach derzeitigem Stand Kosten von 800 Euro pro Hektar zu. Von der Gemeinde Riesbürg wünscht sich der Ostalbkreis eine Beteiligung von 157800 Euro an der Asphaltierung der Wege. Ein Gemeinderatsbeschluss steht jedoch noch aus. Nach Angaben von Brigitte Winkler könnte 2023 oder 2024 mit dem Wegebau begonnen werden.

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