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Gemeinderat Riesbürg

29.01.2015

Klare Absage an Nordvariante

Neue B29 soll südlich von Pflaumloch verlaufen

Der Riesbürger Gemeinderat und die drei Ortschaftsräte pochen beim geplanten Ausbau der Bundesstraße 29 von Nördlingen bis zur Röttinger Höhe auf eine Südumgehung Pflaumlochs. Entsprechende Voten zur vorliegenden Machbarkeitsstudie des Ostalbkreises fassten die Gremien im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung mit breiter Mehrheit. Eine noch bis vor Kurzem auf dem Tisch liegende Nordtrasse wurde abgelehnt. Dieses Votum entspricht auch der Haltung der Pflaumlocher Bevölkerung, die sich im Rahmen einer Bürgerversammlung mit Ostalb-Landrat Klaus Pavel mit großer Mehrheit für die Südumgehung ausgesprochen hatte.

Bürgermeister Willibald Freihart wies zuvor auf mittlerweile acht Trassenvorschläge hin, die in der Diskussion seien. Zwei davon könnten zur Aufnahme in den nächsten Bundesverkehrswegeplan angemeldet werden. Der Goldburghausener Ortsvorsteher Thomas König plädierte dafür, eine Nordumfahrung als Alternative in den Beschlussvorschlag aufzunehmen, sollte aus irgendwelchen Gründen eine Südumgehung scheitern. Ähnlich äußerte sich Gemeinderat Rainer Schmidt. Beide stießen jedoch mit ihren Ansichten auf Ablehnung, besonders bei den rund 40 Zuhörern. Auf Vorschlag des Pflaumlocher Ortsvorstehers Julian Schwarz einigte sich das Gremium nach einer gut einstündigen Diskussion darauf, eine Nordtrasse im Beschluss nicht zu berücksichtigen.

Wie berichtet, soll der Bundesverkehrswegeplan 2016 vom Bundestag verabschiedet werden. Projekte, die darin nicht in der Kategorie „vordringlicher Bedarf“ enthalten sind, haben in den kommenden 20 bis 30 Jahren keine Chance auf eine Realisierung.

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Die Idee für den Bau einer neuen B 29 von Nördlingen zur A7 stammte von den beiden Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange (CSU) und Roderich Kiesewetter (CDU, Wahlkreis Aalen-Heidenheim). Landrat Klaus Pavel hatte diese aufgegriffen und im Kreistag des Ostalbkreises durchgesetzt, dass eine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellt wird. In einem ersten Entwurf war jedoch nur eine Südvariante an Pflaumloch, Trochtelfingen, Aufhausen und Bopfingen vorbei über das Härtsfeld bis zur Röttinger Höhe vorgesehen. Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung wurden dann sukzessive acht Varianten daraus. Ulrich Lange, der verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist und dem eine wichtige Rolle beigemessen wird, ob das Mammutprojekt „vordringlichen Bedarf“ erhält, steht in regelmäßigem Kontakt zu Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, um ihm das Vorhaben und dessen Bedeutung für die Region nahezubringen. Weiter beschloss der Gemeinderat, der generalsanierten Gemeindehalle in Pflaumloch den Namen „Goldberghalle“ zu geben. An einem entsprechenden Namenswettbewerb hatten sich 61 Personen beteiligt und 19 Vorschläge eingereicht. 29 Einsendungen lauteten auf Goldberghalle.

Bürgermeister Freihart gab schließlich noch bekannt, dass Ende März fünf Asylbewerber in das Gebäude der früheren Bäckerei Spörl in Pflaumloch einziehen werden.

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