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Nördlingen

13.06.2018

Kneippspaß in der Nördlinger Altstadt

In Nördlingen ist gestern die neue Kneippanlage eingeweiht worden. Durch die Regenfälle stand das Wasser ungewöhnlich hoch.
Bild: Martina Bachmann

In der Lederergasse wurde am Dienstag die neue Kneippanlage eröffnet.

Da ist es heiß und schwül, man wohnt mitten in der Stadt und es gibt in der Nähe eine Art Wasserbecken – in das man aber nicht hinein darf. Man kann sich vorstellen, was die Kinder der Familie Blaurock von der Anweisung ihrer Mama Nahnette gehalten haben könnten. Die hatte nämlich verboten, die Kneippanlage in der Nördlinger Gerbergasse vor der offiziellen Eröffnung zu benutzen. Umso begeisterter waren Haninah, Nathanael, Jonathan, Rebekka und Lydia dann aber am Dienstagabend. Sie waren mit die Ersten, die durch das Wasser wateten – dem von oben zum Trotz.

Kurz vor dem Festakt hatte es auch in Nördlingen geschüttet, während der Feier begann es wieder zu regnen. Das mit dem Wetter habe man sich anders gedacht, meinte Oberbürgermeister Hermann Faul dann auch. Er erinnerte daran, dass die Kneippanlage einige Jahre zur Diskussion stand – und dass sowohl Anwohner Rudolf Backoff als auch Grünen-Stadtrat Wolfgang Goschenhofer mit ihren Spenden ihr Scherflein zum Projekt beigetragen hätten. Faul betonte den städtebaulichen Aspekt des Projekts: Die Stadt hatte ein Wohnhaus, das an dieser Stelle in der Lederergasse einst stand, gekauft und abgerissen. So sei Platz geschaffen worden für einen Aufenthaltsort in Nördlingen. An dem könne man nicht nur Kneippen, sondern auch dem Rauschen des Wassers lauschen und zur Ruhe kommen, meinte der Oberbürgermeister. Es sei etwas Besonderes, eine Kneippanlage mit fließendem Wasser in der Altstadt zu haben. Faul hofft, so das Gerberviertel mehr ins Bewusstsein der Bürger und der Touristen zu rücken.

Landschaftsarchitekt Norbert Haindl vom Wemdinger Büro „Becker und Haindl“ hatte die Planung übernommen. Die Kneippanlage erstrecke sich auf rund 200 Quadratmeter, sagte er. Haindl lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und wies auf die Trennmauer und die Störsteine hin, die den Durchfluss in der Kneippanlage gewährleisten sollten.

Auf beiden turnten gestern die Kinder, die acht Jahre alte Haninah war begeistert: „Das macht Spaß.“ Eine Besucherin klopfte Vertretern der Stadt auf die Schultern, sprach von der „besten Idee des Jahres“. Anwohnerin Elisabeth Richter freute sich zwar grundsätzlich über die Kneippanlage. Doch sie mache sich Sorgen, dass die ein Treffpunkt werden könnte. Zudem seien von ihr aus Gärten besser zugänglich, die bisher durch die Eger abgeschnitten waren.

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